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Shakespeare Company
Macbeth
Beginn des Kartenvorverkaufs ab Mitte Juni

Veröffentlicht am 30.05.2016

Bald beginnt der Kartenvorverkauf für ein weiteres, bedeutendes künstlerisches Ereignis dieses Schuljahres, die an drei Abenden stattfindende Aufführung von Shakespeares Macbeth-Tragödie.

MASC 2016: Macbeth
Stars, hide your fires!
Let heaven not see my deep and dark desires.
(Macbeth, I, 4)
Ein gütiger, aber schwacher König. Ein Königreich, von inneren und äußeren Feinden bedroht. Ein Feldherr, dem eine große Zukunft prophezeit wird…
Im Shakespeare-Jubiläumsjahr spielt die Marienberg Shakespeare Company unter Leitung von Dr. Jan Eschbach, die Macbeth Tragödie des Autors (The Tragedy of Macbeth, 1606). Der Literaturkurs der Jahrgangsstufe Q 1 bringt William Shakespeares berühmte Tragödie um den schottischen Than, den die Kräfte des Bösen dazu verleiten, seinem Machttrieb nachzugeben und durch einen Königsmord Schottland und sich selbst ins Chaos zu stürzen, an drei Abenden, Ende Juni, auf die Bühne.
Das Stück wird in deutscher Sprache gespielt (Übersetzung: Frank Günther). Karten sind ab Mitte Juni am Gymnasium Marienberg erhältlich.
Aufführungstermine: 27., 28. und 29. Juni 2016, 19. 30 Uhr in der Aula unseres Gymnasiums.

Veröffentlicht am 29.05.2016

Der Chor des Gymnasiums Marienberg führte unter Leitung von Arno Zimmermann das Werk Stabat Mater von Antonin Dvorak in St. Marien, in Neuss und in der Kosterbasilika von Knechtsteden auf. 

Wir geben mit der folgenden Bildergalerie einen Einblick in Probenarbeiten und die hinreißend gelungenen beiden Aufführungen, die auch in der Presse (vgl. NGZ vom 28.05.2016) sehr gelobt wurden.

Schulmagazin | Katholische Freie Schulen

Duisburg-eine Reise wert!

Veröffentlicht am 28.05.2016

Emely Leyck-Dieken und Lena Schmitz erzählen von der Fahrt, die ihre Klasse am 2. Mai in die im Landschaftspark Nord bei Duisburg-Meiderich gelegene Jugendherberge unternommen hat. In den drei Tagen vor Christi Himmelfahrt unternehmen traditionell alle Klassen der Jahrgangsstufe 6 unserer Schule parallel eine Klassenfahrt, die erfahrungsgemäß in den letzten Monaten der Erprobungsstufe noch einmal deutlich zur Vertiefung und Erweiterung der Klassengemeinschaft und der in ihr bestehenden Freundschaften beiträgt.

