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Meine Arbeit und mein Leben in Ghana

26. Januar 2019; Franziska Grefenstein (Abi 2018)

Franziska Grefenstein, Abiturientin 2018, hatte sich für einen Arbeitseinsatz in unserem Patenprojekt Stiftung Regentropfen in Ghana, Afrika, entschieden und hat uns zwischenzeitlich mit einem Bericht über ihr Leben dort versorgt. Hier ist ihr Bericht:

 

Ein normaler Wochentag sieht bei mir so aus:

Um acht Uhr bin ich entweder im Office oder in der neuen Grundschule. Im Office schreibe ich dann Berichte über Schul- oder Hausbesuche unserer Kinder. Ich liste die Dinge auf, die sie für die Schule brauchen (Uniform, Hefte, Schuhe, Socken, Rucksack...) oder Dinge, die ich für den Unterricht brauche. Danach fahre ich mit Quddus die Kinder zu Hause und in der Schule besuchen. Wir fragen, was ihnen fehlt, ob es Probleme in der Familie gibt, was und wie oft sie täglich essen und informieren uns über ihre Anwesenheit und Leistung in der Schule.

Es gibt bereits eine Grundschule, eine Oberstufe und eine Universität der Stiftung: Regentropfen Basic School, Regentropfen Senior High School und Regentropfen College of Applied Science. Die Kinder, die durch die Stiftung unterstutzt werden, sind unsere beneficiaries. Bald wird es auch eine Regentropfen Junior High School geben, so dass alle beneficiaries hier in Namoo in unsere Schulen gehen werden.

Wenn ich in der Grundschule bin, unterrichte ich Creative Arts und Maths. Zweimal in der Woche habe ich die Chance, dort Erfahrungen zu machen, die in Deutschland nicht möglich gewesen wären. Mir wird die volle Verantwortung gegeben und ich kann den Unterricht gestalten, wie ich möchte. Ich bin die einzige, die dort Kunst unterrichtet und ich habe daher schon eine Arbeit mit den Kindern geschrieben und Noten für das erste term verteilt. Im Dezember habe ich einen Adventskalender gemacht und Weihnachtslieder für unsere Christmas party geprobt. Manche der Kinder können noch nicht viel Englisch sprechen, daher ist die Kommunikation manchmal etwas schwierig. Insgesamt ist es anstrengend, sich Respekt zu verschaffen. Jeder kleine Fortschritt der Kinder ist daher ein Erfolg. Ich bin sehr froh darüber, so frei unterrichten zu dürfen. Die Klassen sind unterschiedlich groß, von Class 1 und KG bis zu Class 5 sind die Schüler zwischen 5 und 17 Jahre alt.

 

Freizeit:

Über Weihnachten bin ich mit drei guten Freunden (Linda, 28, school administrator und meine Mitbewohnerin, Sixtus, 20, Student und Staff von ReCAS und Lambert, 36, Brother, Student und für diese Zeit unser driver) durch Ghana gereist. Namoo liegt in der Upper East Region und grenzt an Burkina Faso und Togo. Von dort aus sind wir auf Umwegen bis in den Süden gekommen. Ich habe sehr viel vom Land gesehen und eine tolle Zeit gehabt. Wir waren in Nationalparks, Kumasi, Voltariver, Wasserfällen, Accra und Cape Coast. Wir hatten das Glück, meistens bei Freunden, Familie oder Priestern unterzukommen, weshalb wir uns die Reise leisten konnten. Ansonsten passiert nach der Arbeit und am Wochenende nicht sehr viel. Ich fahre regelmässig nach Bolga, die nächstgrößere Stadt, um Essen auf dem Markt zu kaufen.

 

Essen:

Es gibt Reis in allen Variationen, Banku (sieht aus wie ein grosser Kloß in Suppe), Fufu (Plantain und Cassava gestampft), fried Yam und Plantain in allen Variationen. Diese Kochbananen werden hier gegessen wie Kartoffeln in Deutschland. Es gibt sogar Plantainchips. Es wird oft ohne Besteck mit der rechten Hand gegessen. Es gibt Papayas, Kakaobohnen, die fruchtig sind, wenn man sie lutscht, Ananas, Bananen und Kokosnuss.

 

Leben:

“Good morning, Bulika” “How are you, Lamone?” “I am fine, Lasson” “Salomia, white lady”. Anders als in Köln spricht man die Leute an, die an einem vorbeigehen, man unterhält sich mit den Verkäufern, ist nett und freundlich. Das ist sehr schön und persönlich, aber auch manchmal etwas anstrengend, vor allem, wenn man nur auf seine Hautfarbe beschränkt wird. Die Leute freuen sich, wenn sie eine “Salomia“ sehen und vergessen dann, Linda zu grüßen die neben mir geht.

Viele Menschen sind sehr herzlich und haben viel Humor. Man wird eingeladen mitzuessen und gefragt, ob man ein Geschenk mitgebracht hat.

”How is life?” “Life is good, by the grace of god.” Jeden Sonntag ist Kirche angesagt, manchmal kann eine Messe drei Stunden lang sein. Es wird gesungen und getanzt, alle haben schone Kleider an und danach werden Fotos gemacht.

Ich mag es, mit dem Fahrrad zu fahren, wenn es gerade dunkel wird. Dann ist es nicht mehr so warm und es erkennt nicht jeder auf den ersten Blick meine Hautfarbe; es wird mit mir umgegangen wie mit jedem anderen auch. Ich möchte nichts Besonderes sein, ich mochte ghanaisch sein :)

Es ist immer schön, Schüler und Nachbarn zu treffen, Freundschaften entstehen sehr schnell wenn man möchte. Ich liebe Ghana!

 

Warme Gruesse ins kalte Koeln!

 
 

  

 

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