Start Kontakt Sitemap

Aktuelle Informationen

10.12.2017

Dr. Elfriede Schmitz-Keil

Christin - Querdenkerin - Engagierte Schulleiterin
Einladung zur Gedenkmesse am Freitag, den 10. November 2017,
in St. Quirin um 8.10 Uhr

Dr. Elfriede Schmitz-Keil

Christin - Querdenkerin - Engagierte Schulleiterin

 

Einladung zur Gedenkmesse am Freitag, den 10. November 2017, in St. Quirin

um 8.10 Uhr

 

Zu einer Zeit, als Monoedukation verpönt war, noch niemand das Wort „Exzellenzinitiative“ im Mund führte und die Reflexion christlicher Werte für das Gelingen unseres gesellschaftlichen Miteinanders überflüssig erschien, trat Dr. Elfriede Schmitz-Keil als Leiterin des Gymnasiums Marienberg äußerst erfolgreich für genau diese Eckdaten eines überzeugenden und gelingenden pädagogischen Ansatzes ein.

Die aus der Eifel stammende Pädagogin durchlief die ersten Stationen ihrer Ausbildung in Schule, Studium und Referendarzeit in kürzester Zeit und wurde aufgrund ihrer früh erkennbaren Hochbegabung nach ihrer Promotion als Cusanus Stipendiatin sowie einer verkürzten Referendarzeit direkt Fachleiterin und schon bald Hauptseminarleiterin und stellvertretende Seminarleiterin des Studienseminars Düsseldorf. Dort hat sie nicht nur Professor Schreckenberg, den damaligen Leiter des Seminars beeindruckt, sondern auch viele Generationen von werdenden Lehrern entscheidend geprägt. Sie gehörte zu den seltenen Ausbildern in diesem Bereich, denen es gegeben ist, höchste Qualitätsansprüche einzufordern und diese zugleich in eigener Person einzulösen. Sie wurde damit an entscheidender Stelle zum Multiplikator einer qualitätsorientierten Lehrerausbildung und wirkte auch bildungspolitisch über ihre Mitarbeit in verschiedenen Gremien wie z.B. der Richtlinienkommission in Soest mit.

Diese Authentizität bei der gelingenden Übereinstimmung von Anspruch und eigenem Handeln prägte dann auch entscheidend ihr Handeln als Schulleiterin des Gymnasiums Marienberg.

Sie überführte das damalige Gymnasium der Schwestern vom armen Kinde Jesus in die Trägerschaft des Erzbistums Köln, erkannte sofort die entscheidenden Vorteile einer monoedukativen Förderung von Mädchen und jungen Frauen, entwickelte ein Modell zur Förderung besonders begabter junger Menschen und verband ihre Arbeit nachhaltig mit einer Orientierung an christlichen Werten. Ihre Arbeit war überzeugend geprägt von einer herzlichen, jeder einzelnen Schülerin zugewandten Haltung - so kannte sie beispielsweise jede einzelne ihrer Schülerinnen mit Namen - und war für viele Eltern entscheidende und hilfreiche Gesprächspartnerin in Situationen, in denen diese pädagogischen Rat und Hilfe suchten.

Sie führte - für ihr Umfeld erstmalig - ein sogenanntes Springer-Modell ein, das die Optionen von G9 und G8 klug miteinander verbindet, indem Schülerinnen, denen das Lernen besonders leicht fällt, Unterstützung beim Sprung von der Jahrgangsstufe 10 in die Jahrgangsstufe 11 erhalten haben und damit zugleich die Verpflichtung eingegangen sind, sich sozial bei der Begleitung von Mitschülerinnen, denen das Lernen schwerer fällt, zu engagieren. Ein Modell, das das Gymnasium Marienberg auch in der aktuellen Diskussion um G9 und G8 vertritt. Dahinter steht der wichtige, im Kern christliche Gedanke, dass Verantwortung nur derjenige nachhaltig und überzeugend übernehmen kann, der es gelernt hat, auf seine Mitmenschen und deren Bedürfnisse zu achten und diese zu unterstützen.

Unter der Leitung von Frau Dr. Schmitz-Keil wurde das Gymnasium Marienberg in Neuss für Mädchen und junge Frauen zur ersten Wahl. Dr. Schmitz-Keil hat in ihrer Zeit als Leiterin der Schule im Rhein Kreis Neuss ebenso bildungspolitisches Handeln und bildungspolitische Diskussionen nachhaltig geprägt, nicht zuletzt über ihre Artikel in diversen Zeitungen.

Sie blieb „ihrer“ Schule auch über die Pensionierung hinaus verbunden und hat zuletzt die Schulgemeinschaft auf ihrer Schiffs- und Domwallfahrt nach Köln, die anlässlich des 160-jährigen Schuljubiläums stattfand, begleitet.

 

Auch Msgr. Assman, Oberpfarrer von St. Quirin, spricht seine tiefe Trauer darüber aus, in Dr. Schmitz-Keil ein hochkompetentes Vorstandsmitglied der Stiftung Kinderheim St. Anna verloren zu haben und Josef Burdich, ihr Nachfolger als Leiter der Schule Marienberg, äußert im Namen aller Kollegen, die Frau Dr. Schmitz-Keil als Schulleiterin erfahren durften, seine überaus große Dankbarkeit für ihren vorbildlichen und nimmermüden pädagogischen Einsatz am Marienberg und seine Hochschätzung angesichts ihres gelebten authentischen Glaubenszeugnisses. 

 

An Schülerinnen, Kollegen und Eltern ergeht die  Einladung zur Gedenkmesse am Freitag, den 10. November 2017,

in St. Quirin um 8.10 Uhr.

 

Zurück

 

 

Schulabteilung