Schulprogramm


 

Basiskonzept – „Unsere Schule“


Die Erzbischöfliche Realschule St. Josef ist eine katholische Bildungs- und Erziehungseinrichtung in Trägerschaft des Erzbistums Köln. Sie ist staatlich anerkannt im Sinne des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung für das Land Nordrhein-Westfalen und führt Schüler ¹ der Sekundarstufe I zur Fachoberschulreife.
Unsere Schule versteht sich als eine von katholischen Christen aus ihrer Glaubensüberzeugung heraus gestaltete pädagogische Einrichtung im Dienst an jungen Menschen. Als Stätte gemein-samen Lernens, Lebens und Glaubens bemüht sie sich auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes und Weltverständnisses - nach Maßgabe des erzbischöflichen Schulgesetztes und des Schulvertrages des Erzbistums Köln -, die ihr anvertrauten Schüler ein Stück ihres Weges zu begleiten, zu bilden und zu erziehen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben Kompetenzen, u.a. Sach-, Sozial-, und religiöse Kompetenzen, um als Christen in einer komplizierter gewordenen modernen Gesellschaft kritisch und verantwortungsbewusst denken, urteilen und handeln zu können. Dies bedeutet, dass sich alle Verantwortlichen unserer Schulgemeinschaft dafür einsetzen, den Schülern zu helfen:

- ihre individuellen Begabungen und Fähigkeiten zu fördern.
- notwendige Kenntnisse und Einsichten zu gewinnen.
- den Sinn für christliche Werte zu entwickeln.
- ein Leben aus dem Glauben zu führen und sich in der Welt als Christ zu verhalten.
- sich in Verantwortung für Kirche und Welt besonders für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung  der Schöpfung einzusetzen.
- das bewährte Erbe der vergangenen Generationen aufzunehmen und zu pflegen.
Damit orientiert sich unsere Zielsetzung zugleich an Artikel 7 der Landesverfassung von NRW, in dem es heißt: Vornehmstes Erziehungsziel ist es, „Ehrfurcht vor Gott, die Achtung vor der Würde des Menschen und die Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken".
Alle am Schulleben Beteiligten erkennen die oben genannten Grundsätze und Ziele unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit an. Sie bemühen sich um eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit im Geiste christlicher Nächstenliebe.
Das Erreichen der angeführten Erziehungsziele und ihre Konkretisierung im unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Bereich (vgl. dazu das Schulprogramm, die Richtlinien, den schulinternen Lehrplan und die entsprechenden Evaluationsbemühungen) werden bei uns unterstützt durch:

- eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und einen weitgehenden Konsens aller am Erziehungs-
geschehen Beteiligten in wichtigen pädagogischen Fragen (z.B. bei der Förderung des Erwerbs
von Basis- und Schlüsselqualifikationen).
- ein gutes Schulklima, basierend auf gegenseitigem Respekt, Vertrauen und mitmenschlichem
Umgang.
- Orientierungs- und Handlungssicherheit durch humane, auf Akzeptanz angelegte Ordnungen.
- Redlichkeit im pädagogischen Tun.
- das Bemühen der Schulleitung um eine verantwortungsbewusste und effiziente pädagogische
und verwaltungsmäßige Leitung der Schule.

 




Religiöse Erziehung


Die religiöse Bildung prägt als Prinzip den Unterricht und die Gestaltung des Schullebens und ermöglicht den Schülern eine Selbstverwirklichung aus dem christlichen Glauben heraus. Sie wird vermittelt durch den Religionsunterricht als unverzichtbarem Bestandteil des Fächerkanons, die religiöse Dimension im Fachunterricht, wo sie möglich und angebracht ist und durch das persönliche Beispiel. Sie wird vertieft durch die Schulseelsorge, die regelmäßige Teilnahme am Schulgottesdienst, am Schulgebet, an den Besinnungstagen der 8. Klassen und durch die Wahrnehmung weiterer religiöser Angebote.



