Bewegte Pause


 

Die RS St. Josef, Bad Honnef ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern, in der zweiten großen Pause (20 Min.) den außengelegenen Sportplatz für eine Bewegte Pause zu nutzen. Langfristiges Ziel ist es durch die Bewegte Pause die motorische Aktivität der Schülerinnen und Schüler zu unterstützten und zu fördern.


Vom Land NRW ausgebildete Sporthelfer und Sporthelferinnen betreuen während der Bewegten Pause den Sportplatz und gestalten somit das Schulleben aktiv mit. Sie leiten die Materialausgabe und regen vielfältige Spiel- und Bewegungsideen an. Dennoch steht es den Schülerinnen und Schülern frei, ihre Bewegte Pause selbstbestimmt zu gestalten.


Damit alle Bedürfnisse und Interessen in Einklang gebracht werden können, wurde entschieden, dass maximal zwei Jahrgänge sich gleichzeitig auf dem Sportplatz aufhalten dürfen. Um dem unterschiedlichen Bewegungsdrang der verschiedenen Altersgruppen gerecht zu werden wurde ein wöchentlicher Belegungsplan erstellt in dem jüngere Schülerinnen und Schüler (5. und 6. Klasse) mehr Bewegungszeit eingeplant bekamen als ältere Schülerinnen und Schüler (9. und 10. Klasse).


Ziele:
Durch das zusätzliche Bewegungsangebot während der Bewegten Pause sollen den Kindern motorische Erfolgserlebnisse ermöglicht und dadurch Schulfreude und die Lust am Sichbewegen vermittelt werden. Daneben kommt es durch die vielfältigen Bewegungsmöglichkeiten auch zu einer Verbesserung der Bewegungssicherheit und zur Förderung der motorischen Kompetenzen. Zusätzlich sollen die Bewegten Pausen die Leistungsfähigkeit günstig beeinflussen. Durch Bewegung wird das Gehirn besser durchblutet und die Versorgung mit Sauerstoff sowie Nährstoffen gesteigert, wodurch es zu einer Erhöhung der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit kommt (vgl. Beigel, 2005, S. 56 und Gasse, 2005, S. 9). Ferner soll auch einer Aggressivität und Gewaltbereitschaft durch geeignete Pausenbeschäftigungen entgegengewirkt werden (vgl. LAGING / SCHILLACK, 2000, S. 169).

 



Beigel, Dorothea: Beweg dich, Schule! Eine „Prise Bewegung“ im täglichen Unterricht der Klassen 1 bis 10. Borgmann Media. Dortmund. (2005).
Gasse, Michael (Dr.): Lernen braucht Bewegung! In: Bundesverband der Unfallkassen: pluspunkt – Sicherheit und Gesundheit in der Schule. „Bewegung und Lernen“. Ausgabe 2 (Mai). Universum Verlag. Wiesbaden. (2005). 9
Laging, Ralf / Schillack, Gerhard (Hrsg.): Die Schule kommt in Bewegung. Konzepte, Untersuchungen und praktische Beispiele zur Bewegten Schule. Baltmannsweiler: Schneider Verlag. (2000).

 


 

 

Kooperation mit dem DJK

Kooperationsvereinbarung zwischen der Erzbischöflichen Realschule St. Josef, Bad Honnef und dem DJK DV Köln wurde geschlossen

„10, 9, 8, 7, 6,…“ skandierte ein Gruppe 5. Klässler, die sich am Sportplatztor der Erz-bischöflichen Realschule St. Josef versammelt hatten und die kommende 20minütige Bewegungspause kaum erwarten konnten. Als ihnen Sportlehrer Franz-Josef Buchholz das Okay signalisierte, gab es kein Halten mehr und der Sportplatz wurde gestürmt.
Die Schülergruppe wurde bereits von den Sporthelfern erwartet, die im Materialhäuschen für die Ausgabe der Sportgeräte bereit standen.

Sporthelfer an St. Josef kann jede Schülerin und jeder Schüler ab Klasse 8 werden. Die Ausbildung, die vom DJK Diözesansportverband durchgeführt wird, läuft an zwei Wochen-enden und umfasst insgesamt 30-35 Lerneinheiten. Sie ermöglicht den Einsatz in diversen schulischen und außerschulischen Angebotsbereichen und lässt sich für die nächste Stufe im organisierten Sport (z.B. Gruppenhelfer, Übungsleiter C) anerkennen.

Seit 2008 gibt es an St. Josef das Konzept der Bewegten Pause. Von Beginn an hat der DJK die Sporthelferausbildung mit Erfolg durchgeführt. Bei den Schülerinnen und Schülern spricht sich das natürlich herum und so war es bisher kein Problem immer ca. 10-15 Mädchen und Jungen aus den Klassen 8 für diese verantwortungsvolle Tätigkeit zu gewinnen. Dies ist Grund genug, die gewachsene gut funktionierende Verbindung zwischen St. Josef und DJK langfristig und personenunabhängig zu sichern. Und so kamen zur Unterschrift des Kooperationsvertrages vom Schulträger Herr Norbert Keßler, DJK Bildungsreferent Nicolas Niermann, Schulleiter Stefan Rost und Sportlehrer Franz-Josef Buchholz während der Bewegten Pause zusammen. Auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Herr Reiner Sommer war gekommen und zeigte sich aus Elternsicht erfreut über die Kooperation und das Konzept der Bewegten Pause.

Die Schülerinnen und Schüler der Schule bewegten sich derweil lieber, z.T. angeleitet von den Sporthelferinnen und Sporthelfern, auf dem großzügigen Sportplatz. Aktuell hat die Schule 21 Sporthelferinnen und Sporthelfer, die in jeder großen Pause ihren Dienst verrichten und somit einen wertvollen Beitrag für die Schulgemeinschaft leisten. Schulleiter Stefan Rost ist ihnen dafür auch sehr dankbar und lud sie deshalb hinterher zu einem kleinen Imbiss ein.