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Der Schulsanitätsdienst an Marienberg
Nachdem von 1999 bis 2002 bereits ein Schulsanitätsdienst am Gymnasium Marienberg aktiv war, gaben 2005 drei ehemalige Marienbergerinnen und aktive Malteser Helferinnen den Anstoß, diese Einrichtung nach drei Schuljahren Abstinenz wieder ins Leben zu rufen.
Nach der Planung des Projekts wurden Herr Burdich, damals stellvertretender Schulleiter, der Schulsanitätsdienst der Malteser vorgestellt, gemeinsame Ziele konnten abgesteckt und die „Starterlaubnis“ erteilt werden.

Song „Werde doch ein Sanitäter“: Interpret „Die Zimmermädchen“, Arrangement Arno Zimmermann
Zunächst wurden im November 2005 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 in vier Kursen zu Ersthelfern ausgebildet. Nach den Weihnachtsferien folgte dann für interessierte Schülerinnen ein Lehrgang erweiterter Erste Hilfe und ein Seminar „Schulsanitätsdienst“.
In diesem Ausbildungsprogramm lernten die Schülerinnen nicht nur Maßnahmen bei Notfällen, sondern auch den Umgang mit medizinischem Material sowie erste Hilfsmaßnahmen bei Alltagskrankheiten wie grippalen Infekten, Magendarm- und Fiebererkrankungen.
Die Schulsanitäterinnen organisieren die Betreuung und Behandlung von in der Schule plötzlich erkrankten Schülerinnen und Lehrern, deren Abholung und in schlimmeren Fällen auch die Alarmierung des Rettungsdienstes. Jeweils zwei bis drei Schülerinnen im Team sind für organisatorische Fragen wie z.B. Dienstplangestaltung, Materialpflege und – verwaltung sowie Kontakt zwischen Schulleitung und Schulsanitäterinnen verantwortlich.
Warum überhaupt Schulsanitätsdienst?
Es ereignen sich jährlich etwa 1,5 Mio. Schulunfälle, die aufgrund ihrer Schwere eine Arztkonsultation erforderlich machen. Die Zahl kleinerer Verletzungen liegt hingegen wesentlich höher. Der Schulsanitätsdienst bietet die einfachste Möglichkeit, in einer solchen Situation die erforderliche, schnelle und richtige erste Hilfe zu leisten. Schulsanitäter übernehmen als ausgebildete und sachkundige Ersthelfer die Erstversorgung des Verletzten, alarmieren den Rettungsdienst bei schwerwiegenden Notfallsituationen und Lebensgefahr und organisieren die Betreuung erkrankter Personen in der Schule.
Durch die Mitarbeit im Schulsanitätsdienst lernen die Schülerinnen darüber hinaus auch den verantwortungsvollen Umgang mit Sachwerten, da die für den Schulsanitätsdienst benötigten Materialien einen hohen Wert haben und die Schülerinnen diese pfleglich behandeln und eigenständig verwalten müssen. Die Sicherheit an der Schule wird gesteigert, da Unfall- und Gefahrenquellen erkannt und gezielt beseitigt werden können. Die im Schulsanitätsdienst tätigen Schülerinnen können im Schulleben als Vorbilder dienen, da durch ihren Einsatz beispielsweise Hemmschwellen gegenüber Kranken und Hilfsbedürftigen abgebaut werden.
Die Schulsanitäter übernehmen Verantwortung für ihre Mitschüler und Lehrer und erlernen somit Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein. Durch den Schulsanitätsdienst wird bei den Schülern die Bereitschaft zum Helfen und Handeln als bedeutender Wert im gesellschaftlichen Miteinander vermittelt und dauerhaft gefördert.
Im Februar dieses Jahres konnten unter organisatorischer Leitung von Herrn Zimmermann 15 neue Schülerinnen nach erfolgreich absolvierter Ausbildung und Prüfung in den Räumlichkeiten der Neusser Malteser zum Marienberger Schulsanitätsdienst dazu stoßen, so dass im laufenden Schuljahr und darüber hinaus ein Team von ungefähr 20 Schülerinnen in dieser Tätigkeit zur Verfügung steht. Ein an Schülerinnen und LehrerInnen der Schule gerichtetes aktuelles Informationsschreiben zur Art der Kontaktaufnahme mit den Schulsanitäterinnen im Notfall und auch darüber hinaus ist im geschützten Bereich der Homepage einzusehen. 

Lea van Terwingen/Arno Zimmermann
 
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