Ganzheitliche Bildung


Im Mittelpunkt der Umsetzung unseres Bildungsauftrages stehen neben dem Religionsunterricht und der Schulseelsorge der erziehende Unterricht in allen Fächern, aber auch außerunterrichtliche Aktivitäten.
Im Unterricht werden also neben der Wissensvermittlung auch Erziehungsaufgaben geleistet, so dass eine ganzheitliche Bildung der Schüler möglich wird. Der Erwerb von Wissen im Bereich von Fakten, Theorien, Kenntnissen und Fertigkeiten wird ergänzt durch das Herausbilden sozialer Kompetenzen: der Fähigkeiten zur Konfliktlösung, zur Verständigung und zu gemeinsamem Handeln. Damit wird den Forderungen der modernen Gesellschaft nach guter und umfassender Bildung Rechnung getragen und den Schülern gleichzeitig ermöglicht, selbstbewusst, kritisch und im Sinne christlicher Ethik das Zusammenleben in der Gesellschaft mitzugestalten. Das Unter-richtgeschehen an unserer Schule soll sich auszeichnen durch:
- ein erziehungswirksames Unterrichten mit vertiefter Sachauseinandersetzung, Lebensbezug und
Werteorientierung.
- Leistungsbezogenheit mit angemessener Balance zwischen Fördern und Fordern im Fach-
unterricht, im fächerverbindenden und projektorientierten Unterricht bei wachsender Berück-
sichtigung von Methoden- und Medienkompetenz.
- Maßnahmen zur Qualitätssicherung: z. B. Parallelarbeiten, Festlegen von Standards, Unterrichts-
besuche, Fortbildungen, Lernstandserhebungen, ´Zentrale Abschlussprüfungen´

 




Das Unterrichtsangebot


Das Unterrichtsangebot an unserer Schule deckt den geforderten Fächerkanon nicht nur ab,
sondern bietet zusätzliche Förder- und Forderstunden sowie Ergänzungsfächer in den Jahr-
gangsstufen 9 und 10.

Klassenarbeitsfächer sind in allen Jahrgangsstufen Deutsch, Englisch und Mathematik.
Die Klassen 5 und 6 bilden eine Einheit, die Erprobungsstufe. In dieser Schule wird großer Wert darauf gelegt, dass den Schülerinnen und Schüler ein guter Übergang zu den Lernbedingungen der weiterführenden Schule und ein Hineinwachsen in die neue Klassen- und Schulgemeinschaft gelingt. Dazu tragen unter anderem bei:
Unterrichtsbesuche der Klassenlehrer unserer neuen 5. Klassen schon in den 4. Grundschulklassen
eine Projektwoche zu Beginn des 5. Schuljahres sowie
das besondere Engagement der Klassenlehrer bei der Betreuung und Beratung der Schüler und Eltern.
Es erfolgt ein frühzeitiger Austausch über das Lern-, Arbeits- und Sozialverhalten, so dass eine sorgfältige begründete Entscheidung darüber möglich wird, ob die Schüler die ihnen angemessene Schulform besuchen oder ob sie an einer anderen Schulform besser gefördert werden können.
Die Schüler erlernen in Klasse 6 die zweite Fremdsprache Französisch. Nach der geltenden Ausbildungsordnung für die Sekundarstufe I wird in der Realschule in NRW ab Klasse 7 in einigen Lernbereichen differenziert, d.h. die Schüler müssen bereits am Ende der Klasse 6 - nach Eltern-informationen und persönlicher Beratung - für die Klassen 7-10 einen Neigungsschwerpunkt wählen.
Als Neigungsschwerpunkte werden bei uns angeboten:
- Fremdsprachen (neben Englisch nunmehr Französisch)
- Naturwissenschaften (Biologie, Physik, Chemie)
- Sozialwissenschaften
Das gewünschte Fach ist dann 4. Klassenarbeitsfach.
In den Jahrgangsstufen 9 und 10 erhalten die Schüler mit den Fächern Ernährungslehre (nur 9.Klasse) und Informatik ein zusätzliches Pflichtangebot.

