Start Impressum Datenschutz Kontakt Sitemap

Marienberg On Tour

London, Mailand, Jerusalem, Prag und Poitiers....

Marienberg On Tour

 

London, Mailand, Jerusalem, Prag und Poitiers....

 

In der Woche vor den Herbstferien gehen nicht nur die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 12 auf Studienfahrt, sondern auch zwei der Austauschprogramme, die an unserer Schule angeboten werden, finden in dieser Zeit statt. So erreichen uns Grüße aus vielen interessanten Städten.

Einige Schülerinnen berichten von ihren Erlebnissen während der Studienfahrten nach Mailand und Prag, ein eigener Bericht zum Poitiers Austausch findet sich gesondert, ebenso wie ein Bericht zum Israel-Austauschprogramm.

Fotos: M.Ahlfs, Dorothee Wedekind, Holger Witting, Michaela Severin und N.N.

 

 

Anna Henke und Anne S. Boje erzählen von ihren Erlebnissen in Mailand

 

,,Schöner kann’s woanders auch nicht sein’’?! Mailand-Fahrt 2018

 

Im Vorfeld gab es viele Diskussionen. Dänemark, Frankreich oder doch Italien? Als Mathe-, Physik- und Chemie-Lk hatten wir dabei große Freiheit. Vor allem bei der Vorgabe unserer Lehrer: Erreichbar mit dem Bus innerhalb von zehn Stunden musste es sein. Gut, die Busfahrt nach Mailand dauerte dann zwölf Stunden, aber Lehrer dürften ja an eine großzügigere Auslegung von Vorgaben gewohnt sein. Als wir am Montagmorgen frisch wie nach einer unserer Lk- Klausuren Mailand erreichten, ging es auch sofort los. Schließlich mussten wir die Zeit ja nutzen, die wir durch die Nachtfahrt gewonnen hatten (zweite Vorgabe war übrigens gewesen, bei Tag zu fahren). Die Tage Montag und Dienstag bestanden aus einer guten Mischung von Pflichtterminen und Freizeit. Wobei das Wort Pflicht hier relativ zu betrachten ist, da wir im Vorfeld vieles gemeinsam geplant und besprochen hatten (an dieser Stelle noch einmal einen großen Dank an alle Mitorganisatoren). Ein Highlight für uns alle war wahrscheinlich das Marmordach des Mailänder Doms, das wir im strahlenden Sonnenschein besichtigen konnten und von dem wir einen phantastischen Ausblick über die Stadt hatten. Hier begegneten wir der ersten Baustelle, von denen wir im Laufe der Woche noch eine Menge sehen würden.

Das Da Vinci Naturwissenschaft Museum war, denke ich, nicht nur der Programmpunkt, der aus ca. 40 gackernden Mädchen, drei tiefenentspannten Naturwissenschaftlern und einem Bus samt ulkigem Busfahrer eine Studienfahrt machte, sondern auch sonst für jeden Lk an der ein oder andren Stelle interessant. Besonders beeindruckt haben mich die Momente, an denen wir nicht nur blind durch das riesige Museum stolperten, sondern uns mithilfe unseres Wissens tatsächlich die Ausstellungsstücke oder den einen oder anderen Ausstellungsteil erklären konnten. Zum ersten Mal dachte ich: ,,Wow, der ganze Stoff aus dem Unterricht ist ja doch nicht so realitätsfremd’’. Inwieweit jetzt ein Naturwissenschafts-Museum realitäts- oder alltagsbezogen ist, lasse ich einfach mal offen. Übrigens wurden in dem Museum einige Trakte renoviert. Baustelle Nummer 2.

