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10.12.2017

Tourcoing-Austausch
Das Überraschungspaket

Eigentlich sollte es keine Überraschung mehr sein, dass Schülerinnen, die bei einem Frankreich-Austausch teilnehmen, ein ganzes Überraschungspaket „buchenˮ. So war es auch beim Austausch mit dem Collège Notre Dame Immaculée, der vom 20.-25.05.2017 siebenundzwanzig Marienbergerinnen nach Tourcoing führte. Am Bus stellten die Schülerinnen fest, wer sie in die Nachbarstadt von Lille begleiten würde: Außer Frau Rieks war das in diesem Jahr zu aller Überraschung Herr Meisenberg.
Zwar kannten (fast) alle Schülerinnen ihre Austauschpartner schon, denn die correspondants aus Nordfrankreich haben Neuss im vergangenen Herbst besucht. Aber die zwölf- bis vierzehnjährigen Mädchen stellten sich noch viele Fragen: Wie leben die Familien? Wie sehen die französischen Häuser aus? Was machen wir an den fünf Tagen? Mag ich das Essen? Bin ich die ganze Zeit nur mit Franzosen zusammen oder sehe ich auch die anderen deutschen Schülerinnen? Und reichen meine Französisch-Kenntnisse, damit ich mich verständlich machen kann?
Vor Ort war dann die Überraschung recht groß, als die deutschen Mädchen merkten, dass die Backsteinhäuser in Nordfrankreich von außen zuweilen hässlich aussehen, innen aber großartig eingerichtet sind. Dass Toilette und Badezimmer getrennt sind, blieb bis zum letzten Tag gewöhnungsbedürftig - ebenso wie für manche Schülerinnen das Essen. Allgemeine Aussagen kann man darüber nämlich nicht treffen, denn die Ernährungsgewohnheiten unterscheiden sich von Familie zu Familie. So bekamen die, die sich auf sechsgängige Abendessen gefreut haben, auch Fastfood - und umgekehrt. Und wenn man auf Französisch erklärt bekam, was man am Sonntag machen würde, und schon Angst hatte, allein mit der französischen Familie zu sein, dann traf man auch die eigenen Freundinnen. Aber auch allein unter Franzosen konnte man sich auf einer Geburtstagsparty sehr gut amüsieren, wobei sich Sprachkenntnisse als hilfreich erwiesen. Außerdem halfen Französischkenntnisse, wenn man mit den Austauschpartnern lachen oder im Unterricht am französischen Collège mitbekommen wollte, worum es gerade ging.
Das größte Überraschungspaket bot das Wetter. Im Gegensatz zu dem, was von Nordfrankreich bekannt ist (häufiger Regen, Wind, kühle Temperaturen), wurden alle am Austausch Beteiligten mit warmem, sonnigem Frühlingswetter beglückt. Einmal mehr hatte die Wettervorhersage getäuscht, so dass die beiden Ausflüge unter einem guten Vorzeichen standen. Der erste bot ein wunderbares Programm: Hochseil-Klettern in den Bäumen von Guînes, über den Ärmelkanal bis zu den Kreidefelsen von Dover schauen am Cap Gris Nez, mit den Füßen in der schon recht warmen Nordsee planschen, Eis essen in Wissant - das hat allen gut gefallen. Am nächsten Tag begeisterte auch die Stadt Lille die Schülerinnen, die hier eine Stadtrallye erfolgreich absolvierten, sich durch die Stadt führen ließen, Merveilleux (kleine Köstlichkeiten aus Sahne und Meringue mit verschiedenen Geschmäckern) genossen und Macarons sowie Souvenirs kauften. Eine letzte Überraschung bescherten manche Gastfamilien ihren Gästen, als sie sie am Schluss mit typisch französischen Kleinigkeiten beschenkten und dabei auch an die deutschen Eltern dachten. Viele Schülerinnen dankten der französischen Deutschlehrerin für die Organisation und freuen sich schon auf den Austausch im nächsten Jahr - was nach den vielen positiven Erlebnissen allerdings keine Überraschung ist….

 

Annette Rieks, Französischlehrerin

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