Emely und Lena berichten, dass sie, als sie im Anschluss an eine Bahnfahrt, bei der Jugendherberge ankamen, zunächst kurz warten mussten, bis die Zimmer bezogen werden konnten. „Die Zimmer waren klasse und danach ging es weiter zu einer Schifffahrt durch den Duisburger Innenhafen.Vom Schiff aus hatte man eine tolle Aussicht und erfuhr viel über den Binnenhafen von Duisburg. Am Abend gab es sehr leckeres Essen, gefolgt von einem langen Abendspaziergang. Im idylischen Landschaftspark entdeckten wir einen kleinen Spielplatz, an dem wir viel Spaß hatten. Am nächsten Tag berichteten die meisten, sie hätten gut geschlafen. Es gab ein vorzügliches Frühstück. Nach einer Stunde machten sich alle auf den Weg zur größten Moschee Deutschlands in Duisburg Marxloh, der Merkedez Moschee. Dort bekam unsere Klasse eine brilliante Führung durch die Moschee und konnte viele Fragen stellen. Von innen waren viele prächtige Muster zu sehen, die kein Ende nahmen. Oben an der Decke, in der Kuppel, hing ein großer Kronleuchter, der 1,5 Tonnen wog. Auf dem Kronleuchter befanden sich die 99 Namen Allahs. Schließlich gingen wir in eine Bücherei der Moschee und erhielten weitere Informationen über die Moschee, den Islam, Mekka etc. Danach fuhren wir wieder zurück in die Jugendherberge, zum Mitagessen. Im Anschluss ging es ins Museum: Das Explorado. Dies ist kein „normales“ Museum, wie die meisten von uns es bis dahin kennengelernt hatten, sondern ist so aufgebaut, dass wir dort viele Sachen ausprobieren und Experimente durchführen konnten. Alle fanden das Museum toll, vor allem den Riesenkicker und die Rennbahn. Nach dem Abendessen ging es erneut zu einem Spaziergang, ohne dass wir wussten wohin. Plötzlich standen wir vor einem riesigen Tank, der eine Tauchschule war. Er war 13m tief und das Wasser war eiskalt. Wir konnten den Tank besteigen und den Tauchern zugucken. Alle waren erstaunt und fielen schließlich, am Ende dieses ereignisreichen Tages erschöpft ins Bett. Nach dem letzten Frühstück ging es dann auch schon zum letzten Programmpunkt, dem Tree-to-Tee Kletterpark in Duisburg.Die meisten gingen Klettern oder genossen die Sonne vom Boden aus. Alle hatten Spaß und fanden es schade, als es Zeit war, zu gehen. Auf dem Rückweg waren alle traurig, dass die Klassenfahrt zu Ende war. Es war super!“ Herr Branmann hat einige Eindrücke der Schülerinnen fotografisch dokumentiert.

Eins und Eins macht Drei

Veröffentlicht am 28.05.2016

Von dieser Behauptung ließen sich auch die Mareinbergerinnen überraschen, die in diesem Jahr zu den Teilnehmerinnen des zweijährigen AJM (Academie for Junior Managers) Seminars gehören und deshalb zu einem Besuch bei der Sparkasse Neuss eingeladen waren.

Mit diesem mathematischen Ergebnis überraschte Carsten Proebster, Bereichsleiter Organisation in der Sparkasse Neuss, am vergangenen Wochenende die Studierenden der Academy for Junior Managers (AJM) beim Workshop „Unternehmensführung“ im Forum der Sparkasse Neuss. Gleich zu Beginn der Veranstaltung machte er in einem Einführungsinterview mit Marcus Longerich , Bereichsleiter Personal, deutlich, worauf der
Führungsstil in der Sparkasse Neuss abzielt: Nämlich in konstruktiven Gesprächen gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele zu entwickeln, wie eine höhere Zufriedenheit von Kunden und Belegschaft erreicht werden kann. Die Erfahrung hat dabei gezeigt, dass durch die Entwicklung von Ideen im Team deutlich bessere Ergebnisse für ein Unternehmen erzielt werden können als durch die Summierung von Lösungsvorschlägen einzelner Mitarbeiter.
In einem Referat stellte Unternehmensberater und AJM-Dozent Hubert Getz verschiedene Konzepte zur Unternehmensführung vor und erläuterte deren Stärken und Schwächen. Für die Studierenden der AJM wurde an dieser Stelle deutlich, dass es für das erfolgreiche Führen eines Unternehmens kein Patentrezept gibt. Den Studierenden wurde verdeutlicht, dass notwendige Veränderungen häufig am Widerstand der betroffenen Mitarbeiter scheitern. Dabei erarbeiteten die Teilnehmer in Gruppenarbeiten Lösungen, wie ein Change Management erfolgreich durchgeführt werden
kann.
Josef Zanders, Studienleiter der AJM, hält es für wichtig, dass solche Workshops bereits für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe angeboten werden. Die Schüler erhalten „vor Ort“ in den Unternehmen Einblicke in deren Abläufe und lernen, wie durch kritische und zielführende Hinterfragung Entscheidungen getroffen werden. Unser Foto zeigt v. l. Marcus Longerich (Sparkasse Neuss), Carsten Proebster (Sparkasse Neuss), Josef Zanders (AJM) und Hubert Getz (Getz21) mit den Workshop-Teilnehmern.

