|
Besinnungstage– über 180 Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 sind von Montag bis einschließlich Donnerstag bei den alljährlich stattfindenden Besinnungstagen in Altenberg.
Ein Meer von 180 Kerzen erleuchtete am Dienstag Abend den Altarraum des Altenberger Domes bei den Besinnungstagen , wenn sich in den späten Abendstunden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 10 des Gymnasiums Marienberg dort zu einem Nachtgebet einfanden. Für jede Teilnehmerin brannte eine Kerze im ansonsten fast dunklen Kirchenraum. Es wurde etwas spürbar von der Atmosphäre, die hier geherrscht haben muss, als sich noch jede Nacht Mönche zum Chorgebet in der Erwartung des neuen Tages einfanden. Der Gottesdienst war einer der Höhepunkte der Besinnungstage . Bereits 2005 wurde auf Anregung der Schülerinnen ein neues Konzept für diese Tage entwickelt. Sehr engagiert beteiligte sich eine große Zahl von Lehrern an der Planung und Durchführung. Die Koordination übernahm Schulpfarrer Martin Kürten. Unter dem Leitwort“Gottsuche, Sinnsuche“ ging es in sechs thematischen Gesprächsrunden um die Frage nach der Gegenwart Gottes in unserem Leben und der prägenden Kraft des Glaubens im Alltag. An den Nachmittagen suchten die Schülerinnen in einer Reihe von Projektgruppen nach einem kreativen Ausdruck ihres persönlichen Glaubens.
Wenn sich die Schülerinnen im Denkmal des XX. Weltjugendtages zur Fotografie einfinden, äußert sich die in Altenberg greifbare, entspannte, freundliche Atmosphäre mit dem Blick nach oben.
Foto:O.Gruschka
|
|
Zum Labyrinth
In Erinnerung an den XX. Weltjugendtag im Erzbistum Köln wurde das Labyrinth errichtet.
Papst Johannes Paul II. , Begründer der Weltjugendtage, bezeichnete die Jugendlichen der Welt anlässlich des XVII. Weltjugendtages in Toronto 2002 als Baumeister einer neuen Zivilisation der Liebe und der Gerechtigkeit. Der Tag des sozialen Engagements am 12. August 2005 griff im Rahmen der Begegnung in den Deutschen Diözesen im Vorfeld des XX. Weltjugendtages diesen Gedanken auf. Bundesweit fanden zahlreiche Sozialprojekte statt, von denen symbolisch Steine nach Köln gebracht wurden, die beim Bau dieses Labyrinths Verwendung fanden.
Am Bau des Labyrinths waren Jugendliche aus katholischen Einrichtungen dr Jugendsozialarbeit in NRW beteiligt. Wegen seiner historischen und gegenwärtigen Bedeutung für die katholische Jugend Deutschlands wurde Altenberg als Standort für dieses Denkmal gewählt.
Das Labyrinth ist., mittelalterlicher Tradition folgend, kein Irrgarten. Vielmehr führt der eine Weg zur Mitte hin.Im Durchschreiten des Labyrinths nähet sich der Pilger immer mehr der Mitte, die für Christus steht, auch wenn er durch die Wegführung subjektiv mitunter den Eindruck gewinnt, sich der Mitte zu entfernen. Si ist das Labyrinth ein Symbol des Lebens des Menschen, der unterwegs zu Gott ist.
Die religiösen Aspekte mit den Oberthemen „Gottsuche“ und „Sinnsuche“ fächern sich konkreten Unterthemen auf, die Gottsuche in der Gemeinschaft der Kirche, Gottfinden im Gebet , im Nächsten und in der Natur in kleinen Gruppen erarbeiten. Hierzu stehen unterschiedliche Referenten zur Verfügung, die in kleinen Zeiteinheiten Gesprächsgruppen bilden.
Die Einheit „ Gott finden im Gebet“ wird von den Schwestern des Klosters Kreitz gestaltet. Sie bringen hierbei die Erfahrungen ihres eigenen Lebens ein, was der Kopflastigkeit entgegenwirkt. Frau Küpper, die bereits 20 Jahre lang Erfahrungen in Pflegeeinrichtungen sammeln konnte und in den Pfarren Dreikönigen und Pius als Gemeindereferentin gearbeitet hat deckt den Themenbereich des sozialen Engagements ab. Hier finden Begegnungen der Schülerinnen mit alten Menschen statt. Die Einheit „Warum ich froh bin, Christ zu sein“, wird von Frau von Heeremann , Mutter einer Marienberg Schülerin erarbeitet. Pfarrer Kürten spricht über die Gottsuche in der Kirche, Texte zu lesen lehnt er aber kategorisch ab, dies werde schließlich in genügendem Maße in der Schule praktiziert, er setze auf persönliche Erfahrungen, die rege ausgetauscht werden sollen.
Wenn es um die Geschichte des Altenberger Domes gehe, bilde er , so Pfarerr Kürten, mit Schulleiter Josef Burdich ein Team.
Projektgruppen an den Nachmittagen greifen Bibelstellen auf, die die Schülerinnen bewegen, um sie mit modernsten Medien neu ins Bild zu setzen. Hierbei werden so Projektleiterin Frau Schneider, illustrierende Fotografien erstellt, die in der Abschlussmesse über einen Beamer präsentiert werden. Singen wie die Mönche ist ein Projekt des Chorleiters Michael Köhne, der zwar selber kein Mönch sei und auch die Schülerinnen werden wohl keine Mönche werden, aber Altenberg sei eben ein Mönchskloster gewesen, so werde eben, so Köhne, Gregorianischer Choral gesungen und man begebe sich auf die Spuren der Hildegard von Bingen. Sie sei eine der wichtigen Komponistinnen des Mittelalters gewesen. Meditationsübungen, das Tanzen von Psalmen, die Beschäftigung mit Gedichten über Liebe und Glaube und der Versuch biblische Gebete im Musikstudio aufzubereiten sind neben einem Kunstprojekt, das sich auf die Spuren des Paradieses begibt ein Teil der nachmittäglichen Veranstaltungen.
Olaf Gruschka
Foto:O.Gruschka |