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Konzert in St. Quirin
"1918 - 2018 Krieg und Frieden"

18. März 2018 19:00 Uhr

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Herzliche Einladung zu einem Konzert

 

Sonntag, 18.03.2018, 19 Uhr Konzert in St. Quirin; „1918 – 2018 Krieg und Frieden“

Fauré (Requiem), Mahler, Ravel, Poulenc

  

                                                                   1918-2018 Krieg und Frieden

 

Hundert Jahre ist es in diesem Herbst her, dass die Waffen nach dem ersten, Millionen Menschenleben vernichtenden, sinnlosen und die ganze Welt traumatisierenden Weltkrieg endlich schwiegen. Dies ist Anlass genug für das Gymnasium Marienberg, an dieses historische Ereignis in vielfältiger Form zu erinnern. Projekte im Politikunterricht und im Projektkurs Dreistromland gehen den Folgen dieses Krieges für Neuss und die Kampfgebiete an der Westfront nach und auch Chor und Orchester unserer Schule studieren ein Konzertprogramm ein, das sie an verschiedenen historischen Orten präsentieren. Gerade in einem Land, in dem die Erinnerungskultur sich aus verständlichen Gründen besonders auf das Grauen des Zweiten Weltkriegs und die Verbrechen des Naziregimes konzentriert, verblasst die Erinnerung an die Leiden und bis heute zumindest indirekt spürbaren Folgen des Ersten Weltkrieges zusehends.

Das von Chor und Orchester erarbeitete Programm umfasst zwei Teile. Im ersten Teil erklingt Musik, die bestimmte Aspekte des Krieges betreffen und die großenteils im Umfeld des Krieges entstanden sind: Das Menuet aus Ravels „Le Tombeau de Couperin“, das er seinen im Kriege gefallenen Freunden widmete, das Jugendlied „Nicht wiedersehen“ des musikalischen Propheten der Apokalypse Gustav Mahler, Poulencs inniges Friedensgebet „Priez pour Paix“, das am Vorabend des Zweiten Weltkriegs entstand sowie ein Satz seiner am Ende des Ersten Weltkriegs entstandenen erschöpft wirkenden Klarinettensonate, Rudolf Mauersbergers erschütternde Motette „Wie liegt die Stadt so wüst“ und Piazzollas Oblivion, ein Gesang für die Vergessenen, vorgetragen auf einer Geige, die tatsächlich einen Soldaten zur Front begleitet hat und stumme Zeugin des Grauens wurde. Schließlich erklingt mit „Danny Boy“ eine Hymne der alliierten Soldaten, deren universell menschliche Aussage aber mittlerweile die ehemaligen Feinde verbindet.

Im zweiten Teil präsentieren wir als musikalisches Denkmal für alle Opfer und als Mahnung an uns alle Gabriel Faurés großes und wunderbar versöhnliches Requiem.

Zunächst präsentieren wir das Programm in der zweiten Märzwoche im vom Ersten Weltkrieg so furchtbar heimgesuchten und bis heute gezeichneten Westflandern, wo wir die große Ehre haben, den Last Post, jene seit 1928 allabendlich abgehaltene Erinnerungszeremonie im vor hundert Jahren völlig zerstörten Ypern zu gestalten. Außerdem singen wir in den Hauptkirchen von Diksmuide, der Stadt an der Ijzer, wo lange Zeit die Front zwischen den verfeindeten Mächten mit ihren zermürbenden Schützengräben verlief, und in der großartigen St.-Maartenskerk in Kortrijk. Natürlich besuchen wir auf dieser Fahrt Orte der damaligen Kriegshandlungen und Erinnerungsstätten wie den größten alliierten Soldatenfriedhof Tyne cot und den deutschen Soldatenfriedhof in Vladslo unweit von Diksmuide und Langemarck, an dessen unrühmliche kriegerische Vergangenheit ja bis heute eine vielbefahrene Neusser Straße erinnert.

In Neuss präsentieren wir dann unser Programm in voller Länge am Sonntag, dem 18. März 2018 um 19:00 Uhr im Quirinusmünster. Karten zu 12€ und 8€ (ermäßigt) sind in der großen Pause und an der Abendkasse erhältlich.

Michael Köhne

  


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