Wie lernen Kinder sprechen?
Das Phänomen des Spracherwerbs

Veröffentlicht am 22.05.2016

Zum Thema „Wie lernen Kinder sprechen? – Das Phänomen des Spracherwerbs“ hielt Referent Professor Doktor Strätz am 10. Mai 2016 im Forum des Marienberg Gymnasiums einen faszinierenden Vortag im Rahmen Reihe „Kind(er) leben“ des Familienforums Edith Stein.

Der Diplom Psychologe verdeutlichte, dass Spracherwerb ein individueller Prozess ist und dass die jeweiligen Erzieher einem Kind deshalb primär die Möglichkeit eröffnen sollten, selbst sprechen zu wollen. Lernen sei dabei ein aktiver Prozess, der einzig die Leistung des Lernenden bedeute und erfolge Schritt für Schritt. Auf Grund dessen sei es besser, die jeweiligen Fortschritte im Spracherwerb eines Kindes wahrzunehmen und nicht zu fragen, was ein Kind noch nicht kann. Als Sprachförderung genüge es, wenn ein Kind von den Eltern unterstützt wird und selbst Neues erleben und eigene Erfahrung mit Sprache machen kann. Kurz thematisierte Strätz die Vorteile einer zweisprachigen Kindheit. Er ist der Überzeugung, dass ein Kind hierdurch nachhaltig in die Lage versetzt werde, Sprachen und Kulturen wertzuschätzen.

Exkursion in das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald

Veröffentlicht am 22.05.2016

Zoe Antfang und Selma Blaschke berichten von der Exkursion, die sie gemeinsam mit Herrn Meisenberg und Frau Rieks nach Buchenwald unternommen haben:

„Am 07.04.2016 machten wir uns mit 31 Schülerinnen der neunten Klassen und unseren beiden Lehrern auf den Weg nach Buchenwald. In dem ehemaligen Konzentrationslager bei Weimar mussten zwischen 1937 und 1945 insgesamt 266.000 Menschen leben und arbeiten. Über dieses und andere Konzentrationslager hatten wir im Geschichtsunterricht schon viel gehört, jedoch hatte niemand von uns bis dahin eine wirkliche Vorstellung davon, wie schrecklich das Leben und Sterben dort für die Menschen gewesen ist.

Da wir für unsere Exkursion das Angebot einer Jugendbegegnungsstätte genutzt haben, bekamen wir eine spezielle Führung für Schüler und übernachteten in einem ehemaligen SS-Gebäude.
Als wir nach einer sechsstündigen Busfahrt in Buchenwald angekommen waren, bezogen wir zunächst unsere Zimmer. Im Anschluss an eine kurzen Einweisung durch einen Mitarbeiter der Gedenkstätte schauten wir uns zunächst einen dreißigminütigen Film über den damaligen Alltag der Häftlinge an. Anschließend wurden wir zum ehemaligen Bahnhof des Lagers geführt.

Unter grausamen Bedingen wurden die Sträflinge damals in Zügen nach Buchenwald verschleppt. Sie kamen dann oftmals nach einer mehrtägigen Fahrt dort am Bahnhof an und wurden in ihre Lager verteilt.

Anschließend lernte unsere Besuchergruppe das „Große Lager“ kennen. Hier standen damals die Baracken, in denen die Häftlinge leben mussten, das Krematorium, die Krankenstation, eine Arztpraxis und das Desinfektionsgebäude, in dem die Häftlinge desinfiziert und geschoren wurden. Ihre Zivilkleidung mussten sie direkt nach ihrer Ankunft durch Häftlingskleidung ersetzen. Auf diese Weise erhielten wir einen ersten Überblick über das Lager. Jedoch hatten wir an diesem ersten Tag keine Zeit mehr, uns die einzelnen Gebäude genauer anzusehen, da es Zeit für das Abendessen war.

Im Anschluss daran trafen wir uns noch einmal mit unserem Gruppenleiter. Mit diesem haben wir dann das Programm für den folgenden Tag besprochen. Danach hatten wir noch etwas Zeit zur eigenen Verfügung.

