Start Impressum Datenschutz Kontakt Sitemap

Forschungszentrum Jülich

Jülich, wir kommen...gerne!!!!

Forschungszentrum Jülich

Jülich, wir kommen...gerne!!!!

Exkursion der NW Leistungskurse ins Forschungszentrum Jülich

 

Am 15. Januar 2019 war es wieder soweit. Die naturwissenschaftlichen Leistungskurse der Q2 fuhren traditionsgemäß mit ihren Leistungskurslehrern zum Forschungszentrum Jülich, um einen Einblick in verschiedene modernste Forschungs- und Anwendungsbereiche des jeweiligen Fachgebietes zu erhalten.

Um 8.15 Uhr versammelten sich 56 Schülerinnen der Leistungskurse Biologie, Chemie und Physik, um mit ihren Lehrer/Innen Frau Hirnstein, Frau Severin, Herrn Krieger und Herrn Witting die Fahrt nach Jülich anzutreten.

Willkommen geheißen wurden die Marienbergerinnen dort im Rahmen einer kurzen Präsentation über die Geschichte und die Hintergründe der Forschungsanlage. Dabei erfuhren sie genaueres über bisherige Forschungsprojekte und deren Ideen und deren Erfolge und wurden dabei auch über diverse Berufsmöglichkeiten und Berufsfelder informiert, welche mit dem Forschungsinstitut in Verbindung stehen. Dabei wurde auch betont, dass es im Bereich der Forschung viele, unterschiedliche Berufe gibt, so dass „sich ein jeder dort in der Zukunft wiederfinden könnte“.

Nach dieser kurzen Einführung hatte jeder Leistungskurs zwei Führungen in unterschiedlichen Bereichen.

Hier nun die Berichte aus Sicht der Leistungskurse:

Nach dem allgemeinen Einführungsvortrag besuchte unser Biologie Leistungskurs zunächst die Abteilung Biotechnologie. Hier bekamen wir einen interessanten Einblick in das Leben eines Wissenschaftlers, der Grundlagenforschung betreibt. Er sprach voller Begeisterung von seiner Arbeit und zeigte sich offen für alle Fragen unsererseits. Vieles war uns bereits aus dem Unterricht bekannt, wie der Prokaryot Escherichia coli, der so manipuliert wird, dass er pharmazeutische Produkte wie Insulin oder Enzyme für Waschmittel herstellt.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Verringerung der Abhängigkeit vom Erdöl. Hierzu wurde uns ein scheinbar gewöhnlicher „Plastik“-becher gezeigt, der aus Lactat, also Milchsäure, hergestellt wird. Er ist kompostierbar und damit viel umweltfreundlicher als ein gewöhnlicher Plastikbecher, aber leider auch viel teurer.

Nach dem theoretischen Teil durften wir im Labor die verschiedenen Geräte begutachten, in denen Mikroorganismen kultiviert werden. U. a. sahen wir Fermenter unterschiedlicher Größe, darunter auch einen mikrofluidischen Bioreaktor. Dieser hat ein Volumen von einem Picoliter (einem Billionstel Liter)! Das ermöglicht die Untersuchung einzelner Zellen und vereinfacht die Selektion von Zellen und das Ermitteln der optimalen Bedingungen, da in kürzerer Zeit bei geringem Platzverbrauch die Analyse vieler Zellen bei unterschiedlichen Umgebungsbedingungen gleichzeitig erfolgen kann.

 

Danach besuchten wir das Institut für Neurowissenschaften und Medizin. Hier erläuterten uns zwei Doktoranden der Physik die Funktionen von MRT (Magnetresonanztomographie) sowie PET (Positronen-Emissions-Tomographie). Mit der MRT lässt sich die Struktur des Gehirns detailreich darstellen, PET ermöglicht sogar Aufnahmen von Stoffwechselprozessen im Gehirn. Allerdings muss der Patient zuvor schwach radioaktive Teilchen zu sich nehmen.

