13 | 11 | 2019

Tagebuch unserer Schulhunde

 

 

 

Vilma und Alana erkunden gemeinsam die Schule

Vilma berichtet:

Heute war ich den ganzen Tag bei Alana, das war vielleicht ein Spaß!

Zuerst haben wir wieder Flitze-Runden auf dem Sportplatz gedreht. Inzwischen habe ich eingesehen, dass ich ihr nicht hinterher komme, aber schlau wie ich bin, habe ich herausgefunden, dass man ja auch abkürzen kann.

Danach waren wir bei Alana Zuhause und ich habe ihren Kumpel Shakty kennen gelernt. Der ist echt lieb, hat mir sogar sein Knabberteil geschenkt.

 

Später sind wir dann mit Alanas Frauchen in die Schule spaziert, um Unterricht vorzubereiten. Jetzt wissen wir, wo der Kopierer steht, dass man Arbeitsblätter lochen muss und wie man die Tafel wischt, denn wir haben aufmerksam zugeschaut.

 

Wir werden also immer mehr zu Schulhunden, juhuuuu!

 

 

 

Auch ein Schulhund muss in die Hundeschule

Geduldig warten will gelernt sein
Geduldig warten will gelernt sein

Liebe Kinder,

 

mein Besuch bei euch hat so viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass ich bald wieder kommen kann.

 

Noch muss ich aber selbst erstmal viel, viel lernen, bis ich groß und ein „richtiger“ Schulhund bin. Und hierfür muss ich in die Hundeschule.

 

 

 

Ja, das gibt es wirklich und eigentlich ist es da gar nicht so viel anders als bei euch:

Erst trifft man seine Kumpels, aber dann heißt es still sein, zuhören und vor allem still sitzen. Puuuuhhh, ihr kennt das bestimmt auch, so einfach ist das gar nicht. Wo man doch lieber mit den Freunden quatschen und ne Runde spielen würde!

 

Aber gut, wenn ich dann dafür bald regelmäßig mit in die Schule zu euch darf, mache ich halt artig mit. Naja, meistens zumindest :-)

 

Oft ist es aber auch echt spannend, ich lerne zum Beispiel neue Tricks und dass man nicht alles fressen darf, was auf dem Boden rumliegt – ha, das ist meine leichteste Übung, bin ich mit Futter doch eh sehr mäkelig.

Sitzen und liegen bleiben, wenn Frauchen weg geht, ist dagegen echt schwierig! Aber auch darin werde ich immer besser. Worin ich echt ein Streber bin, ist neue Dinge anzugucken, neue Geräte auszuprobieren und neue Umgebungen kennenlernen. Ich hab echt vor nix Angst und freue mich über alles und jeden. Letzte Woche zum Beispiel waren wir mit meiner Gruppe in der Stadt. Da mussten wir üben, brav vor Geschäften zu warten und ordentlich und ohne Ziehe zwischen den ganzen Leuten an der Leine zu laufen. Ängstlich war ich zwischen den ganzen vielen Menschenbeinen überhaupt nicht. Aber langsam laufen…, puuuuhhhh, das muss ich als waschechter Windhund echt noch üben…

 

Vilma ist übrigens auch in meiner Schule, aber eine Gruppe über mir. Aber die ist ja auch schon zwei Monate älter als ich.

 

Seit Kurzem bin ich nicht nur in der Hundeschule, sondern auch im Hundeverein und da ist es total cool! Da fängt jede Stunde mit Spielen und Quatsch machen mit Frauchen an und danach kann ich mich super konzentrieren und neue Sachen lernen.

 

Ihr seht also, ich arbeite fleißig und Zuhause wird auch bei jedem Spaziergang trainiert und auch im Haus und Garten kann man jede Menge üben – also wieder wie bei euch, Hausaufgaben müssen nun mal sein!

 

A pro pos, ich muss jetzt los, Gassi gehen.

Liebe Grüße und bis bald!

Eure 

Alana

 

 

 

Alanas "Erster Schultag" - Frau Fogolin berichtet von den ersten Besuchen:

Am 10 September war es soweit, Alana durfte mich das erste mal in den Unterricht begleiten.

Tags zuvor war die Klasse darauf vorbereitet und wichtige Regeln für Hundebesuch besprochen worden.