Die von 2 Mitschülerinnen netterweise vorbereitete Stadtralley erwies sich als unkonventionell und superlustig. Was mir persönlich außerdem unglaublich gut gefiel, waren die gemeinsamen Abendessen. Ursprünglich war nur eines für den ersten Abend, den Montag, in einer Pizzeria geplant. Letztendlich waren wir auch am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag zusammen Essen und haben so einfach die gegenseitige Gesellschaft genossen, was ja gewissermaßen Sinn und Zweck so einer Lk- bzw. Abschlussfahrt ist. Besonders authentisch war in meinen Augen Navigli, ein Ausgehbezirk Mailands rund um einen Kanal. Am Mittwoch fuhren wir nach Como, denn Mailand ist nicht so riesig, dass wir uns diesen Ausflug nicht hätten erlauben können. Wer hätte gedacht, dass der berühmte Physiker Alessandro Volta aus eben dieser Stadt stammt. Wir jedenfalls nicht. Vielleicht war es, weil wir zum ersten Mal in dieser Woche schlechtes Wetter hatten oder es war das Volta-Thema oder vielleicht sogar das eigentümliche Restaurant, in das uns Marcello (der Busfahrer) führte, aber im Gegensatz zu den anderen verblasst dieser Tag etwas. Zugegebenermaßen nahm ich auch nicht an der von Herrn Witting angebotenen Wanderung teil, die sehr schön gewesen sein muss. Und nebenbei, die zweite Etage des winzigen Volta-Museums, das wir uns ansahen, wurde saniert. Das war die dritte Baustelle. Ein umso memorableres Erlebnis war sicherlich der Donnerstag. Diesen hatten wir schon im Vorhinein zum LK-Tag erklärt. Der Physik-Lk mit Herrn Krieger blieb in Mailand, kochte gemeinsam, besprach und besichtigte etwas. Wie bei so vielen Angelegenheiten des Physik-Lk ́s habe ich im Grunde keine genaue Ahnung, was genau sie so getrieben haben. Der Mathe-Lk von Herrn Girschik mit seiner Adoptiv-Mami Frau Wedekind sowie der Chemie-Lk mit und von Herrn Witting hatten sich stattdessen entschieden einen weiteren Ausflug, diesmal nach Bergamo, zu unternehmen. Dieser Ausflug hat sich definitiv gelohnt. Die Stadt mit ihren beiden imposanten Kirchen ist unglaublich pittoresk. Hier trafen wir auf Baustelle Nummer 4, direkt auf dem Domplatz. Den Abend verbrachten wir alle gemütlich mit den jeweiligen Lk’s und spielten gemeinsam Spiele. Ich hatte den Eindruck, dass dies für das Gemeinschaftsgefühl jedes LK ́s echt gut war und war fast traurig, dass wir etwas derartiges erst unmittelbar vor dem Ende unserer Oberstufenzeit gemacht haben. Unseren letzten Tag, den Freitag, nutzten wir noch einmal für ein bisschen Mailand mit einem großen Anteil an individuellen Programmen. Einige gingen Shoppen, Eisessen, den berühmten Friedhof besichtigen und sicherlich noch vieles mehr. Eine kleine Abordnung unserer Gruppe wagte zudem einen Besuch des Museums für moderne Kunst direkt am Mailänder Domplatz. Ein besonders lustiger Anblick wurde uns dort geboten, als unsere drei Naturwissenschaftslehrer vergeblich versuchten das Geheimnis eines Ausstellungsstückes zu entschlüsseln, das wohl - da waren sich alle einig - eine chemische Reaktion darstellte. Aber welche Stoffe wir da genau vor uns sahen, darüber konnte man sich nicht einig werden. Doch wir Schülerinnen lernten: Aus dem richtigem Blickwinkel kann auch der manchmal trockene Schulstoff zu einem Kunstwerk werden. (Anmerkung: Über Herrn Kriegers Aussage, hochkonzentrierte Schwefelsäure würde bei ihm zuhause mehr qualmen, rätseln wir heute noch.)

Auf der Heimfahrt waren wir nach einer ereignisreichen Woche ziemlich erschöpft, aber vor allem glücklich und zufrieden mit unserer Lk-Fahrt.

