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Konzert im Quirinus Münster

Ein großartiges Konzert, das die Herzen der Zuhörer unmittelbar berührte....

1918-2018          100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs

 

Eine musikalische Meditation

 

Am vergangenen Sonntag Abend durften die Zuhörer des großartigen Konzerts, das Chor und Orchester unserer Schule im Quirinus Münster gaben, unmittelbar eintauchen in Kompositionen, die – einstudiert unter der Leitung von Michael Köhne und Arno Zimmermann – durchgehend einen Bezug zu dem Rahmenthema des Abends hatten, dem in diesem Jahr genau einhundert Jahre zurückliegenden Ende des ersten Weltkriegs.

Dabei wurde deutlich, dass die mitwirkenden Schülerinnen bei ihrer vorhergehenden Reise nach Flandern, die mit dem Besuch verschiedener Gedenkstätten und einiger der großen dortigen Soldatenfriedhöfe ebenso wie mit ihrer Teilnahme am Le Post in Ypern verbunden gewesen war, zu einem vertieften Verständnis der existenziellen Fragen von Leben und Tod gefunden hatten. Der Abend wurde auf diese Weise zu einer bewegenden Vergegenwärtigung der Erfahrungen von Abschied, Leid, Zerstörung und Sinnlosigkeit ebenso wie der menschlichen Hoffnung auf Trost und Gnade.

 

Vielleicht kann gerade die Musik dem modernen Menschen, der so häufig nicht mehr in traditionellen Glaubensformen beheimatet ist, Wege eröffnen, die ihm sonst verschlossen erscheinen? So verweist das Programmheft des Abends die Zuhörer auf die Tatsache, dass Fauré, der Komponist des Requiems, das im zweiten Teil des Konzertabends zur Aufführung gelangte, von sich selbst – einem Teilnehmer des ersten Weltkriegs - zwar einerseits bekannt hat, dass ihm „allein der Glaube fehlt“ und doch zugleich davon schreibt, dass „alles (…) in seinem Requiem zu finden“sei...

Arno Zimmermann formuliert dies so: „Wie kann ein Mann so inspiriert und überzeugend die jenseitige Schönheit visionieren, dem „allein der Glaube fehlt“? Es ist wohl ewig menschlich, dass eine solche Frage ohne plausible Antwort bleiben muss, vielleicht auch keiner bedarf. „Alles...ist in meinem Requiem zu finden.“ Suchen und Fragen, insbesondere das Finden bleiben letzten Endes lebenslanger Prozess und zutiefst persönlich. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich an dieser Stelle abschließend meinen eben ganz persönlichen Eindruck dieser letzten Takte schildern möchte: wenn mich scheidend von dieser Welt eines Tages solche Klänge und Stimmen erwarten sollten, darf ich dieser Stunde allein aus musikalischen Gründen ohne Furcht entgegen sehen.“

 

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Schulabteilung