Hygiene - Standards bei Prüfungen und Unterricht

Schreiben vom 24.4.20 an Eltern, Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen


 

Hygiene – Standards bei Abiturprüfungen und Wiederbeginn des Unterrichts, 24.4.20

 

                                                                                                                                                                

 

 

 

Sehr geehrte Eltern, 

liebe Schülerinnen und Schüler,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

mit diesem Schreiben informieren wir Sie über die hygienischen Standards bei Abiturprüfungen und Wiederaufnahme des Unterrichts. Sie basieren auf der Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) und der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin (GHUP).

 

             

I.                 Aktuelle zusätzliche Standards der  Hygiene in der Schule

 

Masken

Mit der Wiederaufnahme des Schulbetriebes sollen ab Montag, den 27. April 2020 alle Personen (Schülerinnen und Schüler und Mitarbeitende), die sich im Präsenzbetrieb an unseren Schulen befinden, eine Mund-Nase-Abdeckung tragen, die eigenverantwortlich von jeder Person zu beschaffen ist. Die Pflicht, eine Maske zu tragen, gilt nicht, solange die Schülerinnen und Schüler im jeweils selben Raum für längere Zeit ohne aufzustehen an ihren weit genug auseinander positionierten Tischen still sitzen. Die Schule hält Masken vor.

 

Zahl der Prüflinge in Prüfungsräumen

Die Teilnehmerzahl ist  in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und der Zahl der benötigten Aufsichtspersonen begrenzt. Zwischen den Schülerinnen und Schülern (Prüflingen) und zwischen diesen und Lehrkräften (Prüfende / Aufsichtspersonal) wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten . 

Es erfolgt eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene Registrierung, um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt-Nachverfolgung zu ermöglichen. 

Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19) sollten Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nehmen*. 

 

 

Persönliches Verhalten

Husten- und Nieß-Etikette, Händehygiene und  Abstandsregeln müssen beachtet werden.  Bedarfsgegenstände wie Gläser, Flaschen zum Trinken, Löffel etc. dürfen nicht gemeinsam genutzt werden. 

 

Ausschluss von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Symptomen

Symptomatisch kranke Personen werden von der Teilnahme an Unterricht und Prüfungen ausgeschlossen. Die Beteiligten (Prüflinge und Prüfende) sollten keiner gefährdeten Gruppe  angehören. 

 

Gestaltung des Unterrichts- bzw. Prüfungsraums

Die Räumlichkeit bietet von der Tisch- und Sitzordnung, dem Zugang zum Raum (auch Treppenhäuser und sonstige Verkehrsflächen) und zum Sitzplatz, den Belüftungsmöglichkeiten und dem Zugang zu Toiletten und Waschgelegenheiten die Gewähr dafür, dass der vorgegebene Mindestabstand zwischen Prüflingen und Prüfern von 1,5 Metern zu jedem Zeitpunkt eingehalten wird. Die Hand-Kontaktflächen (z.B. Tische) sind leicht zu reinigen. 

 

Händewasch- und Händedesinfektionsmöglichkeiten

Es ist für ausreichende Hände-Waschmöglichkeiten gesorgt. Die Sanitäranlagen sind  mit ausreichend Seifenspendern ausgestattet. Sie sind  unter dem Kriterium der Abstandswahrung gut erreichbar. Der Zugang zur Händedesinfektion wird vor Eintritt in den Unterrichts- bzw. Prüfungsraum und gegebenenfalls zusätzlich an gut erreichbaren Plätzen im Gebäude wie z.B. auf Fluren ermöglicht. Auf das Händeschütteln wird verzichtet . Die Hände sollten regelmäßig und gründlich mit Wasser und Seife über 20-30 Sekunden gewaschen werden. Hautverträgliche Händedesinfektionsmittel auf Alkoholbasis können bei nicht sichtbarer Verschmutzung alternativ benutzt werden. 

 

Mittel für die Händehygiene und für Reinigung und Flächendesinfektion
Bei Verwendung von Desinfektionsmitteln für bestimmte, häufig von unterschiedlichen Personen berührten Flächen sollten nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet werden.

 

Standards für die Sauberkeit in den Schulen 

Potentiell kontaminierte Flächen, die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, werden durch eine arbeitstägliche Reinigung und in zuvor definierten Bereichen (z.B. Handkontaktflächen, gemeinsam benutze Tastaturen, Sanitäranlagen, Türkliniken und Treppenläufe) ggfls. durch eine zusätzliche Flächendesinfektion mittels Wischdesinfektion (z.B. vorgetränkte Wischtücher) dekontaminiert. Es werden nur geeignete Desinfektionsmittel für alle Handkontaktflächen verwendet. 

