Projekt ´Regentropfen´


 

Als soziales Projekt wird von der Schulgemeinschaft der Erzb. Realschule St. Josef wird die Stiftung ´Regentropfen´ in Ghana unterstützt. Wichtig für die Auswahl war:

 

a) die Spenden sollten unmittelbar an das Projekt gehen

b) das Projekt sollte Kinder/Schüler fördern  

c) ein Kontakt mit der Leitung des Projektes sollte jederzeit möglich sein.

 

Seit dem Jahr 2012 unterstützt die Erzb. Realschule Sankt Josef die Stiftung "Regentropfen", die sich für Kinder in Ghana einsetzt und diesen Kindern eine Schulausbildung ermöglichen möchte. Starten konnte unsere Unterstützung des Projektes mit einem Spendenlauf im Herbst 2012. Projektleiter Pater Moses bedankte sich im Anschluss mit einem Brief (siehe unten) und persönlich bei der Übergabe des symbolischen Schecks.

 


 

 


 

Brief des Leiter und Gründers der Stiftung ´Regentropfen´Pater Dr. Moses Asaah Awinongya SVD an die Schulgemeinschaft

 

Sehr geehrter Herr Rost,
sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer,
liebe Schülerinnen und Schüler,
sehr geehrte Eltern,

 

die Erzbischöfliche Realschule Sankt Josef ist inzwischen ein wertvolles und hochgeschätztes Mitglied der Regentropfen-Familie geworden: ob im Internet, in den Präsentationen und Dokumentationen der Stiftung Regentropfen oder auf dem Campus des Regentropfen Studien- und Ausbildungszentrums – die Realschule St. Josef ist überall vertreten. Für die Berufsschule wurde inzwischen auch ein Name gefunden: St. Joseph Training Center!


In der Entwicklungshilfe sollte man sich heute häufiger fragen, was für die Entwicklungsländer gut ist. Ich selber habe es als Kind in meinem Dorf erlebt, wie Lastwagen uns Lebensmittel gebracht haben und wie die Menschen in einer Menschenschlange stundenlang in der Sonne standen, um ihren Anteil zu bekommen. Dies war meistens Korn, und wenn wir Glück hatten, wurde Reis gebracht. Für mich als Kind war es eine äußerst bittere Erfahrung, dass meine Familie kurz davor stand, endlich an die Reihe zu kommen, um ihren Anteil zu bekommen, als es hieß: „Alles ist verteilt, es gibt nichts mehr“. Nach dieser Erfahrung entschloss sich mein Großvater, dass wir nie wieder hingehen, um Hilfsgüter zu bekommen.


Diese kleine Episode aus meinem Leben zeigt, dass es keineswegs die beste Entwicklungshilfe ist, Lebensmittel zu verteilen. Diese Strategie des Helfen-Wollens hat also schon damals nicht gestimmt und sie stimmt bis heute nicht, weil sie nicht nachhaltig Hilfe bringt. Es kann nur punktuell unterstützend sein. Die beste Hilfe ist, wenn man den Menschen hilft, selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen. Es ist besser, den Menschen die richtigen Agrartechniken beizubringen, die zu guten Ernten führen, als Lebensmittel an sie zu verteilen. Bildung und Ausbildung spielen also eine extrem wichtige Rolle. Die Erzbischöfliche Realschule St. Josef ist dabei ein sehr wichtiger Partner. Dank Ihres/Eures Engagements wird ein Lebenstraum vieler Menschen in meiner Heimat verwirklicht: ein Traum von einem besseren Morgen, von einer lebenswerteren Zukunft. Die Spendengelder, die die Realschule Sankt Josef durch den Sponsorenlauf für die Stiftung Regentropfen – Bildung zum Leben gesammelt hat, haben wir dankend erhalten und gut investiert. Das Lernzentrum bekam Türen und Glasfenster und mit einem Teil des Geldes konnten wir die Photovoltaik-Anlage montieren lassen, damit das gesamte Ausbildungszentrum eigenen Strom produzieren kann. Ohne die Hilfe der Realschule St. Josef hätten wir diesen großen Sprung nicht machen können. Damit können wir nun den Kindern einen geschützten Raum zum Lernen anbieten.


