Das Comeniusprojekt "Unsung heroes" - Berichte

Bericht Comeniusfahrt nach England vom 10.11.- 14.11.2014

 

Meine Woche in England


Ich packte mal wieder meine Köfferchen, um mich auf ein weiteres Comenius-Abendteuer zu machen. Diesmal ging es nach Leeds, England. Und ich muss sagen, auch diese Eindrücke möchte ich nicht missen. Es war zwar alles komplett anders als in Tschechien, doch das tat der ganzen Sache keinen Abbruch. Diesmal war ich in einer Familie, die gleich zwei Austauschschülerinnen beherbergte: eine Italienerin und meine Wenigkeit. Das war ziemlich cool, denn so trafen 3 Länder aufeinander und man konnte sich gegenseitig viel beibringen. Sowohl mein Englisch als auch mein Italienisch verbesserten sich enorm. Zu meinem Erstaunen, hatte ich absolut keine Probleme das Englische zu verstehen bzw. zu sprechen. Ich konnte den Familiengesprächen folgen, verstand die Witze und konnte mich problemlos ins Gespräch integrieren. Selbst den Führungen, die wir im Sculpture Park of York, im Haus der Brontë Schwestern und in der Chocolatefactory machten, konnte ich problemlos folgen. Diesbezüglich war die Fahrt ein voller Erfolg.
Das Programm gab uns die Chance uns in jeglichen Formen künstlerisch zu verwirklichen. Im Sculpture Park of York malten wir mit Erde und Gras und töpferten uns ein Andenken. In der Chocolatefactory wurden wir zu professionellen Chocolatiers ausgebildet und in der Schule wurden wir zu großen Musikern, indem wir alle gemeinsam mit Ukuklelen ein Lied hinschmetterten. In diesem Sinne war das Projekt auch hier ein voller Erfolg.
Meine persönlichen Highlights waren zum einen meine Austauschfamilie, die mich total nett empfangen, mir eine Menge von dem Leben in Leeds gezeigt und mir eine super geniale Woche beschert hat.
Und zum anderen die Musical AG, die gerade für das Musical Annie probte. Da meine Austauschschülerin eine Akteurin des Musicals war, durften wir bei den Proben zuschauen. So etwas sah ich noch niemals in meinem Leben, es war so cool und gut! Ich wünschte ich könnte eine Aufführung des Musicals sehen.
Alles in allem kann man also sagen, dass auch dieses Comenius-Abenteuer wieder eine super Erfahrung war. Ich bin sehr froh, Teil dieses Projekts zu sein und freue mich schon auf die Woche, in der alle nach Köln, Deutschland kommen :-)

 

Franziska Busche

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Es hat sich gelohnt nach Manchester zu fliegen

 

Montag: Am Montag sind wir vom Flughafen in Köln nach Manchester geflogen. Wir waren alle sehr gut drauf und auch ein bisschen nervös. Von Manchester aus sind wir mit dem Zug nach Leeds gefahren. Je mehr wir uns unserem Ziel näherten, desto nervöser wurden wir. Wie wird meine Gastfamilie sein? Wie wird die Woche? Werde ich mich mit allen gut verstehen? Diese Fragen schwirrten uns wahrscheinlich allen im Kopf herum. Wir sind, wie geplant, so um 17 Uhr am Hauptbahnhof in Leeds angekommen, doch es war noch keiner da. Nach einiger Zeit des Wartens kam eine der Lehrer von der Brighshaw High-school und meinte, dass es wohl noch etwas dauern würde, bis das Taxi kommt, das uns zur Schule fährt. Obwohl wir alle Hunger hatten und von der Fahrt müde waren, war die Stimmung sehr locker und voller Vorfreude. Die Erleichterung, als das Taxi endlich kam, war in jedem Gesicht zu sehen - Endlich geht es weiter. Während der Fahrt waren wir entweder in einem angenehmen Halbschlaf, oder mit dem Sitznachbar in eine nervöse Unterhaltung verwickelt. Als wir das Schulgelände anfuhren waren alle wieder hellwach. Jetzt werden wir unsere Gastfamilien treffen. Wir wurden von Sarah, der Lehrerin, die wir schon am Bahnhof getroffen haben, in die Bibliothek geführt. Dort wurden wir von einer weiteren Lehrerin und den Gastfamilien erwartet. Von da an ging alles schnell, wir wurden unseren Familien eingeteilt, nach und nach verschwand jeder, bis ich als einzige noch übrig war. Meine Gastfamilie hatte sich verspätet. Nach ca. 10 Minuten, mir kam es wie eine Ewigkeit vor, kam meine Gastschülerin mit einer Freundin in den Raum. Sie gab mir ein Busticket und erklärte mir, dass es das Ticket für die ganze Woche sei. Wir gingen zur Bushaltestelle. Meine Gastschülerin und ihre Freundin unterhielten sich mit mir, ich war zu nervös um auch nur ein Wort zu verstehen, doch sie versuchten alles, dass ich sie verstehe und irgendwie hat es dann auch geklappt. Zu Hause angekommen bekam ich ein leckeres Abendessen und das W-LAN-Passwort, so dass ich meinen Eltern sagen konnte,dass es mir gut geht.