Da ich dienstags frei habe und die Klasse in der entsprechenden Unterrichtsstunde von einer Kollegin unterrichtet wurde, waren beste Voraussetzungen für eine gute Begleitung des ersten Schulbesuches gegeben.

 

Die Kinder verhielten sich vorbildlich, blieben ruhig und rücksichtsvoll, ganz so, wie es besprochen worden war.

Und Alana?

Die war fröhlich und aufgeschlossen, ging neugierig auf jede hingestreckte Hand zu, naschte von jedem Kind das angebotene Leckerlie. Nach und nach konnte jedes Kind sie streicheln.

 

Natürlich durfte am ersten Schultag eine Schultüte nicht fehlen, die die Kinder für Alana auspackten. Unter Lachen stellten wir fest, dass der Inhalt fast so wie in den Kinder-Schultüten war: ein Ball als Spielzeug, Hundefutter als "gesundes Pausenbrot", Leckerlies als "Süßigkeiten" und Zahnpflegekauknochen - etwas Sinnvolles darf ja auch nicht fehlen. 

 

Im Sitzkreis wurde dann noch kurz Ball gespielt, bevor ich mich mit Alana wieder verabschiedete. Natürlich mit dem Verprechen, bald wieder zu kommen :-)

 

Beim zweiten Besuch sollten Kinder wie Hund lernen, dass sich an Schulhundtagen nicht immer alles nur um Alana dreht.

So haben wir gemeinsam nach einer kurzen Begrüßungsrunde Alana mit unserem "Zauberschnips!" weggezaubert. Und siehe da: Alana war unsichtbar!

Die Kinder arbeiteten leise und konzentriert an ihrem Heft, keiner beachtete Alana mehr. Und die begab sich nach einer Kontrollrunde durchs Klassenzimmer zu ihrem Kissen, legte sich dort hin und beobachtete von nun an das Geschehen von dort aus.

 

Selbst als die Kinder nach der Arbeitsphase in den Kreis kamen (übrigens so leise und vorbildlich wie noch nie...), blieb sie entspannt liegen.

Erst, als sie wieder hergezaubert und mit großem "Hallo!" freudig begrüßt und für ihre Geduld belohnt wurde, lief sie wieder fröhlich von Kind zu Kind und spielte mit den Schülern und ihrem Ball.

 

Vorbildlich, Kinder wie Hund - so kann es gerne weiter gehen :-)

Suchbild: Wo ist der Schulhund? Natürlich brav im Körbchen!
Suchbild: Wo ist der Schulhund? Natürlich brav im Körbchen!

 

 

 

19. August 2019: Alana berichtet von ihren ersten Wochen bei Familie Fogolin

Alana mit 14 Wochen
Alana mit 14 Wochen

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien konnte ich bei meiner neuen Familie einziehen - wenn ich das mal nicht toll geplant habe!

Und was soll ich sagen, mit meinen 13 Wochen war ich ja schon eine junge Dame und es wurde auch langsam Zeit, von Mamas Rockzipfel wegzukommen. Es war zwar eine wundervolle Zeit, in der ich ganz liebevoll aufgezogen wurde und in Ruhe wachsen und gedeihen durfte, aber 4 Brüder zu haben ist auch echt anstrengend, wenn die älter werden.

 

So war der Abschiedsschmerz schnell vergessen und das Abenteuer "Leben nach der Kinderstube" konnte beginnen! Ich habe mich super schnell in  der neuen Familie eingelebt, der Hundeopi dort ist so toll, der hat mir alles ganz genau erklärt. Vor allem, dass ich die Nase aus seinem Napf und von seinem Ball lassen soll ;-)

 

Mit den beiden Kindern habe ich mich ganz schnell angefreundet, die sind immer für eine Runde Spielen zu haben und kuscheln geht mit denen auch super. Und auch die Katzen sind ok, nur gucken die so ungnädig, wenn ich fröhlich auf sie zusause und Fangen spielen will.

 

Ganz überrascht habe ich Frauchen und Herrchen damit, dass ich schon stubenrein war und brav gemeldet habe, wenn ich mal musste. Aber klaro, war ja schon groß!

