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Unterrichtsalltag
Dynamische Begegnungen mit einer neuen Situation

Musik im Herzen

Unterrichtsalltag - Dynamische Begegnungen mit einer neuen Situation

Musik im Herzen

 

Nach den vielen Wochen unerfüllter Sehnsucht nach einem gemeinsamen Musizieren konnten wir im September endlich wieder mit der Ensemblearbeit beginnen. Wegen der strengen Vorschriften ging dies natürlich nicht so selbstverständlich und unkompliziert wie früher, aber es ging: Das Orchester probt seitdem in Corona-Aufstellung mit besonders platzierten Bläsern ein neues Programm mit unterhaltsamen Miniaturen russischer Meister des 20. Jahrhunderts, das Bläserensemble nach einem ausgeklügelten Sitzplan im Musiksaal und der Chor nahm seine Arbeit bei sommerlichem Wetter im Innenhof zwischen C- und D-Trakt wieder auf. Gleich in der ersten Montagsprobe wurden wir vom Klangteppich der Berufsverkehrs auf der Batteriestraße und wenig später von heftigen Regengüssen begrüßt, aber wir genossen es, weil wir wussten, dass dies alles besser war als überhaupt nicht zu musizieren. Beinahe kitschig symbolisierte das der prächtige Regenbogen, der sich am Ende der Probe präsentierte! Dennoch waren wir natürlich dankbar, dass wir nach einigen Wochen die Möglichkeit erhielten, mit dem Chor in der Kapelle zu proben. Größer hätte der Unterschied akustisch gar nicht sein können. Dort Autolärm, Wind, Wetter und zunehmende Dunkelheit, in der Kapelle nicht nur berechenbare Temperaturen und Stille, sondern auch eine wunderbare Probenakustik. Mit all unseren musikalischen Ambitionen im Herzen waren wir dort, im Herzen unserer Schule, am besten aufgehoben, und auch wenn wir beim Singen des Londonrepertoires immer noch ein wenig der abgesagten Konzertreise hinterherträumen, so überwiegt doch die Wertschätzung des Raumes, die Kameradschaft unter den Musikerinnen und Musikern und die Liebe zur Musik!

Text und Fotos: Michael Köhne

 

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