20 | 06 | 2019

Unser Schulhunde-ABC

Informatives und auch Witziges rund um unsere Schulhunde

   

Öfter mal vorbei schauen lohnt sich, da das ABC nach und nach mit neuen Infos gespickt wird :-)

   

A wie Ausbildung

Die Ausbildung zum Therapiebegleit- und Schulhund werden unsere beiden Schulhunde am „Therapiehundezentrum Jacobs“ in St. Augustin durchlaufen.

Die Ausbildung von Lehrkraft und Hund umfasst mehrere Module, die das Hund-Mensch-Team absolvieren muss, um abschließend ein Zertifikat zu erlangen.

Vilma hat ihre Ausbildung schon begonnen und besucht momentan die Welpenschule (siehe unten).

 

E wie Entwurmung

Hunde, die artgerecht leben und frei laufen dürfen, kommen unweigerlich mit Würmern in Kontakt. Das ist nicht zu vermeiden und ein natürlicher Vorgang.

Tierärzte und Tiergesundheitsratgeber empfehlen eine regelmäßige Entwurmung der Hunde, damit Hundewürmer keine Chance haben.

Empfohlen wird eine Entwurmung „als Prophylaxe“ alle drei bis vier Monate.

Die sogenannte Wurmkur ist eine Entwurmung durch chemische Mittel mit der

Aufgabe, die Parasiten im Darm des Hundes abzutöten. Durch den Hygieneplan der KGS Ittenbach haben sich die Besitzerinnen unserer Schulhunde verpflichtet, turnusmäßig alle drei Monate eine Entwurmung der Tiere durchzuführen. Auf tierärztlichen Rat kann diese bei negativer Kotprobe auch entfallen.

 

F wie Futter

Aktuell bekommt Vilma ein spezielles Futter für Welpen großer Rassen, um sie optimal in ihrer körperlichen Entwicklung zu unterstützen und beste Grundlagen für einen gesunden Knochenbau zu legen.

G wie Geburtstag

Vilma wurde am 27.02.2019 geboren.

I wie Impfung

Die Schutzimpfung ist ein probates Mittel, um Hunde vor einigen der gefährlichsten bis tödlichen Hundekrankheiten bestmöglich zu schützen.

Impfungen bieten je nach Wirkstoff einen guten bis sehr guten Schutz gegen bakterielle und virale Krankheiten, die bei einer Ansteckung für Hunde ansonsten tödlich verlaufen oder mit schweren Folgeschäden einhergehen.

Solche Impfungen schützen nicht nur das geimpfte Tier vor Ansteckung. Sie helfen zudem dabei, die Erreger der Krankheit auszumerzen oder wenigsten zurückzudrängen. Fehlt dem Erreger sein Wirt, wird die Erregerpopulation automatisch minimiert.

In Deutschland besteht für Hunde keine Impfpflicht, jedoch verpflichten sich die Halterinnen unserer Schulhunde, in Absprache mit dem Tierarzt die üblichen Impfungen regelmäßig durchführen zu lassen. Mit besonderer Wichtigkeit ist hier die Tollwutimpfung zu nennen. Unsere Schulhunde wurden im Welpenalter grundimmunisier. Danach folgen Wiederholungsimpfungen in bestimmten Intervallen, die gewährleisten sollen, dass der Immunschutz des Hundes lückenlos bestehen bleibt.

 

P wie Papiere

Warum sollten Käufer eines Rassehundes mehr Geld ausgeben für ein Stück Papier, das Zuhause sowieso nur in der Schublade verschwindet? Man möchte doch nur einen lieben Familienhund (oder in unserem Fall Schulhund :-)), interessiert sich weder für Zucht noch für Ausstellungen. Also können einem Papiere doch egal sein.

 

Dieses Papier, die Ahnentafel, ist aber weit mehr als ein buntes Blatt mit den Namen der Vorfahren eines Hundes. Die Ahnentafel von einem seriösen Zuchtverband ist die Bescheinigung einer unabhängigen Kontrolle des Züchters und der Welpen durch den Zuchtverband.

 

Durch die Papiere bescheinigt der Zuchtverein dem Käufer, dass der Welpe aus einer geplanten Verpaarung stammt. Eine geplante Verpaarung bedeutet, dass sich der Züchter im Vorfeld unglaublich viele Gedanken und Überlegungen zu dem Wurf gemacht hat.

Bevor die Planungen losgehen, muss der Hündin sowie dem Rüden die Zuchttauglichkeit bescheinigt werden. Hierzu müssen die Tiere auf verschiedenen Veranstaltungen vorgeführt werden, brauchen eine Zuchtzulassung und entsprechende Gesundheitsuntersuchungen. Unabhängige, geschulte Personen überprüfen Optik und Verhalten der Hunde. Hunde mit starken optischen Mängeln oder Anomalien wie starken Zahnfehlern oder Wesensmängeln wie Aggressivität oder Ängstlichkeit, haben in der Zucht nichts zu suchen. Denn sie würden diese Mängel mit großer Wahrscheinlichkeit an ihre Nachkommen weitergeben. Jede Rasse hat ihre eigenen, gesundheitlichen Baustellen. Durch Zucht, Untersuchungen und Dokumentation über Generationen werden diese Baustellen sichtbar, können systematisch bekämpft und schließlich behoben werden. Wer einen Welpen mit Papieren kauft, tut etwas für den gesunden Fortbestand der gesamten Rasse. Denn zur Zucht werden nur gesunde Tiere zugelassen, die frei von bekannten Rasseerkrankungen sind, soweit man das nach aktuellem Stand der Wissenschaft, z.B. mittels Gentest oder durch klinische Untersuchungen wie Herzultraschall etc., beurteilen kann.

