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Oberin des Ordens von Armen Kinde Jesu - Schwester Angelika Hrabowski

Sehr geehrte Festgäste, sehr geehrte Frau Himmels, sehr geehrter Herr Burdich,
 
es ist für mich eine Freude, heute als Vertreterin unserer Ordensgemeinschaft zu diesem denkwürdigen Jubiläum sprechen zu können und Ihnen im Namen unserer Generaloberin unsere Grüße zu überbringen. Nicht nur wir Schwestern ‑ wir alle sehen mit großer Freude: Das Werk unserer Ordensstifterin Clara Fey hat mit Gottes Hilfe in dieser Schule 150 Jahre Frucht getragen. Wir wissen, die Bildungsarbeit in dieser Schule ist nach unserem Ausscheiden aus der Verantwortung als Schulträger im Januar 1991 nicht nur im Geist des Evangeliums fortgeführt worden, sondern hat in ihrer weiteren Entwicklung ‑dank der klugen und außerordentlich engagierten Leitung der Schule ‑ alle Hoffnungen weit übertroffen. Unsere besondere Dankbarkeit und Hochachtung gilt in diesem Zusammenhang Frau Dr. Schmitz‑Keil. Ihr schulden wir, dass die konfessionelle Rückbindung im täglichen Leben der Schule neu verstanden und überzeugend und zeitgemäß wiederbelebt wurde.
 
Für die nächsten Jahrzehnte wünschen wir Schwestern beiden Schulen, dass ihnen gelingt, was unsere Ordensstifterin stets angestrebt hat: Jedem jungen Menschen mit Liebe und fürsorglicher Beständigkeit den Weg zu zeigen. Das Anliegen Clara Feys war es, Jugendlichen vorzuleben, dass der Mensch sich nicht selbst genügen, sich auch nicht selbst überschätzen darf, ohne dass er Schaden erleidet. Heranwachsende Menschen für bestimmte Berufe fit zu machen, war ihr zu wenig. Sie hat durch ihr Leben und Wirken darauf hingewiesen, dass eine katholische Schule in der Nachfolge Christi steht. Dies bedeutet für die Lehrerinnen und Lehrer einer katholischen Schule, sich mit aller Kraft für die anvertrauten jungen Menschen einzusetzen, ihnen durch die Fürsorge und Liebe, die sie in der Begegnung mit ihren Lehrerinnen und Lehrern erfahren, Vertrauen auf Gottes Gegenwart in dieser Welt zu schenken. Clara Fey wusste, dass Jugendliche es nur so lernen, unbeirrt und hoffnungsfroh ihren Weg zu gehen, nicht nur sich selbst in den Mittelpunkt ihres Handelns und Denkens zu stellen" sondern sich für die Belange anderer Menschen verantwortlich zu wissen und sich für sie einzusetzen.
 
Allen Lehrerinnen und Lehrern, die an beiden Schulen unterrichten, wünsche ich, dass sie Vorbilder und Wegweiser bleiben in dieser Zeit, die sich in so vielen Bereichen orientierungslos und verwirrt zeigt. Ich wünsche ihnen, dass sie in ihrer Bildungsarbeit stets um solide Fachgerechtigkeit bemüht bleiben, dass es ihnen gelingt, über die einzelnen Fachdisziplinen hinaus Bezüge herzustellen, die die humane Dimension der Unterrichtsgegenstände für Schülerinnen sichtbar werden lässt.
 
Ein solches Lernen führt zur Bescheidenheit und lässt wahrhaft gebildete Menschen heranwachsen.
 
Ich wünsche allen, die an den beiden Schulen unterrichten und allen Schülerinnen, die die Schulzeit dort verbringen, viel Erfolg und Gottes Segen und ein gutes Gelingen ihres Lebens.
   

 
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