Chemie-Olympiade
30.04.12 - Das Gymnasium Marienberg stellt kontinuierlich Teilnehmerinnen für den Wettbewerb, die es meist bis in die zweite Runde schaffen und im Fall von Sonja Babel sogar bis in die 3. Runde.
Das Hohenloher Figurentheater im Gymnasium Marienberg
Das kalte Herz
3 Fotografien: Olaf Gruschka
Das Märchen „Das kalte Herz“ entführt uns in den tiefen Schwarzwald, vorbei an dunklen Tannen, schwarzen Tälern und kauzigen Waldgeistern. Peter Munk ist der Sohn einer verarmten Witwe und verdient seine spärlichen Groschen als Köhler in diesem dunklen Tannenwald. Von finanziellen Sorgen gepeinigt glaubt er, seine geliebte Liesbeth, das schönste Mädchen der Umgebung, nur zur Frau nehmen zu können, wenn er reich und angesehen ist. In seiner Not sucht er Hilfe beim geheimnisvollen Glasmännlein, das er mit einem Zauberspruch herbeiruft. Zwei Wünsche werden ihm erfüllt. Von seinem Glück geblendet, sehnt er sich nur nach schnödem Mammon, Tanz und Spiel.Wie unvernünftig er gehandelt hat, muss Peter bald erkennen. Doch ein weiterer Waldgeist weiß ihm zu helfen: Der riesige Holländer-Michel, der in einem schaurigen Tal in Sturmnächten als böser Zauberer sein Unwesen treibt, schlägt ihm ein Geschäft vor.
Er nimmt Peters schlagendes Herz und tauscht es gegen eins aus Stein. Der Köhler-Junge lebt ab sofort ohne finanzielle Probleme, aber auch ohne Glück und Liebe. Einsam und erkaltet verzehrt ihn die Sehnsucht nach seiner Liesbeth und am Ende wünscht er sich nichts sehnlicher als sein schlagendes Herz zurück?
Die Figuren aus Wilhelm Hauffs Märchen werden in der farbenprächtigen Inszenierung durch Johanna und Harald Sperlich mit großen Hand- und Stabpuppen zum Leben erweckt. Die aufwändige Bühnenausstattung, die Musikuntermalung und die den Charakteren der Figuren sowie der jeweiligen Situation angepassten Gewänder runden dieses außergewöhnliche Theatererlebnis ab.
Am Mittwoch, dem 15.02.2012, besuchte das Hohenloher Figurentheater das Marienberg Gymnasium und führte der Jahrgangsstufe 8 das Stück ,,Das Kalte Herz‘‘, nach einem Märchen von Wilhelm Hauff, vor.
Das Märchen spielt im Schwarzwald des 18. Jahrhunderts und handelt von Peter Munk, einem armen Kohlenbrenner der denkt , dass er das Mädchen in das er verliebt ist, nur beeindrucken kann wenn er reich und angesehen ist. Deshalb ruft er mit einem Zauberspruch das Glasmännlein, von dem er zwei Wünsche erhält.
Diese benutzt er allerdings nicht sehr vernünftig und sucht daraufhin beim einem anderen Geist nach Hilfe.
Dieser Geist, der Holländer-Michel, überredet ihn dazu sein Herz gegen eines aus Stein zu tauschen. Wie vom Holländer-Michel versprochen, ist Peter daraufhin bald sehr vermögend, aber auch kalt, herzlos und ohne Liebe. Letzten Endes erkennt Peter selbst, dass man nicht durch Geld und Ansehen glücklich wird, sondern durch Liebe, Freundschaft und einem guten Herzen.
Das Stück kam aufgrund der teilweise witzigen aber auch zum Nachdenken anregenden Dialoge bei den Schülerinnen und den Lehrern gut an.
Beim Betreten der Schulaula wurde man augenblicklich von einem Duft nach den Tannen des Schwarzwaldes empfangen, der zusammen mit Musik im Hintergrund und dem Gemurmel der Schülerinnen eine gespannte Stimmung zauberte. Obwohl es ein Puppentheater war, war es für jede Altersstufe ein amüsantes Schauspiel.
Die mit Liebe gestalteten Puppen, das aufwändige Bühnenbild und zahlreiche Spezialeffekte, wie die Schüsse eines Jägers oder einer Feuerfontäne, machen das Theaterstück zu einem sehenswerten Schauspiel für jedermann. Was das Theater allerdings wahrhaft einzigartig macht, sind die Puppenspieler Johanna und Harald Sperlich, die mit wahrer Leidenschaft und Liebe ihrer Arbeit nachgehen.