Allerdings „warnten“ uns die beiden Physiker auch vor Gefahren. Aufgrund ihres starken Magnetfeldes werden Patienten mit Herzschrittmachern oder Prothesen von MRT-Untersuchungen ausgeschlossen, da Materialien mit magnetischen Eigenschaften in Richtung des MRT-Gerätes gezogen werden. Sogar bei Personen mit Tattoos können Probleme in Form von Verbrennungen auftreten, wenn eisenhaltige Pigmente verwendet wurden. Interessant zu sehen war das weltstärkste MRT-Gerät, welches zunehmend mit der PET gekoppelt wird. So können noch präzisere Informationen über das Gehirn gewonnen werden.

Insgesamt war es eine gelungene Exkursion. Sie hatte Bezug zum Unterricht, so dass unser Wissen aufgefrischt und vertieft wurde. Der Einblick in die Praxis machte uns die Theorie verständlicher und spannender.


Text: Schülerinnen des Bio-LKs

Die erste Station des Chemie Leistungskurses war das Ernst-Ruska Centrum für Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen (ER-C). In diesem Gebäude dreht sich alles darum die allerkleinsten Teilchen sichtbar zu machen. Nach einer kurzen Einführung wurden uns gleich zwei präparierte Proben gezeigt, die beim Einsetzen in eines der Hochleistungselektronenmikroskope in ihre einzelnen Bestandteile aufgelöst werden können. Danach schauten wir uns das seit 2012 verfügbare

Transmissionselektronenmikroskop PICO an, das aufgrund von störenden Schwingungen aus der Umwelt auf einem eigenen Fundament steht. Möglich war das allerdings nur, da es an dem Tag nicht in Benutzung war, denn sonst hätte allein unsere Anwesenheit die Messergebnisse stark beeinflusst und unbrauchbar gemacht. Dieses Modell ist eins von zwei weltweit, und Forscher aus aller Welt kommen nach Jülich um dort ihre Messungen zu machen.

Unsere zweite Station war das Institut für Energie- und Klimaforschung (IEK-8). Dieses Institut beschäftigt sich besonders mit dem Teil der Atmosphäre in dem wir leben und in

der sich unser Wetter abspielt, nämlich der Troposphäre. Zunächst hörten wir einem

einleitenden Vortrag zu, in dem uns von den chemischen Vorgängen in der Troposphäre

und auch die Planung und Ausführung einiger Forschungprojekte berichtet wurde. Ein

Thema war zum Beispiel das sogenannte MobiLab, dabei handelt es sich um ein Auto,

welches mit diversen Messgeräten ausgestattet ist und damit die Schadstoffe in der Luft

messen kann. Das IEK verfügt außerdem über einen Atmosphärensimulator. Dort werden die gleichen Bedingungen wie in unserer Atmosphäre geschaffen und dann - vor allem im Sommer - durch Sonnenstrahlen photochemische Umwandlung von atmosphärischer Spurenstoffe gemessen. Momentan ist zwar kein Sommer, aber wir hatten Glück, denn ein aktuelles Projekt, in dem die Jülicher Luft gemessen werden soll, lief gerade und so konnten wir uns den Simulator genau anschauen. Normaler Weise ist um ihn herum ein blickdichter Schutz. Nach einem spannenden Tag machten wir uns danach auf den Weg zurück nach Neuss.

 

Für den Chemiekurs: Gemma Alfano

Die erste Station des Physik Leistungskurses war das Institut für Kernphysik. Dort erhielten wir generelle Informationen und wurden über den Aufbau, sowie die Nutzung des Teilchenbeschleunigers informiert. Dies konnte aufgrund schon behandelten Unterrichtsstoffes teils mehr oder weniger gut verstanden werden, was jedoch kein Problem darstellte, da uns alle aufkommenden Fragen ausführlich beantwortet wurden.

Anschließend konnte dieser Beschleuniger, sowie auch die medizinische Arbeit mit der Physik am Beispiel des Kernspintomographen genauer betrachtet werden, um nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch eine praktische Vorstellung der Arbeit erhalten zu können.

Somit durften wir in Jülich einen Tag verbringen, an dem unser bereits erlerntes Wissen in praktischer Arbeit wiedererkennbar war, wir neue Dinge erfahren konnten und um Eindrücke in dem Berufsfeld der Naturwissenschaften bereichert wurden.


Schülerinnen des Physik LKs

Fotos N.N.

Zurück

 

 

Schulabteilung