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Neue Mensa fürs Marienberg
VON KLAUS D. SCHUMILAS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2011 aus der NGZ
Neuss (NGZ) Gymnasium und Berufskolleg Marienberg haben gestern die neue Mensa und das Forum in der Cretschmarhalle eröffnet. Die Gestaltung am Hafenbecken I geht weiter: Ein Investor will die "Waterfront" umsetzen.
Sollten Schülerinnen des Marienberg-Gymnasiums sich fragen, warum sie gerade diese Schule besuchen – seit gestern haben sie die Antwort: Mit der Inbetriebnahme der neuen Mensa und des Forums in einem Teil der ehemaligen Cretschmarhallen ist der katholischen Mädchen-Schule und dem Berufskolleg ein (architektonisches) Meisterstück gelungen. Den fast 2000 Schülerinnen wird eine Umgebung für ihr Mittagessen geboten, wie sie in der Region wohl einzigartig ist.
"Wir haben die Backstein-Fassade zur Batteriestraße hin erhalten, auch als Schallschutz, zum Hafen erfolgt die großzügige Öffnung des Gebäudes", beschreibt der Neusser Architekt Oliver Ingenhoven. Die Wände im Inneren sind mit großen Aluminium-Elementen verkleidet, es dominieren die Farben Grau und Rot. Rund 400 Sitzplätze stehen täglich zur Verfügung. Das Besondere: "Alles ist flexibel", sagt Ingenhoven. Je nach Anforderung, zum Beispiel für Konzerte, Abi-Feiern oder Versammlungen, können alle Einrichtungsgegenstände schnell abgebaut werden. Zudem sind weitere mobile Wände vorhanden oder können eingezogen werden. Die Schülerinnen, die als erste den Mensabereich zum gestern kostenlosen Mittagessen stürmten, waren jedenfalls sichtlich beeindruckt.
Das galt auch für die Älteren: Sie können Freistunden im eigenen schicken Oberstufen-Café bei Muffins, belegten Brötchen, Kaffee und kalten Getränken verbringen. "Ein idealer Rückzugsraum", befand Wilhelm F. Thywissen, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Marienberg. Er zeigte sich mit dem Ergebnis der Planung sehr zufrieden. "Es ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben." Mensa und Forum sollen vor Ostern in einer "Festwoche" gewürdigt werden.
Das Marienberg-Forum ist der erste sichtbare Auftakt der Neu- und Umgestaltung des westlichen Uferbereiches des Hafenbeckens I. Die Veränderungen werden dort nun zügig vorangehen. Klaus Harnischmacher, Chef der Stadthafen GmbH, nannte gestern den 1. April als Termin für den Beginn der Bauarbeiten für den neuen Hafenkopf (an der Pegeluhr). Parallel soll die Uferpromenade, die an der Rückseite des Marienberg-Forums zum UCI-Kino führt, gestaltet werden.
Auch die futuristischen Planungen für die "Waterfront" nehmen Fahrt auf: "Wir sind in Verhandlungen mit einem Investor. Der sucht derzeit nach interessierten Mietern", so Harnischmacher. Die "Waterfront" mit einem imposanten Kopfgebäude ist eine Idee von Oliver Ingenhoven. Der Investor hat zugesagt, diese Pläne im Prinzip so umsetzen zu wollen. "Bis zum 31. März hat er eine Erklärungsfrist", sagt Harnischmacher. Die Baugenehmigung der Stadt für dieses Vorhaben liegt jedenfalls vor. Die Entwicklung am Hafen begann 2006 mit dem neuen (roten) "Haus am Pegel" und soll mit der "Waterfront" ihren krönenden Abschluss erreichen.