Wir bei der Stiftung Regentropfen – Bildung zum Leben sind der Meinung, dass die Entwicklungshilfe in unserer Zeit einen anderen Charakter haben und zu einer echten Entwicklungszusammenarbeit werden muss: Sie soll zukunftsweisend und nachhaltig sein und die Menschen, denen geholfen werden soll, müssen aktiv beteiligt sein und nicht zu Almosenempfängern abgestempelt werden. Das ist der Grund, warum wir einerseits Paten für die SchülerInnen und Auszubildenden suchen und andererseits eine Berufs- und Hochschule bauen, damit die jungen Menschen Ausbildung mit Zukunftsperspektiven bekommen. Es ist eine Investition, die Hilfe zur Selbsthilfe ist. Schon jetzt werden zahlreiche Arbeitsplätze geboten, die zur Einkommensgrundlage für Familien werden und die Region stärken, weil Väter und Mütter nicht mehr ihre Familien verlassen müssen, um anderswo im Land den Lebensunterhalt zu erarbeiten.


Wir sind dankbar für jede Hilfe für die Kinder und Jugendlichen sowie für den Bau der Berufs- und Hochschule. Ein Kind, das endlich mit weniger Sorgen in die Schule gehen kann, freut sich ebenso wie ein Jugendlicher, der einen Ausbildungsplatz bekommt. Dies ist nur möglich, wenn viele Menschen mitmachen. Jeder Regentropfen zählt. Wir sagen Ihnen/Euch allen sehr herzlich danke für die Unterstützung, die wir von Ihnen/Euch bekommen und freuen uns auf den gemeinsamen Weg in die Zukunft für das Wohl der Kinder und Jugendlichen in Ghana.


Ich wünsche Ihnen/Euch alles Gute und Gottes reichen Segen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Ihr Pater Dr. Moses Asaah Awinongya SVD

 


 

 

"Scheckübergabe" für Projekt in Ghana

21.250 Euro für Ghana - Ergebnis des Spendenlaufes für die Stiftung Regentropfen in Ghana

 

Pater Moses Asaah Awinongya von den Steylern Missionaren strahlte über das ganze Gesicht und bedankte sich vielmals und mit vielen guten Worten. Soeben hatte er von Schülerinnen und Schülern der Erzb. Realschule St. Josef, von der Organisatorin Petra Wessely und vom Schulleiter Stefan Rost einen symbolischen Scheck in Höhe von 21.250€ überreicht bekommen.


Diese große Summe war zusammengekommen, weil die Schüler im Rahmen eines Spendenlaufes viele Kilometer lang unterwegs waren. Für jeden absolvierten Kilometer gab es eine Spende von einem Sponsor, den sich die Schüler im Vorfeld gesucht hatten.


Mit dem Erlös aus dem Spendenlauf unterstützt die Schulgemeinschaft den Aufbau eines Bildungszentrums in Namoo im Norden Ghanas. Die Schülerinnen und Schüler von St. Josef wollen mit dieser Summe dazu beitragen, dass in diesem neuen Schulgebäude schon bald unterrichtet werden kann.


„Bildung für Ghana, Lebenshilfe für Menschen“ heißt das Projektmotto, welches in diesem Jahr Premiere hatte. Dem ersten gelungenen Schritt sollen weitere Aktionen folgen.


Im Rahmen der Scheckübergabe bedankte sich auch Herr Rost bei den Schülerinnen und Schülern und ehrte die Schüler und Klassen, die die meisten Kilometer gelaufen waren bzw. die größte Summe gesammelt hatten.


22 Runden, 30,3 Kilometer, liefen Laurenz Gaupp, Marcel Fischer und Lukas Röser.

18 Runden, 24,8km, liefen Lea Klein, Nickolas Pleitner und Dominik Kraut.

17 Runden, 23,5 km, lief Robin Zimmermann.


Klassen mit den meisten gelaufenen Kilometern pro Schüler:

Die Klasse mit den Drittmeisten gelaufenen Kilometern pro Schüler war mit 17,34km und 520 Gesamtkilometer die 6A.

Zweitlaufintensivste Klasse war mit 17,77km pro Schüler und 479,8 Gesamtkilometern die Klasse 5A

Und die Klasse mit den meisten Kilometern pro Schüler, nämlich 18,53km und 574,5 Gesamtkilometern war die 6B!


Klassen mit den höchsten gesammelten Geldbeträgen:

Am Drittmeisten mit dem Betrag von 2629,42€ sammelte die 5A.

Zweiteifrigste Klasse beim Einsammeln von Spenden mit 2888,70€ war die 6B.

Eine Klasse hat 3018,93€ gesammelt und war damit an der Spitze: die 7B.