Dienstag: Am Dienstag sind wir in die Schule gefahren, dort haben wir alle zusammen gefrühstückt und uns über unsere Familien ausgetauscht. Nach dem Frühstück wurden wir durch die Schule geführt. Es war beeindruckend. Ich wusste ja, dass wir eine kleine Schule haben, aber im Vergleich zu der Brighshaw High-School wirkt unsere Schule noch viel kleiner. Es ist einfach genauso, wie man sich eine englische Highschool so vorstellt. Wo mit niemand gerechnet hatte war, dass diese Schule ein eigenes kleines Fitness Studio hat. Nach der Schulführung haben wir uns in der „Halle“ getroffen, also in der Aula, welche doppelt so groß ist wie unsere. Dort wurden die Präsentationen gehalten, die wir zu Hause vorbereitet haben. Wir haben erfahren, dass an dem Tag ein trauer Tag zu Ehren der Gefallenen im Ersten Welt Krieg war. Also während in Deutschland, und besonders in Köln, Karneval gefeiert wird in England getrauert. Außerdem hat die englische Schule uns ihre Häuser vorgestellt, ja die haben dort tatsächlich Häuser so wie in Harry Potter. Nach den Präsentationen haben wir Lunch -pakete bekommen und sind mit einem Bus nach Howarth gefahren, wo das Anwesen der Familie Bronte, eines der Häuser der Schule, steht. Die Bronte Geschwister waren Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Es war sehr interessant und das Anwesen ist definitiv einen Besuch wert. Nach der Führung ging es zurück zur Schule. Während der Busfahrt gewann man einen sehr positiven Eindruck von England, es ist halt genauso wie man es sich vorstellt, einfach niedlich. Als wir so gegen 16 Uhr an der Schule ankamen, war es schon dunkel. Von da an hatten wir frei und durften mit unseren Gastschülern nach Hause fahren.

Mittwoch: Am Mittwoch sind wir nach York gefahren, dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, die Tschechen und die Polen mit ihren Gastschülern und die Italiener und die Deutschen mit ihren Gastschülern. Meine Gruppe ging in das Museum „The York Chocolate Story“ und hatten dort eine sehr unterhaltsame Führung. Nach der Führung im Museum hatten wir einen Schokoladen Workshop, in dem wir Pralinen selbst gemacht haben, danach hatten wir Zeit uns in 3er-Gruppen York an gucken. Um 17 Uhr sind wir zurück zur Schule gefahren und hatten frei.

Donnerstag: Am Donnerstag sind wir zur Hepworth Gallery gefahren, dort hatten wir eine Führung durch den Skulpturenpark und danach einen Kunstworkshop. In dem Workshop haben wir mit Ton selber kleine Skulpturen bauen dürfen, sie waren sehr abstrakt. Der Workshop hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn die Ergebnisse eher nicht soo super waren. So gegen 13 Uhr sind wir zurück zur Schule gefahren, dort aßen wir zusammen zu Mittag. Danach haben Schüler der Highschool uns ein Theaterstück über William Wilberforce und die Geschichte des Sklavenhandels vorgeführt. Das Theaterstück war echt schön. Nach dem Theaterstück haben wir zusammen versucht Ukulele zu spielen, es war sehr lustig klang aber nicht so gut. Zum Schluss hatten wir eine kleine Abschlussfeier mit Kuchen. Nach der Schule haben meine Gastschülerin und ich uns in Leeds mit einigen ihrer Freunde getroffen und sind einem Weihnachtsfestival gegangen und hatten sehr viel Spaß zusammen. Wir sind sehr spät zurückgekommen und direkt müde ins Bett gefallen.