All dies, macht das Stück und ebenso das Figurentheater zu einem empfehlbaren und sehenswerten Erlebnis.
Videomitschnitt: Das kalte Herz in der Aula des Gymnasiums Marienberg mit freundlicher Genehmigung des Hohenloher Figurentheaters http://www.hohenloher-figurentheater.de/ Video: O.Gruschka
Zur Aufführung des Besuchs der alten Dame als Puppenspiel am 14.02.2012 in unserer Aula
Der Besuch der alten Dame – wer kennt sie nicht, die Lektüre von Friedrich Dürrenmatt?
Kurz zum Inhalt:
Es geht um Claire Zachanassian, eine alte Dame, die in ihre kleine Heimatstadt Güllen zurückkehrt, um Rache zu nehmen an dem Mann, der sie als junges Mädchen geschwängert und verleugnet hatte, Alfred Ill. Sie war zur Dirne abgestempelt worden, gedemütigt und gezwungen, ihre Stadt zu verlassen. Jahrzehnte später und nach zahlreichen Ehen mit reichen Männern der internationalen Gesellschaft kehrt sie nun als äußerst vermögende Frau nach Güllen zurück. Der Stadt geht es schlecht, sie steht nach der Schließung des Stahlwerkes als größtem Arbeitgeber vor dem wirtschaftlichen Ruin und erhofft sich von dem Besuch der alten Dame eine großzügige finanzielle Unterstützung. Frau Zachanassian hat bereits öfter soziale Projekte und Stiftungen ins Leben gerufen, vor allem für junge, alleinstehende Mütter. Tatsächlich bietet Claire ihrer abgewirtschafteten Heimatstadt von einst eine schier unglaubliche Geldsumme (2 Milliarden), knüpft darin allerdings eine wesentliche Bedingung: man soll Alfred Ill töten. Zunächst reagieren die Bürger und Honoratioren der Stadt empört, ablehnend und überrascht, doch bald schon bröckelt die Einigkeit, denn das Geld scheint allzu verlockend. Nach und nach wenden sich die einst guten Freunde von Ill ab, was dieser zunächst mit Entsetzen, Fassungslosigkeit und Unverständnis zur Kenntnis nimmt. Plötzlich nehmen alle Einwohner Kredite auf, leisten sich wieder etwas, offenkundig in Erwartung dessen, das sich bald ein warmer Geldregen über die Stadt ergießt. Zunehmend fühlt sich Ill als Gejagter, und er wird einsam. Auch die eigene Familie wendet sich von ihm ab, vor allem als seine Ehefrau erkennen muss, dass er sie damals nur aus Berechnung geheiratet hat und darum Claire Zachanassian verriet. Schließlich findet Ill unter Teilnahme und im Beisein der versammelten Dorfgemeinschaft den Tod.
Wir, die 8b, haben das Stück letztes Jahr zu Beginn der achten Klasse gelesen und gestern am Valentinstag eine ganz besondere Aufführung erlebt: Nicht im Schauspielhaus, im Kino oder Fernsehen, nein, als Figurentheater in unserer Schule.
Die beiden Puppenspieler waren ein sympathisches Ehepaar vom Hohenloher Figurentheater, das mit ihren zahlreichen Handpuppen und selbst genähten Kostümen das Stück sehr abwechslungsreich und anschaulich gestaltete. Durch Stimmmodulation und den Einsatz der verschiedenen Figuren konnte das Publikum – alle Achtklässler hatten sich zu diesem Zweck in der Aula versammelt – der Handlung von Dürrenmatts tragischer Komödie gut folgen.
Jeder der drei Akte wurde mit schaurig klingender Musik eingeleitet. Trotz der Tragik, die dem Stück innewohnt, waren dennoch auch viele lustige Momente vorhanden, die uns zum Lachen brachten. Der Schreck fuhr uns aber in die Glieder, als im zweiten Akt sehr realistisch zwei Schüsse in die Stille hineinfielen.
Das Bühnenbild war mit einfachen Mitteln ebenfalls selbst gestaltet und auf das für die Szenen Wesentliche reduziert.
Besonders schön fanden wir an der gestrigen Aufführung, dass die Puppenspieler nach dem Ende des Stückes zu uns ins Publikum kamen und uns zeigten, wie die Figuren mit der Hand geführt und bewegt werden, da es ja keine Marionetten sind, sondern am ehesten mit Kasperlepupen zu vergleichen sind.
Die Aufführung dauerte etwa eineinhalb Stunden und war eine gelungene Abwechslung vom üblichen Unterricht, die wir sehr genossen haben. Hoffen wir, dass der Valentinstag für die wirklich Verliebten etwas besser geendet hat als für Alfred Ill !!!