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..Foto.O.Gruschka.Ministerin.Sommer.Foto: O.Gruschka

„Das Foto zeigt Anna Carthaus, Schülerin der 13. Klasse des Gymnasiums Marienbergs, die aus der Hand der Ministerin für Schule und Wissenschaft nachträglich eine Urkunde für im letzten Jahr erbrachte Leistungen überreicht bekommt. Anna hat im vergangenen Jahr am Certamen Carolinum, einem sehr anspruchsvollen Oberstufenwettbewerb im Fach Latein, mit sehr großem Erfolg teilgenommen und sich sogar für die Endrunde in Aachen qualifizieren können.

 Als Anerkennung für ihre dort und im Laufe eines Jahres erbrachten Leistungen bekam Anna den Preis des Ministeriums für Schule und Wissenschaft zuerkannt. Dabei handelt es sich um einen Geldpreis.
 
Ministerin Sommer nahm sich viel Zeit, um mit Anna über das Gymnasium Marienberg und Annas berufliche Zukunftspläne zu sprechen.
 
Wofür hat Anna letztlich diesen Preis erhalten?
Es waren in drei Wettbewerbsrunden unterschiedliche Leistungen, in denen sie die Jury überzeugt hat:
 - Sie hat zunächst einen interessanten, niveaureichen Essay verfasst, in dem sie den antiken Mythos von Pygmalion mit der Hollywood-Verfilmung „Pretty Woman“ in vergleichende Beziehung setzte. Damit wurde die Aktualität der Antike demonstriert.
 - Sie hat in einer klassischen Klausurrunde ihre souveräne Sprachkompetenz bewiesen.
 - Sie hat in einem mündlichen Vortrag zu einem selbst gewählten Thema darüber nachgedacht, ob vor zweitausend Jahren Kaiser Augustus auch einen Friedens-Nobelpreis erhalten hätte, wäre damals eine derartige Belobigung bereits ersonnen worden. Motiviert zu dieser kontrovers diskutierbaren Fragestellung wurde sie durch die Verleihung des Friedens-Nobelpreises an den vor einem Jahr neu gewählten amerikanischen Präsidenten Barack Obama.
Auch mit der Wahl dieses Themas hat Anna gezeigt, dass die humanistische Antike keineswegs eine ferne Vergangenheit darstellt, die einen lediglich musealen Reiz für einige wenige bildungsbürgerlich ambitionierte konservative Mitmenschen bietet, sondern für eine adäquate Einschätzung von politisch wie kultur-historisch aktuellen Fragestellungen präzise Diskussionsgrundlagen bereithalten kann, eine andere Perspektive gegenwärtig relevanter Aspekte anbietet und - da klassisch - stets allgemeingültige und bedenkenswerte Antworten bereithält.“
 
Sabine Exner-Scholz
 
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