Mit dem Wissen um die Vorzüge und Schwächen seiner eigenen Hündin, vom Typ als auch vom Wesen, macht er sich nun auf die Suche nach geeigneten Rüden. Er recherchiert in Datenbanken, studiert Ahnentafeln, telefoniert mit Züchterkollegen und klappert Webseiten ab. Für jeden potentiellen Kandidaten sichtet er Gesundheitsbefunde, den Wesenstest, Ausstellungsbewertungen und die Formwertbeurteilung. Er stellt Berechnungen zu Inzuchtkoeffizient und Ahnenverlustkoeffizient an und trifft anhand all dessen eine Einschätzung, ob diese Verpaarung zu seinen persönlichen Vorstellungen und dem Idealbild der Rasse passt. Eine geplante Verpaarung bedeutet also unglaublich viel Aufwand und Überlegungen vor dem eigentlichen Wurf.

 

Nicht zuletzt sind die Papiere also ein Zeugnis dafür, dass dem Züchter seine Hunde und Welpen am Herzen liegen, denn er scheut keine Kosten und Mühen um gesunde, wesensfeste und reinrassige Hunde zu züchten. Die Zucht im Verein ist sehr aufwendig und teuer.

 

Denn die Zuchtstätte muss besichtigt und genehmigt werden, hierzu wird sie besichtigt und muss sauber, ausreichend groß und gut eingerichtet. Der Zuchtname muss eingetragen werden. Durch die Zuchtordnung geregelt, darf die Hündin nur eine begrenzte Anzahl Würfe aufziehen und hat Schonfristen zwischen den Würfen. Genauso gibt es ein Mindest- und ein Höchstalter für die Hündin und ein Mindestalter für den Rüden.

Besonders wichtig ist die Wurfabnahme vor dem Auszug der Welpen zu ihren neuen Besitzern. Das ist eine Art Endkontrolle durch einen geschulten Zuchtwart. Er erkennt beim Welpen Anomalien, wie einen Hodenhochstand, einen verkürzten Unterkiefer oder eine leichte Bewegungsanomalie. Dies fördert Transparenz und Aufklärung gegenüber dem Käufer. Schließlich kommt noch die Ausstellung der Ahnentafeln für die Welpen hinzu.

 

All diese Kosten spart sich ein Wald-und-Wiesen-Züchter. Wer keine Kosten und Mühen scheut um gesunde, wesensfeste und reinrassige Hunde zu züchten, dem liegen seine Welpen wirklich am Herzen.

Die Papiere sind also enorm wichtig und geben dem Käufer eine gewisse Sicherheit. Zwar kann niemand garantieren, dass der Welpe stets gesund bleibt, aber es wurde nach bestem Wissen und Gewissen alles getan, um das Risiko für Erkrankungen zu minimieren.

 

Natürlich haben Mischlinge ihren ganz eigenen Charme, ihre Liebhaber und damit auch ihre Berechtigung. Aber das ist dann eben auch ein Mischling, mit seinen ganz eigenen Vor-, aber auch Nachteilen und kein „Rassehund“, der ohne Papiere verkauft wird.

S wie Streicheln

Unsere Schulhunde sind Kinder von klein auf gewöhnt, auch Säuglinge und Kleinkinder brauchen keine Angst vor ihnen zu haben. Dennoch ist es immer sinnvoll, den Hundebesitzer zu fragen, ob man ein Tier streicheln darf. Gibt der Hundebesitzer grünes Licht, bleibt man mit etwas Abstand zum Hund stehen und spricht ihn an. Blickt er auf und nimmt nun seiterseits Kontakt auf, kann man ihn ohne weiteres streicheln oder mit ihm spielen. So wird der Hund nicht überrumpelt und kann die Streicheleinheiten in vollen Zügen genießen.

T wie Tierarzt

Bisher kennt Vilma den Tierarzt nur von Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen. Wir drücken die Daumen, dass das auch immer so bleibt!

 

W wie Welpenschule

Die ersten 16 Lebenswochen sind für einen Hund und dessen Persönlichkeitsentwicklung äußerst entscheidend. In dieser Zeit befinden sich die kleinen Fellnasen in ihrer Prägezeit, in der sie am besten lernen. Es gilt, diese wichtige Phase zu nutzen, um in einem abwechslungsreichen Welpenkurs einen optimalen Start in Ihr Hundeglück zu finden.

 

 

Z wie Züchter

Vilma stammt aus der Zuchtstätte „Berner Sennen vom Siegfall“.

Ihre Mutter ist „Elza vom wilden Berg“ und ihr Vater ist der stattliche „Deckrüde Alf von der Dondert“.

Vilmas Züchterin setzt ihre Hündin als Therapiebegleithund in einem Kindergarten ein – na wenn dieser Job mal nicht schon in der Familie liegt :-)