 

 

II.               Konkretisierungen für die Abiturprüfungen

 

Zugang zur Schule / Flure:

Anweisung an die Schüler über Mails: Betreten des Gebäudes erst 20 min vor Beginn der Klausur
deutliche Beschilderung an den Eingängen, wo die Prüfungsräume für die einzelnen Schüler sind (bedingt durch die Aufteilung der Lerngruppen nötig)
Zugang Aula: Haupteingang, Zugang 200er Flur: Schülereingang
Schüler desinfizieren Hände an den Eingängen
Verlassen des Gebäudes auf dem gleichen Weg
Verlassen des Schulgeländes unmittelbar nach Abgabe der Klausur
striktes RECHTSGEHGEBOT auf den Fluren, Treppen
keine Gruppenbildung auf dem Schulgelände vor / nach den Prüfungen
Zugang für Schüler mit Vorerkrankungen: spätestens 30 min vor Beginn der Prüfung wird der betreffende Schüler mit MNS über den Eingang zwischen Alt- und Neubau (Nähe Mensa) durch entspr. Fachlehrer in den entsprechenden Raum geleitet (Lehrer: MNS anlegen, Abstand!!), nach Klausurende mit Begleitung (Lehrer: MNS anlegen, Abstand!!)  wieder zurück zum Eingang bringen / Begleitung nötig, um Abstand zu anderen, zufällig vorbei-kommenden Personen zu gewährleisten


Prüfungsräume: 

2 Tage vor der Prüfung: Desinfektion durch das Reinigungspersonal, Raum kann danach nicht mehr benutzt / betreten werden (SCHILD!)
am Prüfungsvortag: Fachlehrer betreten den Raum nur mit Handschuhen und Mundschutz / Arbeitstische den Vorgaben entspr. stellen / Tische für Schüler komplett vorbereiten: Konzeptpapier, Klausurbögen, ggf. Formelsammlung, Duden usw. / weitere Bögen liegen zur Abholung vorne aus, nicht in der Nähe der Aufsicht / Desinfektionsmittel in jedem Raum (inkl. Papierhandtücher)
Kopieren der Klausurvorlagen des Ministeriums: nur mit HANDSCHUHEN, dann in Briefumschläge stecken, diese verschließen
am Prüfungstag: Räume durch erste Aufsicht früh öffnen, keine Staus von Schüler auf Gängen
Verhalten der Schüler: Vor Klausurbeginn: MNS anlegen, Hände desinfizierten, erst dann die Klausuraufgaben- und bögen anfassen (Infektionsschutz für die korrigierenden Kollegen!) / Während der Klausur: MNS angelegt lassen, ggf. bei Durchfeuchtung wechseln, nach jedem Toilettengang: Hände erneut desinfizieren / Nach der Klausur: Raum bzw. Gebäude auf dem gleichen Weg, auf dem man morgens gekommen ist, verlassen
Austeilen der Prüfungsaufgaben: Briefumschläge in den Raum tragen, öffnen, anschl. HANDSCHUHE anziehen, dann erst Unterlagen austeilen
Abiturienten auf viele Räume verteilen (ca. 8 Schüler / Raum + Aufsicht / Aula: 26  Schüler + Aufsicht), Konsequenz: viel Platz um die Prüflinge [am 14. 5. - Tag mit den meisten Schülern = 78 - würde das bedeuten: Aula+ 8 Räume (kompl. A 200er Flur)]
Ablegen von Jacken / Taschen / Handys / Smartwatches usw.: in der Nähe des Eingangs im Prüfungsraum (wenig Kontakt mit anderen Personen, Schüler können die Sachen am Ende der Prüfung ohne weiteren "Personenkontakt" wieder an sich nehmen/ trotzdem Gegenstände unter Kontrolle / Diebstahlschutz)
Abgabe der Klausuren: auf dem Tisch, auf dem das weitere Konzeptpapier, weitere Klausurbögen liegen, kein Kontakt zur Aufsicht 
weitere Prüfungsräume mit Aufsichten einplanen für Schüler mit Vorerkrankungen (s. u.) Anzahl im Vorfeld ermittelt!

 

 

 

* Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht – unabhängig vom Lebensalter – grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):

·        Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung, Bluthochdruck)

·        Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)

·        Chronische Lebererkrankungen

·        Nierenerkrankungen

·        Onkologische Erkrankungen

·        Diabetis mellitus

·        Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

 

 

 

Mit freundlichem Gruß

 

 

                                                                                   

Krämer, Schulleiter                    Dr. Koch, Oberstufenkoordinator  

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