Freitag: Am Freitag mussten wir sehr früh aufstehen, also um 5:30Uhr, denn ich musste noch packen und wir mussten um 7:20m in der Schule sein. Als wir dort ankamen waren alle schon da, ich verabschiedete mich von meiner Gastschülerin und stieg zu den anderen ins Taxi. Wir alle waren froh wieder nach Hause zu kommen und gleichzeitig auch traurig, dass wir England jetzt verlassen müssen. Wir fuhren mit dem Taxi wieder zum Hauptbahnhof in Leeds und von da aus mit dem Zug zum Flughafen in Manchester, wo wir erst mal unser letztes englisches Geld ausgaben. Ich war froh, dass ich den ganzen Flug über schlafen konnte. Im Flughafen in Köln angekommen war ich sehr glücklich meine Mutter zu sehen, die mich abholen wollte.

Ich fand die Fahrt nach England sehr schön, denn trotz ein paar kleinen Problemen mit meiner Gastfamilie fühlte ich mich in England sehr wohl. Alleine für die Ausflüge, die wir gemacht haben hat es sich gelohnt zu fliegen.

 

Anna

 

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Bericht über den Aufenthalt in England


Ich war in England bei einer netten Familie untergebracht. Meine Austauschschülerin Caitlin ist 14, also vier Jahre jünger als ich. Natürlich habe ich mir da erst meine Gedanken gemacht, aber wir haben uns gut verstanden und hatten immer wieder Gesprächsthemen, die uns beide interessierten. Ihre zwei kleinen Brüder, Harry und Mackenzie, waren zwei kleine Chaoten. Wegen der Beiden gab es immer was zu lachen: Ich sah noch nie einen kleinen Jungen mit nacktem Oberkörper am Esstisch, doch Mackenzies orangener und mit Spaghetti beklebter Bauch war der Beweis dafür, dass es eine schlaue Entscheidung von seinem Vater war, ihn vor dem Essen aus dem weißen T-Shirt zu befreien.
Wir haben auch innerhalb der Familie viel unternommen. Wir waren einen Abend beim Bowling. Ich habe mit nur 90 Punkten über 10 Runden gewonnen, das hat mich sehr gefreut, denn an meinem Punktestand kann man sehen, dass ich sonst eher im hinteren Mittelfeld lande (wenn ich nicht die Letzte bin). Erwähnenswert ist auch, dass niemand verletzt wurde, denn bei Harry flog die Kugel auch mal in die falsche Richtung…
Das von der Schule organisierte Programm war sehr abwechslungsreich. In einem Workshop haben wir unsere eigenen Pralinen gemacht, das war echt cool und lecker. Wir haben im Sculpture Park aus Ton eigene Skulpturen gebaut. Ich war auf meine sehr stolz, weil ich künstlerisch nicht so begabt bin und ich die Aufgabenstellung trotzdem erfüllt habe. Ich hatte mich gefreut, sie mit nach Hause zu nehmen und meinen Eltern zeigen zu können. Das erledigte sich leider schnell, weil ich mich dummerweise im Bus draufgesetzt habe…
Ich beneide die Engländer um die Vielfältigkeit ihres Süßigkeitenregals im Supermarkt. Aber es gibt auch an deutschen Tankstellen KitKat mit Erdnussbutterfüllung. Glück gehabt!!!
Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich es echt schön fand und froh bin ein Teil des Comeniusprojektes zu sein.

 

Lina Vogt

 

Tschechien 30.03.-03.04.2014

 

„Es war einfach unglaublich!


