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 Soziales Engagement und die Clara Fey Hilfe

  

Seit 25 Jahren besteht die Clara Fey Hilfe. Das ist Grund genug, um einen kleinen Rückblick zu halten.
Auf Einladung der Schwestern vom armen Kinde Jesus in Kolumbien, flog in den Osterferien 1982 eine rund 20-köpfige Gruppe von Lehrkräften unserer Schule und Angehörigen, begleitet von der Direktorin, Schwester Maria Lioba, nach Bogotá. Damals war die Kongregation Trägerin unserer Schule, und so standen wir in Kontakt mit den Schwestern, die seit 1938 in Kolumbien waren und sich dort für arme und sozial gefährdete Kinder und Jugendliche engagierten.
Neben Ausflügen zu landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten dieses interessanten Landes, lag der Schwerpunkt unseres Besuches darauf, die verschiedenen Wirkungsstätten unserer Schwestern intensiv kennen zu lernen. Untergebracht waren wir imKlostergebäude des Colegio Santa Clara, das von den Ordensschwestern bereits 1946 für die Bildung und Erziehung benachteiligter Mädchen gegründet worden war. Die im Zenrum Bogotás gelegene Schule wurde 1982 von Kindern aus dem Mittelstand besucht, deren Eltern Schulgeld bezahlten. Diese Schule ist bis heute die einzige Einrichtung der Schwestern, die finanziell nicht gefördert werden muss. Schülerinnen des Colegio Santa Clara werden auch daraufhin ausgebildet, dass sie in anderen sozialen Institutionen Hilfe leisten und damit soziale Verantwortung übernehmen.
 
Im Laufe unseres Aufenthaltes besuchten wir einige Einrichtungen, die auf ständige finanzielle Hilfe angewiesen sind. Wir waren beeindruckt von dem 1958 gegründeten Zentrum Sagrado Corazón, in einem von Bogotás Armenvierteln, Belén, wo Kinder vom Säuglingsalter bis zum Schulalter von den Schwestern liebevoll betreut, unterrichtet und mit der nötigen Nahrung versorgt werden. Wir waren sehr angetan von der Atmosphäre dieser Grundschule und Tagesstätte, in der die munter und zugleich diszipliniert wirkenden Kinder, alle in der gleichen, hübschen und sauberen Kleidung, sich offenbar wohlfühlten. Bei unseren Besuchen in den 1982 bestehenden vier Einrichtungen ( neben der oben erwähnten, das Instituto Clara Fey in Bosa, mit einem technischen Zweig, das Instituto Andres Fey, mit einer Handelsschule, ebenfalls in der Nähe von Bogotá gelegen und schließlich das Instituto Clara Theresia in Monterredondo, einem Bergdorf in der Ostkordillere, mit einer Landwirtschaftsschule für Jungen und Mädchen ) knüpften wir Kontakte mit den Kindern, die sich offen und zutraulich zeigten. Wir bekamen auch Einblick in ihre familiären und häuslichen Verhältnisse, so zum Beispiel in den Wellblechhütten von Bosa und den ärmlichen Behausungen rund um Monterredondo. Diese starken Eindrücke, ergänzt durch Informationen von Seiten der Schwestern, ließen uns den Entschluss fassen, nach unserer Rückkehr die Arbeit der Schwestern an den Kindern dauerhaft finanziell zu unterstützen und einen Verein zu gründen, der diese Hilfe in die Tat umsetzte und gewährleistete.
In der Sitzung vom 29.12.82 wurde der Verein Clara Fey Hilfe e.V. gegründet, nachdem man die Satzungen vorher festgelegt hatte. Die Gründungsmitglieder waren Frau Kohl, Herr Hombergs, Herr Geismann, Frau Langkamp ( Vorstand ) sowie Schwester Maria Lioba, Schwester Caritas, Frau Krome, Herr Mauer , Frau Bruscha. ( Kuratorium ). Im Laufe der 25 Jahre erweiterte sich der Kreis der Mitglieder und Spender. Mitglieder aus dem Kollegium fungieren als Multiplikatoren unter ihren Kolleginnen und Kollegen und Schülerinnen. Im Zuge ihrer Aktivitäten entstand vor einigen Jahren die Bogotá-AG der Schülerinnen. Alle zusammen leisten durch verschiedene Aktionen während des Schuljahres ( durch Bazar, Sponsored –Walk, Schulfest, Musikveranstaltungen, Erntedankfest, besondere Messen, Verkauf von Kuchen und selbstgefertigten Gegenständen, Schreibwaren, Briefmarken etc. ) einen wichtigen Beitrag zu dem beachtlichen jährlichen Spendenaufkommen, das ohne Abzüge den dankbaren Schwestern zugute kommt. In den 25 Jahren haben wir durch unsere Spenden die Arbeit der Schwestern in zusätzlich gegründeten Kinderhorten ( in Supía, 1988, in Pereira, 2003 und in Cazucá, 2005 ) unterstützt. Diese Neugründungen waren aufgrund der unverändert schwierigen politischen Situation in Kolumbien notwendig. Viele Menschen werden von der Guerilla von ihren kleinen Grundstücken vertrieben, müssen alles zurücklassen und leben nun zum Beispiel in Cazucá, einem Armenviertel im Süden von Bogotá.
Mit den finanziellen Mitteln der Clara Fey Hilfe können die Schwestern vom armen Kinde Jesus bedürftige und sozial gefährdete Kinder und Jugendliche in den verschiedenen Einrichtungen meist ganztägig versorgen und betreuen, ihnen Wissen vermitteln, und ihnen eine menschliche und christliche Formung mit auf den Weg geben. Für unsere tatkräftige, regelmäßige und notwendige Unterstützung, die letztlich ein Zeichen christlicher Verantwortung ist, sind die Schwestern dankbar und bringen dies in ihren Schreiben wiederholt zum Ausdruck.
25 Jahre Clara Fey Hilfe, das bedeutet 25 Jahre Engagement für sozial schwache Kinder und Jugendliche, ganz im Sinne der Ordensgründerin Clara Fey.

 

                                                                                                        

Margot Bruscha



 



Wie die Schulchronik ausweist, hat es an der Schule Marienberg schon immer ein Engagement der Schulgemeinde in caritativer Hinsicht gegeben. Waren es zunächst nicht näher zu bestimmende Missionssammlungen, die regelmäßig in den Jahres-berichten Erwähnung finden, so häuften sich die Zuwendungen an Geld- und Sach-spenden zugunsten der apostolischen Dienste der Schwestern vom armen Kinde Jesus, die seit den Dreißiger Jahren ihre Projekte in Südamerika aufgenommen hatten. An-fang der Achtziger Jahre bildete sich aus dem Kreis der aktiven und ehemaligen Lehrer von Marienberg eine größere Gruppe, die den eingetragenen Verein „Clara Fey Hilfe e.V.„ mit Sitz in Neuss gründete. Laut Satzung hat der Verein den ausschließ-lichen Zweck, den Orden der Schwestern vom armen Kinde Jesus bei seinen caritativen und schulischen Aufgaben im Dienst an armen Kindern zu unterstützen. Die Gemeinnützigkeit ist durch das Finanzamt Neuss (zuletzt Verz. Nr. 188 vom 4. 12. 1997) wegen Förderung Bedürftiger als mildtätigen Zwecken dienend bestätigt, der Verein somit zu den in § 5 Abs. 1 Nr. 9 KStG bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen gehörig anerkannt worden.

 
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