Berufsorientierung an der Schule Marienberg
Seit 24 Jahren gibt es an der Schule Marienberg Berufsorientierung. Auch mit „BO“ abgekürzt, wird dieses Angebot der Schule Marienberg bereits seit zwei Jahren neben Herrn Kettler auch von Studienrat Ralf Oedinghofen und Studienrätin Alexandra Reitze mit organisiert. Das gilt für „Großveranstaltungen“ wie z.B. den Berufsinformationstag wie auch für die Alltagsarbeit.
Seit einem Jahr gibt es an der Schule Marienberg das Berufsorientierungsbüro – auch BOB genannt – mit einem umfassenden Beratungs- und Informationsangebot. Konzipiert und entwickelt von Ralf Oedinghofen, ist es heute das „Aushängeschild“ der Berufsorientierung an unserer Schule.
Die Feuerschutzbestimmungen machten es notwendig, in einer neuen Form den Schülerinnen Aushänge, Informationen und vor allem Hefte und Broschüren zugänglich zu machen. Mit dem BOB mobil steht ein fahrbarer „Laden“ zur Verfügung. Er steht den Schülerinnen in den großen Pausen am Dienstag und Mittwoch jeder Woche in der Eingangshalle „im Weg“. Unübersehbar. Zweimal in der Woche steht auch einer der Berufsorientierungslehrer am BOB mobil. So können Schülerinnen unkompliziert eben mal ein paar Fragen loswerden, einen Beratungstermin vereinbaren oder sie bekommen auch mal etwas in die Hand gedrückt, was sie vielleicht mitzunehmen übersehen hätten. Mit anderen Worten: Das BOB mobil drängt sich den Schülerinnen auch ein Stück auf.
Alexandra Reitze ist für die Berufsinformationstage in unserer Schule zuständig, den bislang 12. BIT im November 2010 hat sie verantwortlich vorbereitet und durchgeführt, mit einer Rekordbeteiligung an Berufspraktikern (58) und einer Rekordzahl an Schülerinnen (über 300).
Auch der BO-Unterricht in der 9. Klasse (für jede Klasse ein Schulhalbjahr eine Unterrichtsstunde) ist ihr Metier. Hier werden die Schülerinnen bereits intensiv auf die Aufgabe der eigenen Berufswahl vorbereitet. Ein Besuch im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur in Mönchengladbach gehört ebenso dazu wie auch die Berufswahlmappe. Die Berufswahlmappe ist ein Ordner, den die Schülerinnen in der 9. Klasse erhalten und der Materialien zur Studien- und Berufswahl enthält. Bis zum Abitur ist dieser Ordner ein steter Begleiter und „Bewahrer“ der zahllosen Zettel, Broschüren, Notizen, aber auch Bescheinigungen und Zertifikate, die die Schülerinnen im Laufe ihrer Schulzeit sich erarbeiten.
Ganz wichtig ist der ständige Kontakt zwischen den BO-Lehrern und den Schülerinnen: Neben zahlreichen e-Mails, die die Schülerinnen ab der Oberstufe mit Informationen rund um die BO erhalten, können sie Fragen per e-Mail an die BO-Lehrer richten (neuerdings auch über die Internetseite der Schule in der Rubrik „Hier und Heute“). Viele Schülerinnen nutzen dies, um ihre Berwerbungsschreiben und Lebensläufe „testen“ zu lassen. Sie erhalten nach kurzer Zeit ihre Bewerbungsunterlagen mit meist zahlreichen Veränderungsvorschlägen zurück. Die Inhalte der e-Mails an die Schülerinnen werden von allen drei BO-Lehrern erarbeitet und verschickt.
Überhaupt stellt die Internetseite der Schule Marienberg für die Schülerinnen immer mehr BO-Informationen bereit. Neu ist neben einem Veranstaltungskalender auch eine umfangreiche Liste mit Links, die die Schülerinnen nutzen können, um sich selbstständig Informationen für ihre Studien- und Berufswahl beschaffen zu können. Ralf Oedinghofen und Alexandra Reitze organisieren den Internetauftritt der BO.
So vielfältig das Informationsangebot der Schule ist, so wichtig ist gleichzeitig die Möglichkeit für die Schülerinnen, eine kompetente Beratung in der Schule zu haben. der für die Schule Marienberg zuständige Berufsberater der Arbeitsagentur – Herrn Dr. Ricken – ist einmal im Monat einen ganzen Vormittag in der Schule und berät Schülerinnen im Halbstundentakt. Diese Einzelberatungen finden im BOB statt, das mit zwei Internet-Computern und Fachliteratur keine technischen Wünsche offen lässt.
Für Beratungen steht auch Herr Kettler zur Verfügung. Als ausgebildeter Berufsberatungslehrer verfügt er über langjährige Beratungserfahrung und steht Schülerinnen auch kurzfristig zu kurzen wie auch längeren Gesprächen zur Verfügung. Im Jahresdurchschnitt kommt er auf über 200 Beratungsgespräche.
Seit 1987 gibt es die Berufsorientierung an der Schule Marienberg. Im Laufe der Jahre veränderte sich das Angebot für die Schülerinnen immer wieder. Neue Interessen der Schülerinnen, Veränderungen der Arbeitswelt und neue Berufe, aber vor allem die Möglichkeiten des Internets machten ständige Änderungen und Neuerungen notwendig.
Das jüngste Beispiel für diese ständige Veränderungsbereitschaft der Berufsorientierung in der Schule Marienberg ist die „BIST“. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der Veranstaltungstitel „Basis-Informationen zum Studium“. In Gruppen zu je 25 Schülerinnen werden diese über Bachelor- und Masterstudium sowie die Zulassungsverfahren und –bedingungen der Universitäten und Hochschulen informiert. Start dieser Veranstaltungen ist am 18. Februar 2011.
Und für die Zukunft wird auch geplant: Das BOB plant auch ein „duales Orientierungspraktikum“ für die Oberstufenschülerinnen. Dual heißt hier: Eine Woche Studium an einer Uni oder Fachhochschule und anschließend wenigstens eine Woche ein dazu passendes Praktikum in einem Betrieb, um die praktische Seite eines Berufs kennen zu lernen. Den Aufbau dieses Angebotes hat Frau Reitze in die Hand genommen.
Die Berufsorientierung an der Schule Marienberg stellt sich mit immer neuen Konzepten den Herausforderungen, ohne jedoch das Bewährte voreilig über Bord zu werfen. Dafür sorgt die Mannschaft „an Deck“.
Alexandra Reitze Ralf Oedinghofen Horst Kettler
02. März 2011 |