Am nächsten Morgen sind wir nach einem gemeinsamen Frühstück zunächst zum Steinbruch gelaufen, in dem die Häftlinge damals unter schlimmsten Bedingungen Zwangsarbeit verrichten mussten. Danach hatten wir die Möglichkeit, uns einzelne Gebäude im Lager noch einmal anzuschauen. Wir schauten uns das Gefängnis für Widerständler, das Krematorium und die Arztpraxis an.

Im Krematorium wurden die Menschen, die im Lager durch die schrecklichen Umstände zu Tode gekommen waren, in Öfen verbrannt. Zuvor wurden den Leichen jedoch ihre Wertgegenstände (z.B Goldzähne) in völlig würdeloser Form entnommen. Im Keller des Krematoriums wurden Häftlinge erhängt. In der „Arztpraxis“ wurden sowjetische Kriegsgefangene unter dem Vorwand, gemessen werden zu müssen, durch die Genickschussanlage getötet. Eine Fotoausstellung dokumentierte durch viele Bilder das Leben im Konzentrationslager.

Nach einer Mittagspause war es uns dann möglich, zwischen verschiedenen Aktivitäten zu wählen. Wir konnten z.B. in der Restaurierungswerkstatt helfen, in der Kunstwerkstatt ein eigenes Bild malen, uns mit einzelnen Biographien von ehemaligen Häftlinge beschäftigen oder uns einfach noch einmal auf dem Gelände umschauen. Nach einem letzten Treffen mit unserem Gruppenleiter, in dem wir uns über unsere Eindrücke und Gedanken an diesem Nachmittages ausgetauscht haben, mussten wir uns leider schon wieder auf den Weg nach Neuss machen.

Der Besuch in Buchenwald war für uns alle sehr bewegend, besonders geschätzt haben wir dabei auch die Möglichkeit, während unseres gesamten Besuches einen offenen Gesprächsraum zu erfahren, der es uns gestattet hat, viele Fragen zu stellen, die uns unser Gruppenleiter dann jeweils ausführlich beantworten konnte.

Frau Rieks hat den Besuch fotografisch dokumentiert.

Werden Sprachkenntnisse überbewertet?

Veröffentlicht am 13.05.2016

Frau Rieks, die gemeinsam mit Frau Severin den diesjährigen Austausch nach Tourcoing begleitet hat, berichtet von Erfahrungen und Überlegungen, die sich damit verbinden:

"Gerade ging er erfolgreich zu Ende, der Tourcoing-Austausch, der 25 Schülerinnen und 2 Lehrerinnen für 5 Tage ans Collège Notre Dame Immaculée (CNDI) nach Nordfrankreich führte (30.04.-04.50.2016). Da eine unter den Schülerinnen verbreitete Redensart davon spricht, dass alles Mögliche überbewertet wird, stellt sich die Frage, ob das auch für Französisch-Sprachkenntnisse gilt.

Nach der Abfahrt im Bus stieg die Stimmung rasch an, was der Musik und dem Film „Willkommen bei den Sch'tis“ zu verdanken war. Der Film wurde in der Nähe von Tourcoing gedreht und zeigt die Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit, die die Deutschen in den nächsten Tagen genießen durften.

Während der Fahrt schauten einige Schülerinnen noch einmal auf das Vokabelblatt, das sie auf den Austausch vorbereitet. Bei den begleitenden Lehrerinnen kam in den nächsten Tagen kein verzweifelter Telefonanruf an, mit dem eine Schülerin um Sprachmittlung bat. Die vorhandenen Sprachkenntnisse haben also ausgereicht! Wenn man sich nicht auf Französisch oder Deutsch verständigen kann, kann man ja immer noch aufs Englische oder auf die Zeichensprache ausweichen.