 

Nach einer Woche durfte ich dann auch schon mit in den Urlaub an die Ostsee, das war vielleicht spannend! Weil ich noch so klein war, durfte ich bei Fahrraddtouren in einer Tasche sitzen, so konnte ich überall mit und ganz viel erleben. Im Sand spielen, das Wasser erkunden (schwimmen gehe ich erst nächstes Jahr... oder vielleicht übernächstes... oder vielleicht überübernächstes...), im Vogelpark die vielen Tiere bestaunen und auch mal mit in die Stadt gehen, ich habe ganz schön viel erlebt.

 

Denn Rest der Sommerferien waren wir dann Zuhause. Frauchen hatte Besuch von einer lieben Freundin, die in Bayern Hundeausbilderin ist. Da war jedes Gassi- Gehen gleich Training pur, das hat soooooo Spaß gemacht!

Eine Woche später war Frauchens Schwester für ein paar Tage da mit ihren beiden kleinen Kindern. Boah, der eine war vielleicht klein, da kam ich mir richtig groß vor! Mit denen habe ich fleißg geübt, dass man Kinder nicht anspringt (das war ganz schön schwer zu verstehen, ich hab mich doch so gefreut, dass die da waren) und vorsichtig mit ihnen sein muss. Denn nur dann haben sie keine Angst vor mir und spielen mit mir.

 

In der letzten Woche darf ich nun die Schule in Ruhe erkunden und treffe vielleicht schon ein paar von Frauchens Kollegen. Auf die bin ich auch schon sehr neugierig!

 

Zum Schulanfang werde ich noch nicht gleich dabei, da Frauchen die "alten" Schüler erstmal selbst nach den Ferien wieder treffen will und die Neulinge auch erstmal kennen lernen möchte.

 

Aber ich hoffe, dass ich dann schon bald mal zum Schnuppern mitkommen darf.

Ich freu mich jedenfalls auf euch und wünsche allen I-Dötzchen einen ganz tollen Start!

 

Bis bald!

Eure Alana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Mai 2019: Vilma berichtet über ihre ersten Tage bei Frau Kucharski:

Vilma mit 9 Wochen
Vilma mit 9 Wochen

Nun wohne ich schon seit einer Woche bei Frau Kucharski und es wird Zeit, dass ich mal ein bisschen was von mir erzähle.

 

Es ist aber auch alles ist soooo aufregend hier!

Ich probiere einfach ALLES, was unser Garten so zu bieten hat! Sogar einen klitzekleinen Teil eines Regenwurmes ... Was kriecht der mir auch so mir nichts dir nichts vor die Schnauze!? Nur, Leute, ich kann ihn wirklich nicht empfehlen - echt schwer bekömmlich!
Ich hatte einen Nachmittag nen flotten Otto!

 

Stubenrein bin ich auch schon fast... aber es sind auch alle wie der Teufel hinter mir her, wenn gespielt, geschlafen oder gefressen wurde. Sogar im Regen musste ich raus - dabei haben die so einen schönen Teppich. Aber kaum hatte ich mich gedreht, wurde ich auch schon hoch genommen!

 

Ansonsten kann ich euch erzählen, dass ich die Königin der hohen Töne bin. Ganz besonders im Auto probiere ich die besten Stimmlagen. Aber langsam geht es. Ist ja unausweichlich!

 

Meine erste Zecke hatte ich auch schon! Frauchen standen die Schweißperlen auf der Stirn, bis sie die endlich aus hatte! Ich habe mich auch nach allen Kräften gewehrt, schließlich wusste ich nicht, was sie wollte!

 

Heute war ein besonders aufregender Tag: ich habe die neue Tierärztin kennen gelernt. Die war ganz schön nett und echt begeistert von mir! Ich wiege 8,7 Kilo, meine Zähne sind in Ordnung, meinen Ohren, mein Bauch, meine Augen: alles o. k., was heißt o. k.? Alles bestens!

Sie hat mich Zuckerpüppchen genannt und fand mich wohl recht hübsch.

 

Abends bin ich ab 7:30 Uhr recht erledigt, muss dann noch mal raus und schlafe bis circa 6:30 Uhr. Na, das ist etwas geschummelt vorher melde ich mich schon auch noch einmal, so gegen 4:30 Uhr.

 

Ach noch etwas, nächsten Mittwoch gehe ich zum ersten Mal in die Welpenschule! Oh wie aufregend!


Ich werde wieder berichten!

Eure Vilma