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22 | 09 | 2017

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In Europa Schule sein ? Inspiriert von der Katholischen Soziallehre

In Europa Schule sein: An dieser europäischen Schnittstelle wollen wir die Themen Nachhaltigkeit, Employability (Beschäftigungsfähigkeit) und Internationalität miteinander verknüpfen.

 

Employabilitiy ist der Schlüssel junger Menschen für den europäischen Arbeitsmarkt, wobei wir den Arbeitsmarkt selber als gestaltbar von jungen Menschen durch deren Kompetenzen und deren kritischem Potential sehen. Dabei müssen sie Resilienz ausbilden, Entwicklungsaufgaben bewältigen und eine fundierte religiöse Haltung entwickeln. Gerade für angehende Erzieherinnen und Erzieher geht es nicht lediglich darum, sich durch Flexibilität und lebenslanges Lernen fit für einen dynamischen europäischen Arbeitsmarkt zu machen, sondern sie sind angehalten, ihre Arbeitswelt auch zu einem Lebensraum zu machen, in der christliche Grundwerte verwirklicht werden. Die Humanisierung von sozialen Arbeitsfeldern durch Sozialkompetenz ist ein Kernanliegen an unserem Berufskolleg: Wenn der europäische Arbeitsmarkt in Zukunft nicht nur durch Effektivität und Pragmatismus, sondern auch vom christlichen Menschenbild geprägt sein soll, muss  von Seiten der Pädagoginnen und Pädagogen  auf die Balance zwischen Leistungsanforderung und menschlicher Würde hingearbeitet werden. Internationalität ist der Schlüssel für Völkerverständigung und eine möglichst friedliche Zukunft. Es gilt, von anderen Kulturen zu lernen, andere Perspektiven verstehen zu lernen, Gemeinsamkeiten zu finden, anstatt Unterschiede zu betonen. Im konkreten Berufsfeld von Erzieherinnen und Erziehern bedeutet dies auch eine solidarische Haltung.

Auf dem Foto: Studierende der Fachschule Oberstufe (Erzieher/in) beim Austausch in Krakau.

 

Diesen drei Eckpunkten gehen wir am St. Ursula Berufskolleg seit 2013 Schritt für Schritt nach, wollen sie in Zukunft an unserer Schule weiterentwickeln, da wir diese für Schlüsselkompetenzen für die Zukunft in Europa und der Welt halten. Hier streben wir eine Verdichtung der schon bestehenden Kooperationen mit unseren Partnern in Krakau (PL) und Belfast (GB) an, wobei wir noch eine weitere Partner(hoch)schule in Südeuropa suchen. Der inhaltliche und organisatorischer Zusammenhang der Vernetzung von Belfast, Krakau und Düsseldorf ist die Etablierung von Praktika für angehende Erzieherinnen und Erzieher über ein Erasmus + Projekt mit den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Employability und Internationalität. Ein vorläufig verbindendes Gesamtprodukt der bisherigen Zusammenarbeit soll Ende 2015 ein europäischer Imagefilm zur Erzieherausbildung sein, der sowohl die vielfältigen Ebenen dieses Berufsfeldes zeigt als auch die Versuche, die Ausbildung gemäß Lehrplan im Qualifikationsrahmen für die religiöse Bildung von Erzieherinnen und Erziehern an Katholischen Fachschulen und Fachakademien zu gestalten. In diesem Rahmen sollen auch Prinzipien Katholischer Soziallehre angesprochen werden. Dieser Film wird vom Deutsch - Polnischen Jugendwerk im Rahmen eines Wettbewerbes gefördert und entsteht in enger Absprache mit unseren Partnern aus Krakau. Eine DVD soll im November 2015 in angemessener Stückzahl produziert werden.  Für dieses Unterfangen arbeiten wir bereits mit kompetenten Partnern zusammen und haben schon mehrere Projektschritte vollzogen, mit denen wir uns auf den Weg zum Zertifikat „Europaschule“ machen.