Die Sprache der Musik erklang – außer auf allen Busfahrten – während der Party am Samstagabend. Die Sprache der Gastfreundschaft drückte sich dort vor allem durch viele Crêpes mit Nuss-Nougat-Crème als Aufstrich aus. Dass diese Sprache noch viel mehr „kulinarisches Vokabular“ enthält, wurde in den nächsten Tagen deutlich, wenn die Schülerinnen ihr Picknick auspackten und vom Abendessen in den Familien erzählten. Die Ausflüge, die mit den Gastfamilien und in der Schülergruppe könnte man im Zweifel auch ohne viel Reden in der Sprache der Gastgeber genießen. Sie führten nach Brügge, an die belgische Küste und nach Lille. Hier gab es auch ausreichend Zeit zum Shopping. Die stolz gezeigten Einkäufe verdeutlichten den Lehrerinnen, dass ihre Schülerinnen die Sprache des Verkaufens und Kaufens gut beherrschen.

Am letzten Vormittag verbrachten die Schülerinnen drei Stunden im Unterricht. Neben der mündlichen Sprache kam hier die Schriftsprache zur Geltung – wobei die Marienbergerinnen allerdings feststellten, dass im Fach Mathematik z.T. eine andere Zeichensprache als an ihrem Gymnasium verwandt wird. Nach einem guten Mittagessen hieß es schon wieder Abschied nehmen. Manche Austauschpartner haben sich versprochen, auch im kommenden Jahr am Tourcoing-Austausch teilzunehmen. Neue Schülerinnen sind ebenfalls immer willkommen. Sie werden feststellen: Sprachkenntnisse kann man gar nicht überbewerten, wobei wir alle glücklicherweise ganz viele Sprachen sprechen."

 

Dreistromland

Veröffentlicht am 10.05.2016

 

Das Dreistromland ist als Kulturraum so alt wie wenige in Europa: Es erstreckt sich vom Rhein bis zur Nordsee, von der Maas bis an die Schelde und hat zur Entwicklung Europas so viel beigetragen, dass es eigentlich nur mit Italien und dem alten Griechenland verglichen werden kann. Es ist heute ein so unauffälliges Land, dass es offiziell gar nicht existiert. Seinen Namen borgt es sich allerdings nicht ohne Selbstbewusstsein, ist doch das große Vorbild Zweistromland als die „Wiege der Zivilisation“ schlechthin berühmt. Das Dreistromland, an dessen östlichem Rand das Gymnasium Marienberg in Neuss sich befindet, wird heute von den Regierungen der Europäischen Union, Deutschlands, der Niederlande, Luxemburgs und Belgiens verwaltet, wobei man bei Letzterem nicht immer sicher ist, ob es gerade eine Regierung hat. Überhaupt ist man sich bei vielem nicht sicher, was die unmittelbaren Nachbarn und Landsleute im Dreistromland angeht. Was wissen wir von Luxemburg, außer dass sich dort angeblich das Geld auf mitunter dubiose Weise versammelt und vermehrt und dass Benzin billig ist? Und was ist erst mit Belgien, diesem merkwürdig diskreten Land, das von sich behauptet „Belgien ohne Belgier“ zu sein, von dem man immer nur hört, wenn es sich wieder selbst abzuschaffen versucht oder zum traurigen Tummelplatz islamistischer Terroristen wird? Ist es nicht erstaunlich, dass ein Land, das sich – von leidvoller Erfahrung geschult – am liebsten unsichtbar machen würde, mit seinen (ehemals) beleuchteten Autobahnen die einzigen menschlichen Bauwerke neben der Großen chinesischen Mauer errichtet hat, die vom Weltall aus zu sehen sind? Ist es nicht erstaunlich, dass ein Land – aus ebendieser leidvollen Erfahrung der Fremdherrschaft und der Okkupation – eine so tiefe Obrigkeitsfeindlichkeit entwickelt hat, dass es den Staat dadurch quasi abschaffte, dass es ihn zum Exzess trieb und ein undurchsichtiges Dickicht aus Regionen, Provinzen und Sprachgemeinschaften schuf? Ist es nicht erstaunlich, dass selbst Belgiens größter kulinarischer Export im Englischen „French fries“ heißt?

