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Blankenheim

Seit über zwanzig Jahren zieht es die Marienberger Musikerinnen und Musiker in ....

Blankenheim

 

Seit über zwanzig Jahren zieht es die Marienberger Musikerinnen und Musiker in die winterliche Eifel, doch noch nie empfing die Eifel die Ensembles mit einer solchen Milde und frühlingshaften Freundlichkeit wie dieses Jahr. Wo die Lehrerinnen und Lehrer (besonders Letztere) sonst versuchen, mehr oder weniger offen ausgetragenen Schneeballschlachten zu entkommen, traf man sich, um in der Sonne Kaffee und Eis und die wohlverdiente Pause nach dem Mittagessen zu genießen.

 

Denn bei aller Idylle: Alle Beteiligten arbeiteten sehr hart für die anstehenden musikalischen Aufgaben, Chor und Orchester vor allem für die Aufführungen des Mozart-Requiems Anfang April. In hochkonzentrierten Proben ging die Saat der bisherigen Arbeit auf, so wie auch mit einem Mal die Natur einen Sprung zu machen schien, um den mühseligen Winter hinter sich zu lassen. Wie Chor und Orchester am Ende im Zusammenspiel buchstäblich Himmel und Hölle in Bewegung setzten, begeisterte Mitwirkende und Leiter gleichermaßen. Hoffen und Bangen, Apokalypse und Trauer dieses unvollendeten Geniestreichs waren mit Händen greifbar. Neben diesem Solitär der Chor- und Orchesterliteratur standen ebenso konzentrierte Proben für die Zeit nach dem Requiem im Mittelpunkt, wobei die hier deutlich freundlicher angestimmten Töne ein gutes Gegengewicht zu Mozart bildeten (Sonst ist dies ja oft eher umgekehrt!). Unterstufenchor und Unterstufenstreichorchester gingen unter freundlicher und kompetenter Hilfe von Altschülerin Freya Grothe und Felix Neugart ungestüm auf die recht anspruchsvollen Arrangements los, taten sich mit dem Bläserkreis zusammen und begeisterten beim abschließenden Vorspielabend ebenso wie eben dieser Bläserkreis, der unter der Leitung von Frau Richter präzise wie immer ein stilistisch weitgefächertes Repertoire bot. Sogar zwei Marienberger Spontanensembles gaben Kostproben ihres Könnens. Ein A-Capella-Chor aus Oberstufenschülerinnen und männlichen Erwachsenen bot ein sicher musiziertes Lied und ein Kammerensemble aus Violinen, Viola, Klarinette, Flöte, Cello und Klavier musizierte Rameau und ein womöglich gar nicht so zufällig aufgetauchtes Medley aus Richard Strauss‘ Rosenkavalier mit seinen Ohrwurmwalzern. Apropos Walzer: Wahrscheinlich  hat Blankenheim noch nie so im Dreivierteltakt geswingt wie dieses Jahr. Nicht nur der Kryptowalzer von Mozarts-Lacrimosa, sondern fast alles außer Mozart stand im Dreiertakt und machte aus dem Eifeldorf ein wenig Wien oder Paris oder Moskau oder Schloss Darkmoor oder….

Lediglich die neuformierte Band vertraute auf den guten alten Viervierteltakt, als sie am Ende des Vorspielabends den Musikerinnen und Musikern mit ihren Hits einheizte und dabei beeindruckende Virtuosität im Zusammenspiel zeigte.

Stimmungsvoller Abschluss einer ebenso spannenden wie entspannten Fahrt war wie immer die heilige Messe mit Pfarrer Dalhaus in der hübschen historischen Kirche von Blankenheim.

Michael Köhne

Fotos: N.N.

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