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Marienbergerinnen pilgerten nach Köln
Foto: O.Gruschka28 Erzbischöfliche Schulen sandten eine Abordnung von 3000 Schülerinnen und Schüler nach Köln zur Domwallfahrt. Sie repräsentierten 36000 Erzbischöfliche Schülerinnen und Schüler. Das Gefühl, „wie gut es ist, wenn man nach einem langen Weg endlich am Ziel ist, haben nicht nur die Heiligen Drei Könige auf der Suche nach dem neugeborenen König der Welt empfunden, sondern auch die Marienberger Schülerinnen, die sich mit Schulleiter Josef Burdich und ihren Klassenlehrern auf den Weg machten.
Mit Jerusalem, Rom und Santiago de Compostela sei Köln dank der Heiligen Drei Könige „zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte des christlichen Westens geworden“ - das hat Benedikt XVI. den Kölnern beim Weltjugendtag 2005 ins Stammbuch geschrieben. Durch eine alljährliche Domwallfahrt soll das Bewusstsein für diesen geistlichen Schatz verstärkt werden. Vielleicht ist Köln auch ein wenig das deutsche Rom und dahin wallten die Schülerinnen und Schüler der Erzbischöflichen Schulen am 28.09.06. Wie sich die Wallfahrt in den nächsten Jahren entwickeln wird, kann sicherlich erst mit zeitlichem Abstand benannt werden, weil sich Erfahrungen nicht konstruieren lassen.
Katholische Schulen sind „in“. Diese Ansicht begründet sich nicht nur in der Nachfrage, die an allen Erzbischöflichen Schulen in jedem Jahr deutlich höher liegt als die Aufnahmemöglichkeiten. Es ist immer auch die praktizierte Schulgemeinschaft, die ein Miteinander von Lehrern und Schülern erfahrbar werden lässt. Nicht gilt es, die auf einem Minimalkonsens beruhenden Richtlinien im Fach Religion unreflektiert zu übernehmen, sondern deutliche Akzente, nicht nur in der theoretischen Reflexion über Glaubensinhalte, sondern im praktischen Glaubensvollzug zu setzen. Neben der wöchentlichen Schulmesse erleben die Schüler den Spannungsbogen des Kirchenjahres und gewinnen im Laufe der Zeit die Erkenntnis, dass die Eucharistiefeier das Zentrum des christlichen Glaubens ist. Man erlebte Wallfahrer, die angesichts des gotischen Bauwerks den Blick hoben und Überblick zeigten. Denn hin und wieder muss man den Blick heben, um über die irdische, menschliche Wirklichkeit hinaus auf die göttliche Verheißung eines wartenden, friedliebenden Gottes zu blicken. Die erlebbare, gute, würdige Stimmung versprach, dass viele versuchen werden, die Welt, in der sie leben besser zu machen, nach dem Evangelium zu leben. Spürbar wurde auch, dass Schülerinnen stolz darauf waren, an Gott zu glauben.
Foto:O.Gruschka
Schülerinnen leben nicht aus ihrer Selbstverwirklichung, sie brauchen verlässliche Vorbilder, sie können sich nicht selbst umarmen. Sie brauchen den anderen, das Miteinander und ein Ziel, so Schulleiter Josef Burdich. Er führt weiter aus, dass der Weltjugendtag 2005 etwa 1 Million Menschen in Köln zusammengeführt habe und viele haben in diesen Tagen erlebt, mit ihrem Glauben nicht allein zu stehen, sondern zu einer großen, weltweiten Gemeinschaft zu gehören. Das habe auch den Glauben des Einzelnen gestärkt. Die Erzbischöflichen Schulen zeigten Flagge, die eigens für diese Domwallfahrt und künftige Zusammenkünfte angefertigt wurden. Jede der 28 Schulen hatte ihre eigene Flagge, hinter der sich die Schulgemeinde versammelte und ein Ganzes bildete. Die zukünftig jährlich stattfindende Domwallfahrt hatte Erzbischof Joachim Kardinal Meisner am 6. Januar 2006, dem Festtag der Heiligen Drei Könige, in einem Gottesdienst angekündigt. Die erneuerte Domwallfahrt nimmt die positiven Erfahrungen des Domjubiläums 1998 und des Weltjugendtages 2005 auf. Die Idee der Domwallfahrt ist nicht neu. Spätestens mit der Ankunft der Reliquien der drei Weisen im Jahr 1164 trat Köln in die Reihe der abendländischen Wallfahrtsorte; seitdem kommen die Menschen in die Domstadt. Sie machen sich, wie einst die Weisen, auf den Weg, um Christus zu finden. Wie jene im Stern ein Zeichen Gottes erkannten, sollen auch die Pilger von heute Gottes Nähe in ihrem Leben erfahren. Darum zu beten, dafür aufmerksam zu werden und sich darüber zu freuen, ist Sinn und Ziel der Domwallfahrt. Gegen 14.00 Uhr erreichten die Schülerinnen ihr Marienberg.
O.Gruschka
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