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Einschulung

Der erste Schultag für unsere neuen Marienbergerinnen - Kleine Fotogalerie

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Der erste Schultag für unsere neuen Marienbergerinnen

 

Eigentlich sollte man denken, dass sich dieses, alljährlich nach den Sommerferien stattfindende Ereignis, immer ähnlich gestaltet. Aber in diesem Jahr ist -  bedingt durch die epidemiologische Sondersituation in unserem Land – alles anders und für alle Beteiligten neu.

Zum Glück konnten wir – übrigens als so ziemlich einzige Schule im weiten Umkreis  -  am Ende des vergangenen Schuljahres unsere neuen Schülerinnen mit einem „Kennenlernstündchen“ für jede einzelne Klasse zumindest das jeweilige Klassenlehrerteam, die Patenschülerinnen und die Klassenzusammensetzung bekanntgeben. So war die erste Neugierde gestillt und die ersten möglichen Ängste angesichts einer neuen Situation abgebaut -  denn alle neuen Schülerinnen und ihre Mitschülerinnen haben wahrgenommen: Das  Klassenlehrerteam ist sehr nett und hat viel Verständnis für eventuelle Sorgen.

 

Heute, am Donnerstag, den 13. August 2020, hat nun der erste richtige Schultag stattgefunden. Leider in diesem Jahr nicht wie sonst immer mit einem feierlichen Gottesdienst im Quirinusmünster, wo unser Schulgeistlicher, Pastor Dalhaus, es sich in den vergangenen Jahren nie nehmen ließ, jede einzelne neue Schülerin im Altarraum zu segnen. Ein schönes Zeichen dafür, dass wir unsere Schullaufbahn mit ihren vielen Freuden und hoffentlich nur selten vorhandenen Sorgen Gott anvertrauen, der seine Liebe  jeder einzelnen in gleicher Weise schenkt und uns auf unserem Weg begleitet.

 

Dieses Jahr wurden im Forum zuerst die Schülerinnen der Klassen 5a und 5b, eine gute Stunde später diejenigen der Klassen 5c, 5d und 5e von Schul- und Stufenleitung begrüßt. Ein, wenn auch coronabedingt reduziertes Bläserensemble unter Leitung von Hilla Richter, hat einen musikalischen Leckerbissen präsentiert. Alle Kinder wurden nun klassenweise auf die Bühne gerufen und dort persönlich von Herrn Latzel und ihrem Klassenleiterteam sowie ihren Patinnen begrüßt. Dort konnten  die jungen Damen gleich drei verschiedene Präsente neben den besten Wünschen der Schulleitung für eine schöne Schulzeit in Empfang nehmen:  

1. Ein kleines buntes Armbändchen ( mit der Aufschrift :“Wir sind Marienberg!“) wurde jeder einzelnen Fünftklässlerin gegeben, genauso wie dies die Mitschülerinnen am Ende letzten Schuljahres bereits erhalten hatten. Als sichtbares Zeichen dafür, dass wir sind mehr als die Summe der einzelnen Teile, wir sind alle Teil einer großen, miteinander lernenden und lebenden Schulgemeinschaft.

2. Gleichfalls wurde ein  Brief des Erzbischofs für jede einzelne Schülerin überreicht.

3. Und - als erste "Hausaufgabe", in bunten Umschlägen verpackt, erhielten die Kinder ein „Arbeitsblatt“, auf dem sie ihre Hoffnungen, aber auch ihre eventuellen Sorgen, Nöte und Bedenken angesichts eines Schulwechsels in ganz besonders unsicheren Zeiten notieren sollen. Im festverschlossenen Umschlag, nur mit dem eigenen Namen versehen, wird dieser Brief dann erst mit der Zulassung zum Abitur den, zu diesem Zeitpunkt zu jungen Damen herangewachsenen Schülerinnen, wiedergegeben. Sicherlich und hoffentlich wird dann die Reaktion der allermeisten sein: „Es war eine tolle Zeit -  wir hatten viel Freude miteinander -  und wir können sagen, dass unsere Sorgen und Bedenken zu Beginn der 5. Klasse  sich als weitgehend gegenstandslos erwiesen haben!“ Vielleicht gewinnen diese ersten Hausaufgaben sogar einmal  -  da in besonderen, nämlich coronesischen Zeiten erledigt – eine ganz besondere Bedeutung als historisches Dokument …

 

Nach den üblichen Erledigungen in der Klasse – Stundenplanvergabe, Bücherverteilung, Erklären der Regeln für das Lernen in Coronazeiten – ging es klassenweise auf den Schulhof. Mit bunten Luftballons, die wir hoch zum Himmel steigen lassen durften, signalisierten die (leider notwendig mit Masken bekleideten) jüngsten Marienbergerinnen ihre Hochstimmung angesichts der Tatsache, dass aktuell wieder zumindest einigermaßen normaler Präsenzunterricht stattfinden kann und dass somit die Zeit des einsamen Lernens zu Hause ein Ende hat.

 

Nicht nur ich als Koordinatorin habe angesichts der bunten Ballons ein Stoßgebet an den lieben Gott zum Himmel gesandt, dass diese zurückgewonnene Normalität lange, am besten für immer weiter aufrechterhalten werden kan.

Unterricht ist ja nicht nur Erwerb von Wissen und Kompetenzen – das mag digital ebenfalls sehr erfolgreich vonstatten gehen und hat auf Marienberg dank Moodle und Videokonferenzen auch prima geklappt. Aber Schule als Lebensraum und Lebensform hat eine eminent wichtige soziale Komponente mit anspruchsvollen pädagogischen und  erzieherischen Aufgaben. Und wir LehrerInnen würden nichts lieber tun, als diesem Gesamtumfang des pädagogischen Ethos gerecht zu werden…

Unsere kleiner Fotogalerie gibt einen Einblick in die Erlebnisse der heutigen Tages.

 

Sabine Exner-Scholz, Koordinatorin in der Erprobungsstufe

 

 

 

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Schulabteilung