Und ja, schöner kann es woanders sehr wohl sein, obwohl es hier auch genug Baustellen gibt...

Alana Gerlach, Catharina Gronkowsky und Rebecca Brenner berichten von ihrer LK Fahrt nach Prag

 


Unsere LK-Fahrt nach Prag


Am Sonntag, den 07.10.2018 begannen die diesjährigen LK-Fahrten der Jahrgangsstufe Q2. Die Leistungskurse Biologie, Geschichte und Deutsch fuhren bereits um 6 Uhr morgens mit dem Bus ab nach Prag. Nach einer entspannten, etwa zehn stündigen Busfahrt waren wir am Ziel. Danach hatten wir etwas Zeit unsere Zimmer in unserem Hotel (dem Wellness Hotel „Step“) zu beziehen, bevor es bereits mit dem Programm losging. Mit der U-Bahn ging es dann zum ersten Mal in die Stadt und von da aus zum Ufer der Moldau. Ab 20 Uhr hatten wir dort eine nächtliche Bootsfahrt inklusive Buffet und wunderschöner Aussicht auf die beleuchtete Stadt.
Nach diesem ersten Blick auf die Stadt, hatten wir am Montag die Gelegenheit während einer drei-stündigen Stadtführung Prag zu erkunden. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verfügung, was der Großteil von uns für weitere Erkundungen der Stadt nutzte. Abends haben wir uns wieder mit allen drei Kursen und Lehrern getroffen, um gemeinsam im Hotel zu bowlen.
Am nächsten Tag verließen wir Prag, um zum nahegelegenen Schloss Melník zu fahren. Dort hatten wir zunächst eine informative Führung durch das Schloss und über dessen Historie. Als kleines Highlight hatten wir im Weinkeller des Schlosses eine Weinprobe, bei der uns als Erstes erklärt wurde, wie so eine Weinprobe abläuft. Danach durften wir von drei Weinen jeweils zwei auswählen, um diese zu verkosten. Nach dem Mittagessen im Schloss nutzten wir die freie Zeit, um Melník noch ein wenig zu erkunden, bevor es auch schon zurück nach Prag ging, wo wir unter anderem Zeit hatten, das traditionelle Gebäck „Trdelník“ zu probieren. Den Nachmittag verbrachten wir erneut in Prag ehe es für den Deutsch-LK, sowie Interessierte aus dem Biologie- und Geschichts-LK in die Oper ging. Das Stück „La Traviata“, aufgeführt im Prager Nationaltheater, sowie insbesondere die Atmosphäre in der Oper als auch die Dachterrasse mit Ausblick aufs nächtliche Prag trafen allgemein auf große Begeisterung.
Schon war unser letzter ganzer Tag in Prag gekommen. Früh morgens sind wir nach Theresienstadt aufgebrochen. Neben einer Führung durch das ehemalige Gefängnislager, welches während der NS-Zeit auch als KZ fungierte, besuchten wir auch das nebenliegende Ghettomuseum. Unseren letzten Abend ließen wir alle gemeinsam im „Kolonialpub“ in Prag ausklingen. Nach dem Essen entschied sich ein Großteil direkt zurück zum Hotel zu fahren, um schon einmal die Koffer zu packen. Eine kleine Gruppe nutzte die verbliebene Zeit, um noch die Prager Burg zu besichtigen, von der aus man ebenfalls einen wunderschönen Ausblick hatte.
Am Donnerstag, den 11.10.2018 war unsere Zeit in Prag leider schon wieder zu Ende. Um neun Uhr fuhr der Bus los, und nach einer Fahrt von elf Stunden waren wir gegen 20 Uhr zurück in Neuss.
Abschließend kann man sagen, dass unsere Fahrt nach Prag ein schönes Highlight unserer LK Zeit war, die uns allen in schöner Erinnerung bleiben wird.

Zurück

 

 

Schulabteilung