 

Schauen wir in die Niederlande, so entdecken wir auch hier hinter den grachtenumsäumten Backsteinfassaden manchen vermeintlichen Widerspruch: Weltoffenheit und Deutschenhass, Puritanismus und Cannabis-Pass, Savoir vivre und Frikandel speciaal. Wenn wir am berühmten Dreiländereck bei Aachen stehen, befinden wir uns also nicht an der Peripherie, sondern stehen gewissermaßen im Zentrum des Dreistromlandes und spüren, dass unsere Heimat eine weitere, oft wenig beachtete Dimension besitzt. Es ist vielleicht die Dimension, die uns insgesamt am meisten mit Stolz erfüllen kann. Es ist das Land Beethovens und Brels, Breughels und Boschs, Rembrandts und Rubens‘, Max Ernsts und Max Bruchs, Karls des Großen und Konrad Adenauers. Dies zu entdecken, zu beschrieben und zu bereisen war Ziel des Projektkurses „Dreistromland“ der Jg. Q1, der das lange Himmelfahrtswochenende zum Anlass nahm, nach Brügge, der Perle Flanderns, zu reisen. Bei strahlendem Sonnenschein präsentierte sich „die Schöne“ von ihrer besten Seite und hatte leichtes Spiel, die Gruppe mit ihrer Atmosphäre zu verzaubern. In von den Schülerinnen vorbereiteten Spaziergängen wandelte man auf den Spuren Georges Rodenbachs oder alter, teilweise schaurig-schöner Volkslegenden durch die mittelalterliche Stadt, in der nichts von dem Kummer und den Ängsten der vergangenen Monate zu spüren war. Zahlreiche Kunstschätze wie der Ursulaschrein des Hans Memling oder die Michelangelo-Madonna wurden wie Edelsteine in einem Schmuckstück aus Stein, Wasser und Himmel besichtigt. Ausflüge ins nahe Knokke und zum Genter Altar in der benachbarten anderen flämischen Kunststadt vervollständigten das Bild vom „plat pays“ Jacques Brels, das mit seiner Mischung aus Melancholie und burgundischer Lebensfreude, Stolz und Bescheidenheit, Germanischem und Romanischem Anlass genug bietet, es durch Reisen und Forschen kennenzulernen.

Michael Köhne

Marienberg fährt zum Altenberger Licht

Veröffentlicht am 10.05.2016

Am 1.Mai 2016 machten sich neun Schülerinnen aus den Klassen 7 bis 9 mit Frau Wöhl, Frau Kauerz und Frau Schmadtke auf zum Altenberger Dom, um von dort das Altenberger Licht nach Marienberg zu holen.

Livia Zidek und Anneke Frommen aus der Jahrgangsstufe 8 berichten von ihren Erfahrungen an diesem sonnigen Tag:
"Wir starteten um 7.15 Uhr vom Neusser Hauptbahnhof mit der Bahn und fuhren bis nach Leverkusen. Von dort aus ging es dann mit dem Fahrrad 15 Kilometer bis zu unserem Ziel.  In Altenberg wartete Frau Deußen schon auf uns. Vor Ort durften wir, bevor die Messe begann, das Gelände rund um den Dom erkunden. Hier war eine Mitmachausstellung zum Thema „Weg der Angst“ aufgebaut. Um 10.30 fing der Gottesdienst an, in dem es ebenfalls um das Thema „Angst“ ging. Der Gottesdienst war sehr schön gestaltet, u.a. durch die musikalische Begleitung eines Jugendchores. Am Ende wurde das Altenberger Licht, welches an der Osterkerze entzündet wurde, an die Gemeinden der anwesenden Jugendlichen ausgesandt. Danach hatten wir eine kurze Mittagpause und machten uns dann auf den 50 Kilometer langen Rückweg nach Neuss. 
Als wir nach ca. 3 1/2 Stunden mit unseren Rädern an der Schule ankamen, wurden wir von Pfarrer Dahlhaus, Schwester Theresia und Frau Dr. Kippels in Empfang genommen und feierten gemeinsam einen kurzen Wortgottesdienst. Zu guter Letzt ließen wir den Tag mit einem leckeren Eis (sponsored by Frau Dr. Kippels) ausklingen.
Uns hat die Fahrradwallfahrt sehr gut gefallen und wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei! Vielen Dank den Lehrerinnen, die uns das ermöglicht haben."