 So etwas habe ich noch nie erlebt!“. Ich war schon an vielen Austäuschen beteiligt und habe schon vieles erlebt und gesehen, aber so etwas wie das ComeniusProjektTreffen in Tschechien, habe ich so noch nirgends erleben dürfen. Es war die aufregendste, spannendste und lustigste Auslandserfahrung, die ich bis jetzt gemacht habe. In dieser Woche habe ich eine neue Kultur, ein neues Land, neue Sitten und viele neue Leute kennengelernt. Die Idee, Jugendliche mit Hilfe der Kunst zusammenzuführen ist einmalig und grandios. Ich habe in Tschechien sehr viel über Kunst lernen können und habe vor allem die verschiedensten Leute kennengelernt. Wir kamen zwar alle aus anderen Ländern und waren unterschiedlichsten Alters und trotzdem haben wir uns alle super verstanden. Durch die Kunstworkshops und die einzelne Ausflüge, wie zum Beispiel nach Prag, konnten wir uns alle näher kennenlernen und uns gegenseitig etwas beibringen bzw. unterstützen, so das innerhalb der 5 Tage gute Freundschaften entstanden sind, die ich mittlerweile nicht mehr missen möchte. Ich wurde noch nie in einem anderen Land so herzlich aufgenommen und habe selten so herzliche Menschen kennengelernt. All die Eindrücke und Erfahrungen, die ich auf Grund dieses Projektes sammeln durfte, kann ich nicht in Worte fassen, dass muss man selbst erlebt haben. Ich kann nur sagen, dass das Comenius Projekt viele Möglichkeiten eröffnet, von denen man normalerweise nur zu träumen vermag. Dieses Projekt sollte auf jeden fall weiterhin gefördert und unterstütz werden, denn durch Comenius entstehen Freundschaften und es können Erfahrungen gesammelt werden, die man normalerweise nicht sammeln könnte. Ich kann nicht mehr dazu sagen, als dass ich die Erfahrungen, die ich sammeln durfte auf keinen Fall missen möchte!


Franziska Busche

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Unser Schüler-Austausch in Ostrava und Prag

 

Unsere Ankunft in Tschechien begann zunächst einmal mit dem Treffen von unseren Austauschschülerinnen. Ich wurde von meiner Austauschschülerin und ihren Eltern sehr nett empfangen und hatte einen sehr positiven Eindruck von ihnen. In der Gastfamilie habe ich einige Eindrücke sammeln können, die für mich sehr interessant waren. Auch der Wohnort hat mir zudem Einblicke in das Leben und den Alltag in Ost-Tschechien geben können.

Der erste Tag in Ostrava begann dann mit der Schulbesichtigung und einem allgemeinen Kennenlernen. Die Teilnehmer des Commenius-Projektes habe ich insgesamt als eine sehr freundliche und aufgeschlossene Gruppe wahrgenommen und es war zudem gut für uns alle, unsere Englisch-Kenntnisse verbessern zu können.

Die Schule in Ostrava war für mich als kunstinteressierte Schülerin eine Gelegenheit, Eindrücke von einer Kunst und Handwerk orientierten Schule zu bekommen. Auch das darauf folgende Programm hat mir gut gefallen, auch aus dem Grund, dass es bei den einzelnen Programmpunkten keine organisatorischen Schwierigkeiten gab. Besonders gut gefallen hat mir persönlich, das Kunstprojekt an dem alle Austauschschüler und Schülerinnen beteiligt waren und sich in einem gemeinsamen Bild zum Thema „Unsung Heroes“ verwirklichen konnten. Wir hatten die Möglichkeit, gemeinsam Ideen zu entwickeln um später ein gemeinschaftliches Projekt fertig zu stellen.
Ein schöner Abschluss unseres Ostrava-Aufenthaltes war die Aufführung einiger tschechischen Schülerinnen, die gemeinsam eine musikalische Performance einstudiert hatten.
Bei dem zweiten Teil des Austauschs, der in Prag stattfand, ist mir der gemeinsame Abend mit allen Austauschschülern,- innen positiv in Erinnerung geblieben. Auch die Unterkunft war sehr gut gewählt. Das Hotel, in dem wir alle uns sehr wohl gefühlt haben, war direkt in der Innenstadt, sodass wir, so gut wie alle unsere Ziele, zu Fuß erreichen konnten.

Der Austausch in Tschechien hat dafür gesorgt, dass wir viele neue Erfahrungen sammeln konnten und Einblicke in einen anderen Schulalltag und eine andere Lebensweisen bekommen konnten. Ich würde den Austausch des Comenius-Projektes in jedem Fall weiter empfehlen.

 

Sarah B.

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Mit der Comenius Gruppe auf nach Tschechien

Eine kurze Zusammenfassung fünf unglaublich schöner Tage in Tschechien:

 