 



Betriebspraktikum


In den Klassen 9 findet ein Betriebspraktikum statt. Die Schüler lernen hier "hautnah" den Alltag des Berufslebens kennen und können sich ein erstes Bild über den von ihnen favorisierten Berufszweig machen. Sie lernen wichtige Kommunikationsformen der Arbeitswelt - Kontakt zu Ausbildungsleitern, Vorstellungsgespräche und Bewerbungsschreiben - kennen und gewinnen so nicht nur an Erfahrung und Selbstbewusstsein, sondern auch erste berufsbezogene Kompetenzen, um sich den Anforderungen und Herausforderungen des modernen Arbeitslebens stellen zu können.



Abschluss


Angestrebter Abschluss und zentrales Bildungsziel der Realschule ist die Fachoberschulreife, nach Möglichkeit mit Qualifikation für den Besuch der gymnasialen Oberstufe oder eines Berufskollegs mit gymnasialer Oberstufe. Ein hoher Prozentsatz unserer Schüler entscheidet sich für diesen weiterführenden Bildungsweg.

 



Außerunterrichtliche Angebote


Ein Einblick in unser Schulleben zeigt, dass sich das Lernen nicht nur auf guten Unterricht beschränkt. Vielfältige außerunterrichtliche Aktionen und Angebote bieten unseren Schülern weitere Möglichkeiten, die geeignet sind, die oben genannten, auf ganzheitliches Lernen ausgerichteten Kompetenzen auszubilden. Exemplarisch seien hier zahlreiche Aktionen zugunsten Bedürftiger, Schulwanderungen und Schulfahrten, Besuch kultureller Veranstaltungen, Feste, Mittagstisch und Silentium (Hausaufgabenbetreuung) genannt.
Wichtig sind uns die Vertiefung von Sprachkenntnissen und die Förderung von Weltoffenheit der Schüler durch Auslandsaufenthalte in England und Frankreich. Hierzu tragen regelmäßige Englandfahrten und ein alle zwei Jahre stattfindender Schüleraustausch mit unserer französischen Partnerschule Ste. Marie in St. Dié bei.
Weiter Möglichkeiten, sich in der Schule gemäß unserem Schulmotto „Hier gewinnt das Wir“ zu engagieren und Verantwortung in einem Teilbereich zu übernehmen, bieten die Schulsanitäter, die Streitschlichter, die Sporthelfer sowie die Fahrrad- und Mopedsecurity.
Außerdem haben alle Schüler in den freiwilligen Arbeitsgemeinschaften Gelegenheit, ihre Neigungen und Fähigkeiten - etwa im sportlichen oder musisch-künstlerischen Bereich - auszuprobieren und zu entwickeln.
Nicht zuletzt die vielfältigen und phantasievollen Ideen zur Gestaltung der Feier unseres 100-jährigen Schuljubiläums sowie der Projektwochen und Schulfeste zeigen immer wieder die Lebendigkeit unseres Schullebens und die Identifizierung aller Mitglieder der Schulgemeinschaft mit unserer Schule.



Förderverein


Schließlich sei ausdrücklich erwähnt, dass unsere Schule sowohl im unterrichtlichen wie im außer-unterrichtlichen Bereich viel der unterstützenden Tätigkeit des Schulvereins St. Josef, unserem 1965 gegründeten Förderverein, verdankt.

 



Verein „Gesunde Pause“


Seit dem Jahr 2005 werden die Schüler von einem eigens gegründeten Verein in den großen Pausen mit einem leckeren Pausenfrühstück versorgt.

 



¹ Im Sinne der leichteren Lesbarkeit und ohne Diskriminierungsabsichten wird im Folgenden die männliche Form
benutzt.