Austausch - Sekundarstufe I

25.04.2015 - AUSTAUSCH Jahrgangsstufe 8

Am Samstag, dem 25. April um 22:00 Uhr ging am Kölner Hauptbahnhof das dritte Austauschprojekt mit unserer Partnerschule aus Rovereto bei Trient zu Ende. 19 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8 aus der erzbistümlichen Schule „Dame Inglesi“ hatten uns im Dezember besucht und bei uns gewohnt. Vom 18. bis zum 25. April hat dann der Gegenbesuch stattgefunden: Wir sind nach Rovereto gefahren und konnten dort die Gastfreundschaft der italienischen Familien und der gesamten Schule sowie die unvergleichbar schöne Landschaft der Voralpenregion über dem nördlichen Teil des Lago di Garda genießen.

Unsere Partnerschule ist unserer Schule sehr ähnlich: Katholisch und klein wie unsere, hat sie genauso wie wir das Erlernen von „Fremdsprachen“ (Englisch und Deutsch) als Schwerpunkt. Genauso wie bei uns werden auch dort einige Fächer bilingual unterrichtet, Muttersprachlehrerinnen und -lehrer sind wie bei uns ständig präsent. Darüber hinaus spürte man auch dort eine besondere warmherzige Atmosphäre: Die Kinder fühlten sich willkommen und lernen gerne im hellen, geräumigen und mit modernen Medien sehr gut ausgestatteten Schulgebäude. Selbstverständlich wurde für uns ein Sonderprogramm mit Sprachunterricht, Sportturnieren, Kunst-Workshops, Wanderungen und Ausflügen vorbereitet.

Das Besondere eines Austauschprojekts ist aber die Zeit nach der Schule: Eine Woche lang wird man zum Kind anderer Eltern, man wird zu Brüdern oder Schwestern anderer Geschwister, die kaum oder gar nicht Deutsch sprechen. Die Gastkinder werden dort genauso wie hier wie die eigenen Kinder in das Familienleben integriert, man besucht Oma und Opa, man isst pasta oder polenta, man spielt Fussball, man geht spazieren, man guckt zusammen Fernsehen... man räumt den Tisch zusammen ab, man hilft der Gastmutter beim Backen …. ein ungeheurer Zuwachs an kommunikativen und sozialen Kompetenzen für alle Teilnehmer. Als wir Samstag Morgen in den Zug nach München stiegen, weinten einige Kinder, andere sind noch neben unserem Zug auf dem Gleis mit einem weißen Tuch in der Hand für einige Meter mitgelaufen … wir fühlten uns alle traurig wegen des Abschieds und unendlich glücklich darüber, dass wir so tolle Freunde haben. (SL)