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Tag der Pressefreiheit

Marienbergerinnen grüßen aus Berlin, wo sie einen ersten Preis für ihren Beitrag erhalten haben.

Schülerinnen der Radio AG des Gymnasiums Marienberg zu Preisverleihung in Berlin

Marienbergerinnen gewinnen dort einen ersten Preis

 

Unter dem Titel „Wir reden mit“ haben der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ), die Stiftung Lesen, Reporter ohne Grenzen und der Bundesbeauftragte für die Stasiunterlagen zum internationalen Tag der Pressefreiheit einen Wettbewerb ausgeschrieben.

Die Radio-AG des Erzbischöflichen Gymnasiums Marienberg Neuss unter Leitung des Deutschlehrers Stefan Wiesbrock hat mit einem Video-Beitrag hierbei einen ersten Preis gewonnen. Die Schülerinnen wurden zur Preisverleihung und einer Veranstaltung in den Campus für Demokratie (Stasi-Zentrale) in Berlin eingeladen, wo sie mit Journalisten und Medienvertretern zu Pressefreiheit und Demokratie diskutierten und in Workshops informiert und geschult wurden.

„Wenn ich eure Gesichter sehe und mir vorstelle, dass hier vor 30 Jahren die Offiziere der Geheimpolizei gesessen haben, dann haben sich die Zeiten geändert. Das ist etwas, was es jeden Tag zu feiern gilt“, sagte Roland Jahn, der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, zur Begrüßung den angereisten Gästen vom Marienberg und zwei weiteren Preisträger-Schulen. Er rief dazu auf, die Pressefreiheit nutzen und zu beschützen, was auch den Marienberg-Schülerinnen der Radio-AG ein wichtiges Anliegen ist. Regelmäßig sind sie in der Neusser Fußgängerzone unterwegs um zu aktuellen Fragen unterschiedliche Meinungen einzuholen, sie sprechen mit Experten um Zusammenhänge und Hintergründe zu verstehen, stellen soziale Einrichtungen und Initiativen in Neuss vor und empfehlen relevante Jugendbücher. Etwa alle drei Monate ist eine Sendung aus dem Marienberg im Bürgerfunk auf NE-WS 89.4 zu hören.

Als Wettbewerbsbeitrag hat die Radio-AG in einem Video sich selbst und ihre Arbeit mit Ausschnitten aus einer Sendung zur Frage „Sollte der Öffentliche Personennahverkehr kostenlos sein?“ vorgestellt. Die Fernsehmoderatorin und Journalistin Astrid Frohloff lobte die gesellschaftliche Relevanz des Themas, die große Kreativität der Schülerinnen, die gute Recherche, klare Formulierungen, die professionelle Umsetzung und endete die Laudatio mit den Worten: „Der Berliner würde dazu sagen: da jippt‘s nich viel zu meckern“. Für ihre weitere Arbeit erhielten die Schülerinnen im Verlauf des Tages gute Anregungen und sie konnten vor Ort einige spannende Interviews führen. Persönlich nah gingen die Berichte und das Gespräch mit der Bloggerin Shammi Haque, die aus Bangladesh fliehen musste, weil sie sich dort für Frauenrechte und gegen islamistische Fundamentalisten geäußert hat. Dass Pressefreiheit keine Selbstverständlichkeit ist, haben die Schülerinnen vom Marienberg an diesem Tag deutlich erfahren. Besonders beeindruckt waren sie, als der Bundesbeauftragte sie persönlich durch die Stasiarchive geführt hat. Wie perfide und aufwendig die Überwachung organisiert war, erschütterte die Schülerinnen sehr. Aber sie fühlten sich auch geehrt, als Roland Jahn ihnen sagte: „Bei eurem Engagement hätte die Stasi euch ganz sicher überwacht.“

Auch Reiner Breuer, Bürgermeister von Neuss, gratuliert den Schülerinnen der Radio AG zu der Ehrung im Rahmen der Preisverleihung in seinem Brief an Herrn Burdich und die teilnehmenden Schülerinnen: " (...) mit Freude habe ich von dem Erfolg des Erzbischöflichen Gmynasium Marienberg im rahmen des Wettbewerbs "Wir reden mit" zur Pressefreiehit und derdamit verbundenen Preisverleihung in Berlin gelesen.. Ich freue mich über das Engagement der Schülerinen aus der Radio AG, die mit ihrem Video-Beitrag zur Frage "Sollte der Personen-Nahverkehr kostenlos sein?" wichtige und bedeutungsvolle Beiträge zur Presse- und Meinungsfreiheit sowie zur öffentlichen Willensbildung leisten. (...)".

Link zum Wettbewerbsbeitrag:

https://www.medien-tube.de/video/Wir-reden-mit-Die-Radio-AG-des-Marienberg-Gymnasiums-Neuss-stellt-sich-vor/13c4d0449bef53875811a9e88208f191

 

Text und Fotos: Stefan Wiesbrock / Bürgermeister Reiner Breuer

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