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Marienberg-Forum in Betrieb genommen

Scherenschnitt - Brücke zum Forum eröffnet© Foto: Olaf GruschkaScherenschnitt - Brücke zum Forum eröffnet
aus der WZ, 12.Januar 2011

Vielzweckraum bietet auf 1500 Quadratmetern Platz für Mensa, Feste und Konzerte.

Neuss. Seit Dienstag ist am Erzbischöflichen Gymnasium und am Berufskolleg Marienberg das Marienberg-Forum in Betrieb. In dem Neubau sollen für die Schüler bis zu 800 Essen am Tag gekocht werden. Aber auch Veranstaltungen sollen hier stattfinden. Durch eine 40 Meter lange Brücke über der Batteriestraße ist das Forum mit der Schule verbunden. Die Stiftung Marienberg hat sich das Großprojekt rund 5 Millionen Euro kosten lassen. Gut investiertes Geld, findet nicht nur Wilhelm Thywissen, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung, denn der Vielzweckraum sei weit mehr als Mensa oder Aula. Diskussionsforen, Theaterveranstaltungen, Konzerte, Schulfeste, Oberstufenpartys und anderes mehr seien in Zukunft denkbar.

Bis zu 800 Essen am Tag sollen in der Mensa ab sofort ausgegeben werden.

Das letzte Hochwasser in diesem Bereich sei zwar vor 16 Jahren gewesen, doch man wisse ja nie. „Die Bausubstanz würde jedes Hochwasser unbeschadet überstehen", sagt Thywissen überzeugt.

In der Mittagspause sollen mit dem Gongschlag künftig bis zu 800 Essen ausgegeben werden. Marienberg sei zwar keine Ganztagsschule, aber es gebe lange Unterrichtstage, die eine ausreichende Mittagsverpflegung notwendig mache, so Thywissen. Entsprechende Kapazitäten seien notwendig, weil man nicht wie in einer normalen Kantine Essen über zwei, drei Stunden ausgeben könne, sondern mit 400 Gerichten kalkuliere, die zeitgleich über die Theke gehen müssten, um den Schulalltag zu gewährleisten.
Perforierte Blechverkleidung garantiert optimale Akustik

Der Bau, ehemals Teil der Cretschmar-Hallen, ist rund 55 Meter lang, 16 Meter breit und neun Meter hoch. Er vereint auf einer Nutzfläche von 1500 Quadratmetern Bereiche wie Garderobe, Küche, Oberstufencafé, Ruhezone und den eigentlichen Vielzweckraum. Eine perforierte Blechverkleidung an den Wänden garantiert die Akustik der widersprüchlichen Angebote – vom Mittagessen bis zum klassischen Konzert.Bei größeren Veranstaltungen können die klappbaren Tische in einem mobilen Container verstaut werden. Das Forum bietet bei Konzerten Raum für 1500 Die Umsetzung des ambitionierten Projekts stelle für die Schule die einzige Möglichkeit dar, sich auszudehnen. Mit zirka 1500 Schülerinnen am Erzbischöflichen Gymnasium und weiteren 400  auf der Handelsschule habe es dringenden Erweiterungsbedarf gegeben.

web.forum.011© Foto: Olaf Gruschka

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Neue Mensa fürs Marienberg

VON KLAUS D. SCHUMILAS - zuletzt aktualisiert: 12.01.2011 aus der NGZ

Neuss (NGZ) Gymnasium und Berufskolleg Marienberg haben gestern die neue Mensa und das Forum in der Cretschmarhalle eröffnet. Die Gestaltung am Hafenbecken I geht weiter: Ein Investor will die "Waterfront" umsetzen.

Sollten Schülerinnen des Marienberg-Gymnasiums sich fragen, warum sie gerade diese Schule besuchen – seit gestern haben sie die Antwort: Mit der Inbetriebnahme der neuen Mensa und des Forums in einem Teil der ehemaligen Cretschmarhallen ist der katholischen Mädchen-Schule und dem Berufskolleg ein (architektonisches) Meisterstück gelungen. Den fast 2000 Schülerinnen wird eine Umgebung für ihr Mittagessen geboten, wie sie in der Region wohl einzigartig ist.

"Wir haben die Backstein-Fassade zur Batteriestraße hin erhalten, auch als Schallschutz, zum Hafen erfolgt die großzügige Öffnung des Gebäudes", beschreibt der Neusser Architekt Oliver Ingenhoven. Die Wände im Inneren sind mit großen Aluminium-Elementen verkleidet, es dominieren die Farben Grau und Rot. Rund 400 Sitzplätze stehen täglich zur Verfügung. Das Besondere: "Alles ist flexibel", sagt Ingenhoven. Je nach Anforderung, zum Beispiel für Konzerte, Abi-Feiern oder Versammlungen, können alle Einrichtungsgegenstände schnell abgebaut werden. Zudem sind weitere mobile Wände vorhanden oder können eingezogen werden. Die Schülerinnen, die als erste den Mensabereich zum gestern kostenlosen Mittagessen stürmten, waren jedenfalls sichtlich beeindruckt.

Das galt auch für die Älteren: Sie können Freistunden im eigenen schicken Oberstufen-Café bei Muffins, belegten Brötchen, Kaffee und kalten Getränken verbringen. "Ein idealer Rückzugsraum", befand Wilhelm F. Thywissen, stellvertretender Vorsitzender der Stiftung Marienberg. Er zeigte sich mit dem Ergebnis der Planung sehr zufrieden. "Es ist so geworden, wie wir es uns vorgestellt haben." Mensa und Forum sollen vor Ostern in einer "Festwoche" gewürdigt werden.

Das Marienberg-Forum ist der erste sichtbare Auftakt der Neu- und Umgestaltung des westlichen Uferbereiches des Hafenbeckens I. Die Veränderungen werden dort nun zügig vorangehen. Klaus Harnischmacher, Chef der Stadthafen GmbH, nannte gestern den 1. April als Termin für den Beginn der Bauarbeiten für den neuen Hafenkopf (an der Pegeluhr). Parallel soll die Uferpromenade, die an der Rückseite des Marienberg-Forums zum UCI-Kino führt, gestaltet werden.

Auch die futuristischen Planungen für die "Waterfront" nehmen Fahrt auf: "Wir sind in Verhandlungen mit einem Investor. Der sucht derzeit nach interessierten Mietern", so Harnischmacher. Die "Waterfront" mit einem imposanten Kopfgebäude ist eine Idee von Oliver Ingenhoven. Der Investor hat zugesagt, diese Pläne im Prinzip so umsetzen zu wollen. "Bis zum 31. März hat er eine Erklärungsfrist", sagt Harnischmacher. Die Baugenehmigung der Stadt für dieses Vorhaben liegt jedenfalls vor. Die Entwicklung am Hafen begann 2006 mit dem neuen (roten) "Haus am Pegel" und soll mit der "Waterfront" ihren krönenden Abschluss erreichen.

 
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