Am Tag der Abreise war ich sehr aufgeregt, auf das was einem die nächsten fünf Tage alles erwarten wird. Mit meiner Partnerin aus Tschechien, hatte ich bereits über das Internet schreiben können, sie war wirklich sehr nett, auch wenn das ein oder andere Missverständnis nicht ausblieb.
Sonntag morgen um c.a. 10 Uhr standen wir alle voller Motivation am Flughafen in Düsseldorf. Ich hatte großes Glück, dass bei dieser Fahrt auch meine besten Freunde mit reisen konnten.
Acht Stunden später befanden wir uns etwas erschöpft am Bahnhof in Ostrava, wo unsere Gastfamilien uns abholen wollten. Dank Fotos habe ich meine Partnerin, Hanka sofort erkannt! Vor lauter Aufregung vergaß ich meinen Lehrerinnen Tschüss zu sagen, und saß schon im Auto der Familie. Alle waren sehr freundlich und gaben sich auch Zuhause viel Mühe, alles schön herzurichten. Von der Gastfreundlichkeit war ich wirklich gerührt! Die drei Tage, die ich bei der Familie verbringen konnte, haben mir nicht nur geholfen mein Englisch zu verbessern, weil ich kein Wort auf Tschechisch sagen kann, und Mutter und Tochter nur wenig Deutsch sprechen, sondern haben mir auch einen Einblick in eine, für mich völlig fremde Kultur geboten.
Selbst wenn ich einmal nach Tschechien gereist wäre, hätte ich niemals so nah die Lebensweise der Menschen dort erfahren. Zuhause lebe ich in anderen Verhältnissen als Hankas Familie. Was einem selbst nochmal zeigt, dass man „selbstverständliche“ Dinge nicht genug wertschätzt.
Generell habe ich mich dort sehr wohl gefühlt. Abends nach dem Essen haben wir alle Tee getrunken und einander gefragt, wie man denn im eigenem Land lebt. Ich fühlte mich überhaupt nicht fremd. Allerdings war ich es nicht gewohnt, mit vier Menschen auf so engem Raum zu leben.
Tagsüber bei den Treffen mit allen tschechischen Schülern und den Schülern aus den anderen Ländern war ich erstaunt, dass selbst bei einer Stadtführung oder Schulbesichtigung, oder bei Ausflügen, die Gruppe immer zusammen blieb und man sich immer wieder mit neuen Leuten unterhalten konnte. Besonders die Kunstschule, hat mir sehr gut gefallen. Am liebsten wäre ich einen Tag länger geblieben, um nicht nur in den Räumen die Arbeiten der Schüler bewundern zu können, sondern auch selbst mit zu machen. Nach so vielen „staunen“ habe ich mich Nachmittags riesig auf den Workshop gefreut. Anfangs gebe ich zu, war es nicht so leicht, sich zu überwinden und mit jedem zu sprechen. Doch um so länger man sich im Raum aufhielt und um so mehr man malte, konnte man die anderen Menschen gut einschätzen mit ihnen reden und lachen und wortwörtlich auf den Tischen tanzen. Der Workshop ging zwei Nachmittage lang und am Ende war ich richtig stolz auf das fertige Kunstwerk. Die ungefähr sechs Meter a zwei Meter großen Leinwände waren so schön gestaltet. Vor allem ist es so persönlich und man betrachtet es und verbindet damit Augenblicke.
Bei der Präsentation unddem Abschlusstreffen, ist mir klar geworden, dass ich viele neue Freunde erst mal nicht wieder sehe, und so tolle Menschen auch gar nicht erst kennen gelernt hätte, wenn es dieses Projekt nicht geben würde. Mit gemischten Gefühlen ist eine kleinere Gruppe von uns nach Prag gefahren. An dieser Stelle muss ich sagen, dass ich mir Prag ja schon wirklich schön vorgestellt hatte, und auch schon viel gutes vorher gehört habe, doch in echt; bei superschönem Wetter und tollen Leuten, ist diese Stadt einfach nur schön. Auch der gemeinsame Abend mit den Schülern aus England und Italien war sehr lustig.
Es war wirklich schade schon nach fünf Tagen sich verabschieden zu müssen, jetzt wo man sich besser kennt, was man anfangs nicht so erwartet hätte.

Es sind jetzt einige Wochen her, dass ich in Prag war und ich schreibe täglich mit Hanka und ihrer Familie über das Internet. Ich helfe Hanka beim Deutsch lernen, weil sie mich dieses Jahr noch besuchen möchte, und auch mit vielen anderen bin ich heute noch in guten Kontakt. Laut Hankas Eltern kann auch ich jeder Zeit wieder kommen, und ich hoffe, dass der Kontakt so gut hält, dass dies auch geschehen wird, und man sich bald wiedersieht.
Ich freue mich schon sehr auf die nächsten Treffen, und hoffe für alle anderen Teilnehmer, dass sie auch eine so schönes Erlebnis hatten wie ich.

 

SARAH LOMPA