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Wenn auch eine Schule zunächst immer eine Zweckgemeinschaft ist, so soll im Miteinander an einer kirchlichen Privatschule doch nicht nur eine organisatorische, sondern auch eine Glaubensgemeinschaft erlebbar werden. Prägend ist deshalb die Begegnung mit Jesus Christus, aus dem die Schule lebt und zu dem sie hinführen will, wobei sie seiner Einladung im Evangelium folgt: „Kommt alle zu mir ... und lernt von mir„(Mt 11,28f.). Er steht in der Mitte der Schulgemeinschaft als der eigentliche Lehrer; von ihm sollen Lehrer, Eltern, Ordensschwestern, Angestellte und Schüler gleichermaßen das Leben lernen. So gilt für alle, was der hl. Augustinus einmal im Blick auf sein Bischofsamt formuliert hat: „Wir sind euch von diesem Platz aus Lehrer, aber unter dem einen Lehrer sind wir in dieser Schule alle zusammen Mitschüler„ (Augustinus, Psalmenkommentar zu Ps 126).
 

Die Schulgemeinde ist keine in sich abgeschlossene Gemeinschaft, sondern Teil der großen Glaubensgemeinschaft der Kirche. Darum gehört zum Schulleben ein Mitleben mit der Kirche, vor allem durch die Mitfeier des Kirchenjahres. Damit der Glaube von Schülern erfahren werden kann, muss er vorgelebt und gefeiert werden. Von daher gewinnt die wöchentliche Schulmesse einer jeden Jahrgangsstufe, die Teil des Stundenplanes ist, einen besonderen Stellenwert, weil hier der Einzelne hörbar und spürbar Jesus Christus in Wort und Sakrament begegnet und durch die Verbundenheit jedes Einzelnen mit Christus die eine Gemeinschaft entsteht und wächst. Am Anfang und am Ende des Schuljahres steht ein gemeinsamer Gottesdienst der ganzen Schulgemeinde.
 

 

 
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