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Das Schulfest
150 Jahre Gymnasium Marienberg

Gruschka.Kardinal

Das Schulfest
Wir sind Marienberg – seit 150 Jahren
 
Die Schulgemeinde, Schülerinnen, Eltern und LehrerInnen und Freunde des Gymnasiums Marienberg feierten Samstag, den 27,10.2007  in der Zeit von 9.00 Uhr – 14.00 Uhr ein Schulfest mit der Präsentation der Ergebnisse der vorgelagerten Projekttage, das bereits zwei Tage zuvor seinen Auftakt in einem Vortrag der ehemaligen Marienberg Schülerin, Prof. Dr. Ursula van Rienen zum Thema „Mädchen und Naturwissenschaften fand.
 
 
Tags darauf erinnerte das Erzbischöfliche Gymnasium Marienberg mit einer umfangreichen Jubiläumsfeier im Zeughaus  an seine Gründung vor 150 Jahren.
„Hätten sich die Stadtväter nicht Anfang des 19. Jahrhunderts für die Errichtung einer „Schulanstalt für Töchter aus den höheren und mittleren Ständen“ eingesetzt und hätten sich nicht Aachener Ordensschwestern um 1856 bereit erklärt, die Leitung zu übernehmen - die stimmungsvolle Feier am Freitagabend hätte nicht stattgefunden“, so Klaus.D. Schumilas von der NGZ am 27.10.2007.
Vor einem geladenen Publikum im Zeughaus verdeutlichte Prälat Gerd Bachner, warum sich das Erzbistum Köln eigene Schulen leiste: „Um darin die christlichen Grundwerte zu Erziehungszielen zu formulieren und sie als Richtschnur den Lehrern ans Herz zu legen.“ Seine Ausführungen korrespondierten mit der Thematik, dieKardinal Joachim Meisner in seiner Predigt am Samstagmorgen im zelebrierten Pontifikalamt zu den drei Grundsätzen einer christlichen Pädagogik äußerte: Vertrauen an einer katholischen Schule bedeute, es dürfe keine hoffnungslosen Fälle geben. Kein Schüler dürfe jemals aufgegeben werden. Die Schülerinnen haben das Recht, geführt zu werden. Die Lehrperson habe die Pflicht zu führen und es gelte, den Wert der Treue zu betonen.
Die LehrerInnen sollen ihre Schülerinnen lieben, sich aber nicht Liebkind machen. Im weiteren Verlauf seiner Rede zeichnete Prälat Gerd Bachner, Leiter der Hauptabteilung Schule im Erzbistum den schwierigen Weg der Schule Marienberg von den Anfängen bis zum heutigen, modernen, erfolgreichen und anerkannten Mädchen-Gymnasium nach.
Mittelpunkt der offiziellen Feier im Zeughaus war die Festansprache des Schulleiters Josef Burdich zum Thema : „ Moralpädagogik im Wandel“, die er im Angesicht des immerwährenden Rufes nach einer Werteerziehung einer historisch-kritischen Betrachtung unterzog. Erziehung, die sich eine Wertevermittlung zum Ziel gesetzt habe, müsse immer von einer umfassenden und allgemeinen Bildung auf anspruchsvollem Niveau gekennzeichnet sein. Sie müsse ebenso von vorbildhaften Persönlichkeiten geprägt sein , die diese Bildung vermitteln, so Direktor Josef Burdich.. Schwester Angelika Hrabowski sprach für den ehemaligen Träger der Schule, die Schwestern vom armen Kinde Jesus. Sie wisse, dass die Bildungsarbeit an dieser Schule nach ihrem Ausscheiden aus der Verantwortung als Schulträger im Januar 1991 nicht nur im Geist des Evangeliums fortgeführt worden sei, sondern in ihrer weiteren Entwicklung weit übertroffen worden sei. Besondere Dankbarkeit und Hochachtung gelte, so Schwester Angelika Hrabowski, in diesem Zusammenhang der ehemaligen Direktorin, Frau Dr. Elfriede Schmitz-Keil. Ihr schuldeten wir, dass die konfessionelle Rückbindung im täglichen Leben der Schule neu verstanden und überzeugend und zeitgemäß wiederbelebt wurde.
 
Für das kulturelle Rahmenprogramm einer abwechslungsreichen Jubiläumsfeier sorgten Marienberg-Schülerinnen mit gelungenen Darbietungen in Gesang, Tanz, Theater und Orchester.
Im Anschluss trafen sich alle Beteiligten zu Gesprächen bei einem Imbiss im Foyer des Zeughauses. Hier wurde die umfangreiche Jubiläumsedition des Gymnasiums Marienberg präsentiert, die Schulleiter Josef Burdich Kardinal Joachim Meisner am nächsten Tag, Samstag, 27.10. im Gymnasium Marienberg überreichte. Dieser erklärte, sie mit Freude und gespannt lesen zu wollen.   Er komme, so der Kardinal, sehr gerne zu Marienberg, weil die Marienberger zu feiern verstehen.
 
In der Projektwoche hatten sich die Schülerinnen mit historischen, aber auch mit Themen der Jetztzeit auseinandergesetzt. Neben Sprachen, bildender und darstellender Kunst spielte natürlich die Musik und auch die Naturwissenschaft eine wichtige Rolle beim Schulfest. Eigentlich brachte jeder Fachbereich einen Beitrag zum Thema „wir sind Marienberg“ Der Fachbereich Sport fesselt mit Fußball-Projekten, historischem Turnen und Aerobicprojekten große Teile der Schülerschaft. Andere Projekte sorgen für das leibliche Wohl. Neben Tapas, Waffeln, Würstchenbude, Fruchtcocktails und Sandwiches wurde auch Kochen nach Aspicius vom Lateinkurs der Jahrgangsstufe 13 angeboten. Bücherzelte, Hörspiele und Theateraufführungen verpflegten den Geist.
 
Die Naturwissenschaft bauten historische mit Experimenten gespickte Stationen ihres empirischen Tuns auf, die von den Besucherströmen durchschritten werden konnten
 
Olaf Gruschka
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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