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10.12.2017

Ilja Trojanow begegnen

Neuss liest.....Ilja Trojanow begegnen

Ilja Trojanow begegnen

Neuss liest.....

 

 

Rosa von Lobenstein, eine Marienbergerin aus einem des diesjährigen Deutsch-Leistungskurse der Q2, berichtet von der Begegnung mit einem Autor, der seine Zuhörer ganz offensichtlich überzeugen konnte: 

„Am 29.09.2017 hatten die Deutsch Lk Kurse der Q2 des Gymnasium Marienbergs die Chance, den Bestseller-Autor Ilija Trojanow in der Stadtbibliothek Neuss im Rahmen einer Vorlesung uns einer anschließenden Werkstattgespächs kennen zu lernen. 

Der weit gereiste Autor behandelt in seinem bekannten Werk "Die Welt ist groß und die Rettung lauert überall" , aus dem er vorlas, seine eigenen Fluchterfahrungen als Kind, die ihn von Bulgarien über Italien nach Deutschland geführt haben.  

Wir hatten im Anschluss daran die Möglichkeit, ihm Fragen zum Prozess des Schreibens von Büchern im allgemeinen und ebenso direkt zu seinem Werk zu stellen. Als besonders interessant empfanden wir dabei die Passagen, in denen Trojanow über die Entstehung seiner Werke gesprochen hat. Dabei musste er sich lachend eingestehen, dass er selbst die Handlung vieler seiner Bücher nicht mehr kennt und nur noch grob sagen kann, worum es in ihnen geht. Ein weiterer interessanter Aspekt des Gesprächs mit dem Autor war seine Sicht als ehemaliger Flüchtling auf die aktuelle politische Auseinandersetzung mit den seit 2015 verstärkt in Europa einreisenden Flüchtlingen. Dabei ging er darauf ein, dass es falsch sei, die Probleme der Bürger auf die angesprochene "Flüchtlingskrise" zu projizieren. Es sei richtig, zu helfen und viele vermeintliche Problemstellungen, die einige Menschen im Ansturm der Flüchtlinge sähen, seien leicht widerlegbar. Ein drittes großes Thema unseres Werkstattgesprächs war die Frage nach Bezügen zwischen seinem Buch und der Verfilmungs dieses Buchs. Uns interessierte dabei die Frage, inwiefern er mit der Verfilmung seines Buches zufrieden ist. Darauf antwortete er, dass einem Film, der fast einen Oscar erhalten hätte, wenig entgegen gebracht werden könne. Ihm sei der Prozess der Verfilmung und der damit verbundene Aufwand jedoch zu groß gewesen.

Es war schön zu erleben, wie ernsthaft und direkt Trojanow auf alle Fragen eingegangen ist . Dabei lieferte er jeweils anschauliche Beispiele und setzte sich durch Gegenfragen direkt mit den Schülerinnen auseinander. Insgesamt war das Werkstattgespräch für alle Beteiligten eine humorvolle und interessante Veranstaltung. Wir waren beeindruckt von Ilija Trojanows Lebensgeschichte, seiner Art und Weise, seine Werke zu formulieren und davon, diese in ihren autobiografischen Bezügen erkennen zu können.“

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